|
|
 |
Philippinen
|
Freizeit
|
 
|
| Ausflüge / Sehenswürdigkeiten |
Baguio:
Rund sechs Stunden Busfahrt über die kurvenreiche Kennon Road oder Auch 45 Flugminuten braucht man, um die feuchte Hitze der im Küstentiefland gelegenen Hauptstadt hinter sich zu lassen. Aufgrund der Höhenlage von teilweise über 1.600 m genießt die von ausgedehnten Pinienwäldern umrahmte Stadt Baguio (gesprochen: Bagio) ganzjährig ein ausgesprochen angenehmes Klima mit durchschnittlichen Tagestemperaturen von 20° Celsius und kühlen Nächten.
Wegen der landschaftlich reizvollen Lage in den Bergen und der subtropischen Vegetation hat sich Baguio zu einem Mekka des nationalen Tourismus entwickelt. Vor allem während der Sommermonate April und Mai, wenn die Manileño s unter Temperaturen von bis zu 40° Celsius stöhnen, zieht es an Wochenenden Zehntausende von Besuchern in die Gebirgsstadt. Hotels und Restaurants erhöhen dann ihre Preise, und es kann auch Schwierigkeiten mit der Wasserversorgung geben.
Baguio war lange Zeit eine unbedeutende Igorot-Siedlung. Erst 1846 wurde es zu einem wichtigen Stützpunkt der Spanier, die von hier aus Expeditionen ins Innere der Zentralkordillere unternahmen. Zu Beginn dieses Jahrhunderts bauten die Amerikaner die Stadt zu einem Erholungsort für ihre Kolonialbeamten und Soldaten aus. Zur gleichen Zeit setzten mit der Erschließung und industriellen Ausbeutung der Gold- und Kupferminen der Benguet-Provinz ein rascher wirtschaftlicher Aufschwung und die Entwicklung zur Großstadt ein.
Heute ist Baguio mit 200.000 Einwohnern nicht nur das ökonomische und touristische, sondern als Universitätsstadt auch das kulturelle Zentrum des Hochlands. Bekannt wurde die Stadt durch die vielen hier ansässigen Wunder- oder Geistheiler. Im Zentrum von Baguio, das der amerikanische Architekt Daniel H. Burnham nach dem Vorbild von Washington D. C. entwarf, sowie in den hügeligen Randgebieten mit aufgelockerten Villen- und Sommerhaussiedlungen reicher Filipinos fielen am 16. 7. 1990 durch ein Erdbeben zahlreiche Gebäude in sich zusammen. Rund 1.600 Menschenleben forderte diese Katastrophe, die in das Stadtbild klaffende Wunden geschlagen hat.
Manila - Intramuros
Der historische Kern von Metro Manila ist Intramuros. Feuersbrünste und Erdbeben hatte dieses dreieinhalb Jahrhunderte alte Zeugnis spanischer Baukunst im Fernen Osten leidlich überstanden, im Zweiten Weltkrieg versank Intramuros jedoch in Schutt und Asche. Nach dem Krieg dienten weite Teile der zerbombten Altstadt als Lagerplätze für den expandierenden Hafen oder verkamen zu trostlosen Slums.
Zwar ist die Restaurierung von Intramuros auch heute noch längst nicht veendet, doch zeitigt ein Sanierungsprogramm bereits deutliche Erfolge. Ein stilvolles Gefährt für die Besichtigung von Intramuros ist eine der Calesas genannten Pferdedroschken, die bei den Stadttoren auf Kundschaft warten. Oder man erschließt die Altstadt mit dem Rizal Park als Ausgangspunkt auf einem bequemen, etwa 3 bis 4 km langen Spaziergang zu Fuß.Man betritt die alte Stadtfestung durch die Puerta Real, das »Königstor« - so benannt, weil früher jeder spanische Generalgouverneur bei seinem Amtsantritt mit Hofstaat hier einritt, um die Stadt symbolisch im Namen des spanischen Königs in Besitz zu nehmen. In diesem historischen Gebäude ist auch ein kleines Museum enthalten.
Wenige Schritte nach der Puerta Real zweigt von der General Luna Street die Calle Muralla nach rechts ab. Folgt man nun dem inneren Umgang der »Stadt in den Mauern«, gelangt man vorbei an der Baluarte de San Andres, dem Revellin de Recolletos und der mit einem Dutzend verrosteter Kanonen bestückten Baluarte de Dilao, in der sich die Aurora-Gärten mit einer Orchideensammlung befinden, zur Puerta del Parián, einem weiteren der sieben Stadttore von Intramuros. Das Tor führte einst nach El Parián, das geschäftige Chinesenviertel des alten Manila. Zum Schutz des Hauptwalls ist auch hier ein Bollwerk vorgelagert, der Revellin del Parián. Von hier schweift der Blick über den ehemaligen Stadtgraben, heute ein gepflegtes Golfareal.
Die Visayas - Die Visayas sind eine Inselgruppe zwischen Luzón und Mindanao. Ihre größten Inseln sind Samar, Panay, Negros, Cebú und Leyte, bekannt als Landeplatz der amerikanischen Truppen im Jahre 1944. Samar und Leyte sind durch die längste Brücke des Landes, die San Juanico Bridge, miteinander verbunden.
Cebú City ist die zweitgrößte Stadt der Philippinen und ein Handelszentrum mit internationalem Hafen. Das dreieckige Fort San Pedro ist die älteste und kleinste spanische Fes tung des Landes. Südlich von Cebú City liegt die Stadt Carcar mit vielen erhalten gebliebenen Häusern, Gärten und Kirchen im kastilischen Stil.
Aus der spanischen Zeit stammende handgeschnitzte, lebensgroße Statuen von Jesus und seinen Aposteln können in der Abendmahlskapelle Chapel of the Last Supper bewundert werden.
1886 wurde auf der Mactan-Insel das Magellan-Denkmal errichtet. Datu Lapu-Lapu wird als erster Patriot der Philippinen verehrt, und man hat auch ihm hier ein Denkmal errichtet. Maribago ist Mittelpunkt des Gitarrenbaus der Region.
Die Insel Panay ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, es werden Gemüse, Kakao, Kaffee und tropische Früchte angebaut. Iloilo City ist mit dem Flugzeug erreichbar. Zu den Hauptanziehungspunkten gehören die Ferienzentren an den Stränden und die Miagao-Kirche aus dem 18. Jahrhundert, ein Beispiel barocker Kolonialarchitektur, deren Fassade Reliefs mit Kokospalmen und Papayabäumen zieren.
Die Insel Sicogon ist ideal für Sporttaucher, und ihre Berge und dichten Wälder laden zum Wandern ein. Boracay Island ist ein weiteres Inselparadies. Einst unter Weltenbummlern als »Geheimtipp« gehandelt, hat die der Nordwestspitze von Panay vorgelagerte kleine Insel Boracay in den vergangenen Jahrzehnten eine nahezu unkontrollierte Entwicklung zu einem der beliebtesten Badeziele von Südost-Asien durchlaufen.
Auf nur wenigen Quadratkilometern vereint das Eiland vieles von dem, was Europäer unter einem »exotischen Traum« verstehen: hellsandige Badestrände, an denen Kokospalmen Spalier stehen; die türkisschillernden Gewässer weitgeschwungener Buchten, in denen sich kleine Auslegerboote mit bunten Segeln tummeln; dichtbewachsene, üppig-grüne Hügel im Inselinnern; und über allem ein blauer Himmel mit zuverlässig strahlender Sonne.Reisende, meist Rucksacktouristen, die Boracay in den 60er Jahren besuchten, fanden dort nur eine Handvoll Fischerhütten vor, die zwar idyllisch unter Kokospalmen angelegt, doch eher ärmlich waren. Die Inselbewohner reagierten schnell auf die Nachfrage und bauten einfache, aber gemütliche Bungalowkolonien aus Bambus, Kokospalmen und anderen Naturmaterialien. Längst schon wurden die meisten dieser schlichten Ferienanlagen aus den Pioniertagen des Boracay-Tourismus von den soliden Steinbauten teils exklusiver Beach Resorts verdrängt. Mittlerweile gibt es auf Boracay über 200 Touristenunterkünfte aller Klassen für die jährlich bis zu 200.000 Übernachtungsgäste.
Vor allem an der Westküste des von Korallenbänken gesäumten Eilands, am knapp 4 km langen, feinsandigen White Beach zwischen den Dörfern Angol und Diniwid, reiht sich ein Beach Resort an das andere, schießen in den wenigen verbliebenen Lücken Restaurants, Surf- und Tauchschulen, Bars und Diskotheken wie Pilze aus dem Boden. Hier plärren Stereo-Anlagen ohrenbetäubend durch die lauen Tropennächte und übertönen - wenn die Stromversorgung vom »Festland« wieder einmal zusammengebrochen ist - knatternde Dieselgeneratoren das Meeresrauschen. Hierher gelangt man mit dem Flugzeug, das auf einem sandigen Landestreifen im nördlichen Zipfel von Panay landet, von wo es zuerst mit dem Jeepney weitergeht und dann mit dem Boot.
Der Strand der Insel mit seinem weißen Pulversand muss wohl einer der schönsten der Welt sein. Obwohl Boracay viel von seinem ursprünglichen Charme verloren hat und sich heute als ein Paradies mit Schattenseiten präsentiert, ist die Insel für viele Philippinen-Urlauber immer noch ein Highlight ihrer Reise.
Die Insel Bohol liegt zwischen Cebú und Mindanao und beherbergt eines der faszinierendsten Naturwunder der Philippinen: Hunderte von Kalksteinhügeln, einige davon 30 m hoch, sehen im Sommer wie übergroße Schokoladenhalbkugeln aus und werden auch »Chocolate Hills« genannt. Die glatten, runden Hügel sind mit dünnem Gras bewachsen, das im Sommer austrocknet und in der Sonne braun wird. Sie sind etwa 55 km von Tagbilaran City, der Hauptstadt der Insel, entfernt.
Bohol hat ebenfalls schöne Strände und Buchten zu bieten, die über ein gutes Straßennetz erreichbar sind. Die Baclayon-Kirche sollte man sich ansehen, sie wurde 1595 errichtet und soll die älteste Steinkirche der Philippinen sein.
Die Insel Palawan, westlich der Visayas gelegen zwischen der Sulu-See und dem Südchinesischem Meer, eignet sich hervorragend für Abenteuer- und Entdeckungsreisen. Hier gibt es noch ursprünglichen Regenwald. Das Meeresreservat bei Puerto Galera ist ein Taucherparadies. Die Insel ist auch für ihren unterirdischen St. Pauls River berühmt. |
| Shopping |
Einkaufstips
Barong Tagalog (handbestickte Herrenhemden aus feinem Jusi-Stoff) bis zu Tiffany-Lampen aus Capiz-Muscheln, Webarbeiten, Messingwaren von den südlichen Inseln, Holzschnitzereien, Flechtwaren und seltene Muscheln, Silberschmuck der Baguio-Region, Rattan-Möbel, Körbe, Grasmatten (Banig), antike Holzfiguren, mit dem traditionellen Callado bestickte Kleidungsstücke, Filipino-Kleider für Damen (aus Bananen- oder Ananasblattfasern), Zigarren und Abaca-Tischsets. Öffnungszeiten der Geschäfte: Unterschiedlich, im allgemeinen Mo-So 10.00-20.00 Uhr. Die meisten Kaufhäuser und Supermärkte sind auch sonntags geöffnet. |
| Sport |
Die meisten gehobenen Hotels verfügen über Tennisplätze. In fast allen Fremdenverkehrszentren gibt es auch gepflegte grüne Golfareale, die sich wie englische Parklandschaften präsentieren.
Tauchen
Ein großer Teil der ehemals farbenprächtigen und artenreichen philippinischen Korallenriffe wurde durch Dynamit- und Giftfischen teilweise oder ganz zerstört. Die besten Tauchreviere konzentrieren sich in der Verde Island Passage zwischen Luzon und Mindoro, in der Bohol Strait zwischen Cebu und Bohol, in der Camotes Sea zwischen Cebu, Bohol und Leyte, in der Tanon Strait zwischen Cebu und Negros, vor der Südspitze von Negros, in den küstennahen Gewässern von Nord-Palawan und in der Inselwelt der Calamian Group zwischen Palawan und Mindoro.
Die Riffe von Apo in der Mindoro Strait und Tubbataha in der Sulu Sea nehmen als Tauchplätze international Spitzenpositionen ein. Neben Korallengärten locken an manchen Küstenabschnitten Wracks von im Zweiten Weltkrieg versenkten Schiffen Taucher zu Unterwasserausflügen.
Tauchbasen & Spezialveranstalter
Viele Strandhotels besitzen eigene, gut ausgerüstete Tauchbasen, die Kurse für Tauchanfänger nach internationalen Prüfungsvorschriften anbieten, Tauchausrüstungen verleihen und Exkursionen für Fortgeschrittene zu beliebten Tauchgründen organisieren. Zudem gibt es Spezialveranstalter, die über eigene komfortable, komplett ausgerüstete Boote verfügen und auch entlegene Tauchziele, wie das Apo Reef oder das Tubbataha Reef, in ihren Programmen haben. Detaillierte Informationen über Tauchplätze, Tauchausrüster und -schulen, Veranstalter von Tauchexkursionen und Strandhotels, die Tauchkurse und -gänge bieten, erhält man beim philippinischen Fremdenverkehrsamt in Frankfurt.
Für einfache Wanderungen in flachem Terrain bieten sich hervorragende Möglichkeiten, denn die oftmals grandiosen Landschaften werden häufig von einem Netz kleiner Pfade und Fahrwege, auf denen aber vielfach nur sehr sporadisch auch Fahrzeuge verkehren, durchzogen. Ein besonders reizvolles Wandergebiet ist das zentrale Hochland von Nord-Luzon und hier wiederum die Gegend um Bontoc und Sagada sowie um Banaue.
Für Wanderungen in ursprünglichem tropischem Regenwald empfiehlt sich Nord-Palawan. Faszinierend sind auch geführte Wanderungen durch die labyrinthartigen Lahar-Schluchten an den Flanken des Vulkans Mount Pinatubo.
Bergsteigen
Nur wenige der philippinischen Gipfel erfordern eine besondere Bergerfahrung, durchweg alle jedoch ein Minimum an Vorbereitung und Organisation sowie vor allem eine gute körperliche Konstitution. Zwar erscheinen Höhen von 2.000 bis maximal knapp 3.000 m vergleichsweise niedrig, doch muss man bedenken, dass das Bergsteigen häufig auf Meeresniveau beginnt und dass alle Höhenmeter tatsächlich durchstiegen werden müssen.
Zu den landschaftlich reizvollsten Kletterzielen der Philippinen gehören die teils noch aktiven Vulkane Mount Apo auf Mindanao – mit 2.956 m der höchste Berg des Landes –, Mount Kanlaon auf Negros (2.465 m), Mount Mayon auf Süd-Luzon (2.462 m), Mount Banahaw auf Zentral-Luzon (2.177 m) und Mount Hibok-Hibok auf Camiguin (1.332 m) sowie Mount Pulog auf Nord-Luzon, mit 2.930 m der zweit-höchste Berg der Philippinen.
Tipps bei Vulkanbesteigungen
Bei Vulkanbesteigungen kann zu dichte Annäherung an Fumarolen (Erdspalten, aus denen heißer Wasserdampf und Gase ausströmen) lebensgefährlich sein. Schwierig gestaltet sich die Kletterei in jungem Eruptionsmaterial; hier kann ein plötzlicher Wolkenbruch auch Schlammströme auslösen. Die Schlacken in erkalteten Lavafeldern haben oft rasiermesserscharfe Kanten. Es empfiehlt sich, möglichst umfassende Informationen bei Einheimischen einzuholen und im Zweifelsfall nur mit einem geländekundigen Führer loszuziehen. |
© by Weltinfo.com
Nach oben
|
|
 |
|