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Flora und Fauna
Die Pflanzenwelt der Philippinen gilt mit rund 10 000 Arten von Bäumen, Sträuchern, Blumen und Farnen als eine der vielfältigsten der Welt. Trotz der großflächigen Rodungen jedes Hahr wird der Anteil der Wälder an der Gesamtfläche noch immer auf 30 bis 50% geschätzt. Ausgedehnte Mangroven bestimmen weite Gebiete an den Küsten der Inseln. Die Regenwälder, die besonders im Osten weit verbreitet waren, sind heutzutage bis auf geringe Reste abgeholzt. Ein vergleichsweise artenarmer Sekundärwald oder Grasland ist an ihre Stelle getreten.
In den zentralen und westlichen Inselregionen gibt es noch große Monsunwälder, die in höheren Lagen in Eichenmischwälder bzw. Nebelwälder übergehen. Besonderheiten der Tierwelt sind der Affenadler, dessen Kopfschmuck an eine Löwenmähne erinnert, die Riesenborkratte mit einer Körpergröße von fast 50 cm und der Mondoro-Büffel.
Hahnenkampf
Der traditionelle Hahnenkampf gehört zu den Philippinen wie der Stierkampf zu Spanien. Jede Stadt und jedes größere Dorf besitzt eine Hahnenkampfarena, wo der bei allen Bevölkerungsschichten beliebte Sport an Sonn- und Feiertagen stattfindet. Monatelang werden die Hähne, die oft einen Wert von vielen tausend Pesos haben, von ihren Besitzern (u.a. auch professionellen Züchtern) auf Kampfkraft und Aggression trainiert.
Bei diesen Veranstaltungen herrscht bereits am frühen Vormittag Hochbetrieb in den Cockpits. Diese sind für gewöhnlich halb offene, überdachte Holzkonstruktionen mit nach oben gestaffelten Sitz- und Stehplätzen, die um den Kampfplatz angeordnet sind. Wichtige Rolle bei jedem Hahnenkampf spielen der Kasador, eine Art Manager, der für den reibungslosen Ablauf der Veranstaltung verantwortlich ist, und der Mananari, unter dessen Aufsicht die Kämpfe zusammengestellt und die rasiermesserscharfen Stahlsporen ausgesucht werden. Während die beiden Besitzer ihre Hähne in der sandbestreuten Arena für den Kampf scharfmachen, tritt der Kristo auf den Plan. eine Art Buchmacher, der mit weit ausgestreckten Armen die Wetten entgegennimmt. Letzendlich wird die schützende Lederhülle von den Sporen entfernt wird und die meist prachtvoll gefiederten Kampfhähne prallen flatternd aufeinander. Der Kampf ist eröffnet.
Feste und Feiertage
Auf den überwiegend katholischen Philippinen stellen zahlreiche religiöse Feste die Höhepunkte des Jahres dar. An großen kirchlichen Feiertagen, aber auch Ehren lokaler Schutzpatrone feiern Städte und Dörfer große und auch kostspielige Feste mit oftmals farbenprächtigen Umzügen. Vielfach haben diese Fiestas einen janusköpfigen Charakter und präsentieren sich als eine bizarre Mischung aus Kirche und Karneval: Heilige Messen und Prozessionen stehen zwar meist im Mittelpunkt, werden jedoch häufig von Kirmes- und Jahrmarkttrubel überlagert.
Beinahe jede Familie bereitet ein Festmahl, zu dem Besucher aus anderen Orten oder auch anderen Ländern gewöhnlich ebenso eingeladen sind wie gute Freunde und enge Verwandte. Höhepunkte vieler Festlichkeiten stellen Schönheitswettbewerbe dar, bei denen die Schönheitsköniginnen meist durch den Verkauf von Stimmzetteln ermittelt werden. Der Mai ist traditionell der Monat der Volksfeste, doch findet praktisch in jeder Woche des Jahres irgendwo auf den Philippinen eine "Barrio Fiesta" oder "Town Fiesta" statt. |