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Philippinen
Umgangsformen, Trinkgelder

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Umgangsformen Toleranz

In vielen asiatischen Ländern, besonders in Thailand, stolpern Europäer gerne von einem Fettnäpfchen ins nächste; und grade auch Thailänder reagieren manchmal extrem empfindlich. Filipinos dagegen sind deutlich entspannter und tragen Dir die meisten kleinen "Sünden" nicht nach. Es gibt jedoch ein paar wenige Ausnahmen von dieser Regel. Die wichtigste: man sollte sich in allen Situationen immer so verhalten, dass dem Gegenüber ein Gesichtverlust erspart bleibt.

"Hey Joe"

Alle westlich aussehenden Ausländer heißen "Joe". Und "Hey, Joe", rufen einem alle möglichen Leute nach. Oder auch "Americano". Das ist immer freundlich gemeint, man kann das nach Laune entweder schlicht ignorieren oder grüßt, besser, nach Landessitte, mit einem kurzen Hochziehen der Augenbrauen oder einem freundlichen Lächeln oder Winken zurück. Dagegen sollte man sich die Mühe sparen, dauernd aller Welt erklären zu wollen, man sei weder Amerikaner und heiße auch nicht Joe. Daran erkennt man geradezu die "Neulinge".

Winken

Wenn man jemand mit der Hand "heranwinken" will, dann stets mit der Handfläche nach unten, nicht wie in Europa mit der Handfläche nach oben! Das wäre sonst sehr unhöflich bis beleidigend!

Vermeiden Sie Kritik und Vergleiche

Vermeiden Sie generell jede Kritik am Land und seiner Regierung, Filipinos sind da extrem übersensibel. Selbst nach unseren Maßstäben völlig harmlose Vergleiche halten sie nicht aus.

Immer locker bleiben

Den schlimmsten Gesichtsverlust erleidet man selber, wenn man sich über irgendwelche Kleinigkeiten nach typisch deutscher Art aufregt: wer rumschreit, hat verloren und wird nicht mehr für voll genommen. Auch für die typisch deutsche Nörgelei und Drängelei hat man hierzulande kein Verständnis und wird Sie dann allerhöchstens erst mal "auflaufen" lassen. Berechtigte Kritik sachlich vorbringen und freundlich um Abhilfe bitten dagegen führt am schnellsten und sichersten zum gewünschten Erfolg.

Filipino Time

Selbst "offizielle" Veranstaltungen fangen hier so gut wie nie pünktlich an. Das gilt erst recht für private Verabredungen. Wenn man auf die angegebene Zeit eine Stunde addiert, liegt man fast immer richtig. Ansonsten haben Filipinos kein "Zeitbewusstsein". "Eilig" hat es hier nie irgend jemand mit irgend etwas. Im Zweifel fragen Sie einfach, ob er "Filipino Time" oder "Exact Western Time" meint.

Wachpersonal und Durchsuchungen

Wenn man die Situation nicht kennt, kann einem als Europäer Angst und Bange werden: nicht nur vor Banken, nein, auch vor Apotheken, Supermärkten, McDonalds, an Tankstellen und ähnlich "sicherheitskritischen" Einrichtungen stehen uniformierte Wachleute, mit offenem Colt am Gürtel, oder gar einer fetten Pump-Gun in der Hand. Meist zwei oder drei, und wer sich auskennt, wird in der Bank zwischen den Kunden auch noch die nicht uniformierten Wachen entdecken.

Keine Panik !

Wenn man die Leute nicht provoziert, sind die wirklich alle sehr freundlich und hilfsbereit, trotz ihres martialischen Aussehens und Auftretens. In vielen größeren Läden, Banken etc. ist es normal, dass:
jegliches mitgeführte Gepäck (oberflächlich) durchsucht wird oder 
jegliches mitgeführte Gepäck für die Dauer des Einkaufs bei den Wachleuten deponiert werden muss 
Jede Diskussion darüber ist meist sinnlos, überflüssig und schädlich.
Schließen Sie bitte nicht aus der Zahl von Wachleuten auf die Sicherheitslage: die ist außerhalb Manilas wirklich nicht schlechter als in irgend einer deutschen Stadt. Mit der Besatzung eines philippinischen Supermarktes würde man in Deutschland vermutlich 10 Märkte gleicher Größe betreiben; die Unzahl von Wachleuten ist Ausdruck der Tatsache, dass sich hier noch kaum einer wirklich Gedanken um effektiven Personaleinsatz macht.  

Kleidung

Die Philippinen sind erfreulich unkompliziert. Mit Jeans und T-Shirt ist man fast stets korrekt gekleidet. Zu "offiziellen" Anlässen ersetzt man das T-Shirt durch ein Hemd oder Polohemd; Krawatte wird so gut wie nie erwartet und auch nur selten getragen. Wer, wie eine bestimmte Kategorie Rucksackreisender, schmutzig oder abgerissen daherkommt, verliert allerdings jegliches Gesicht. Kirchen und Behörden sollte man nicht in Strandkleidung (keine Shorts und Gummisandalen) besuchen. Nacktbaden und "oben ohne" bei Frauen sind absolut tabu - lasst es bleiben, wenn ihr nicht echte Probleme herausfordern wollt. Die meisten Filipinas tragen auch heute noch keine Bikinis, sondern gehen im T-Shirt baden, was übrigens auch hervorragend vor Sonnenbrand schützt.
Trinkgelder Trinkgeld ist häufig im Rechnungsbetrag enthalten. Sonst sind 10 Prozent üblich.
Gepäckbeförderung - es gibt überall reichlich Träger, angemessen sind ca 5 Pesos pro Gepäckstück.

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