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Philippinen
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Die Philippinen liegen vor der südostasiatischen Küste zwischen Taiwan und Borneo im Pazifik. Sie bestehen aus 7107 Inseln, wovon aber nur 2773 einen Namen haben. Nur etwa 900 sind bewohnt und rund 500 Inseln sind größer als 1 qkm. Die beiden größten Inseln, Luzón im Norden und Mindanao im Süden, machen 65% der Landmasse aus. Hier leben auch 60% der Bevölkerung. Zwischen Luzón und Mindanao liegt die Inselgruppe der Visayas.
Die Philippinen werdenalso in drei Regionen unterteilt: 
der Norden mit der Hauptinsel LUZON, die Zentralphilippinen - „VISAYAS Region“ - mit der Hauptinsel Cebu und der Süden mit der Hauptinsel MINDANAO.

Luzón

Luzón ist die größte und nördlichste der Hauptinseln. Die Landschaft setzt sich aus Bergregionen im Norden, einer Ebene im Inneren, den Seen und Vulkanen der nördlichen Halbinsel und der Küste mit ihren Buchten und Sandbänken zusammen.

Manila liegt an der Ostküste und ist die Hauptstadt und der Knotenpunkt der Nation. Intramuros, die Altstadt, war früher ganz von einer massiven Stadtmauer umgeben, die trotz der schweren Kämpfe des 2. Weltkrieges heute noch teilweise erhalten ist. Sehenswert sind die San Agustin-Kirche, der amerikanische Friedhof, Coconut Palace und die Manila-Kathedrale, von der aus man einen Rundblick über den 2000 qkm großen Hafen und die Ruinen des Fort Santiago genießen kann. Chinatown, das chinesische Viertel, liegt außerhalb der Stadtmauern im Bezirk Binondo. Im Luneta (oder Rizal-) Park steht das Rizal-Denkmal. Die Stadt hat diverse Museen, in denen man einen Einblick in die Geschichte, Kultur, Anthropologie, Kunst und andere Aspekte des Landes bekommt.

Las Pinas liegt etwas außerhalb der Stadt, hier steht die berühmte Bambusorgel, und man kann kostenlos die Sarao Jeepney-Fabrik besichtigen. Nach einer Stunde Fahrzeit durch Kokosplantagen erreicht man die Tagaytay-Brücke in Cavite mit herrlichem Blick auf den See mit dem Taal-Vulkan, der wiederum einen Kratersee enthält.

Die Provinz Laguna in der Nähe von Manila ist für ihre heißen Schwefelquellen bekannt. Hier liegen die Kurbäder Pansol, Los Baños und Cuyab. Die Mineralwasserquellen liegen im Hidden Valley im 90 m tiefen Krater von Alaminos versteckt. Die Temperaturen der Quellen variieren von heiß bis kalt, und lauschige Wege durch das Tal führen zu einer Schlucht mit einem Wasserfall. Die 800 ha große Kokosnuß-Plantage Villa Escudero, ca 2 Stunden von Manila entfernt, ist noch in Betrieb und ermöglicht Einblick in einen Aspekt der Landwirtschaft. Besucher können auf einem von Carabaos (Wasserbüffeln) gezogenen Wagen durch das Dorf fahren.

Per Tragflächenboot gelangt man bei einem Tagesausfluf man von Manila zur Corregidor-Insel. Das berühmte Mahnmal »The Rock« erinnert an die japanische Invasion. Ein weiterer Tagesausflug führt nach Pagsanjan, etwa 63 km südöstlich von Manila, der Fahrten im Einbaum auf dem Dschungelfluß zu den Pagsanjan-Wasserfällen mit einschließt. Baguio, 1525m über dem Meer gelegen, liegt 250 km nördlich von Manila. Erreichbar ist Baguio sowohl per Flugzeug als auch auf dem Landweg, der eine weitaus spektakulärer bietet. Zu den Hauptattraktionen gehören The Mansion (die Sommerresidenz des philippinischen Präsidenten), die Glockenkirche (eine Ansammlung verschiedener Tempel), die Kathedrale von Baguio, die man über hundert Stufen erreicht und die Kristallhöhle, die einst Grabstätte war. Vier Stunden nördlich mit dem Bus entfernt liegt Banaue.. Besucher können dort die Siedlungen der hier ansässigen Bergbewohner besichtigen. Besonders die Reisterrassen sehenswert.

Die Hundred Islands, 400 von feinem Sandstrand und Korallengärten umgebenen Inselchen, liegen an der Küste von Pangasinan und sind herrlich zum Schwimmen und Tauchen geeignet. Hundred Islands ist das zweitgrößte Wasserschutzgebiet der Welt und beheimatet 2000 verschiedene Arten von Meerestieren. Besonders sehenswert sind die Höhlen und Kuppeln der Marcos-Insel und die Devils Kitchen (»Teufelsküche«).

In der Bicol-Region im Südosten gibt es Strände, Hotels und Sehenswürdigkeiten wie den Mayon-Vulkan, ein fast vollkommener Zuckerhut, die Thermalquellen der Tiwi Hotsprings, den Naglambong Boiling Lake (»kochender See«) und das Feriendorf Kalaynkay.
Der Süden

Die mit knapp 10 000 km² siebtgrößte Insel des Archipels gehört zu den am wenigsten erschlossenen Gebieten der Philippinen. Mindoro wird durch eine in Nord-Süd-Richtung verlaufende Gebirgskette (höchste Erhebungen Mt. Halcon, und Mt. Baco) in die Provinzen Mindoro Occidental und Mindoro Oriental geteilt. Die Bewohner, meist Zuwanderer aus den Ilocos-Provinzen und den Visayas, konzentrieren sich in den fruchtbaren Küstenebenen. In den schwer zugänglichen Bergdschungeln des Binnenlands leben zurückgezogen die verschiedenen Gruppen der Mangyan.

Bereits im 10. Jahrhundert bestanden rege Handelsbeziehungen zwischen chinesischen Kaufleuten und den Eingeborenen von Mai, wie die Chinesen Mindoro nannten. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts gehörte die Insel zum Herrschaftsbereich von aus Borneo eingewanderten Moslems. Die Spanier erreichten Mindoro 1570 und bauten den geschützten Naturhafen von Puerto Galera zu einem wichtigen Stützpunkt ihres Manila-Acapulco-Handels aus. Die islamischen Hochburgen an der Westküste jedoch konnten sie lange Zeit nicht unter ihre Kontrolle bringen. Ökonomisch gehört Mindoro heute zu den Stiefkindern der philippinischen Entwicklung. Die Inselbewohner leben vorwiegend als Bauern und Fischer, weitere bedeutende Wirtschaftszweige sind Rinderzucht, Forstwirtschaft und Bergbau. Bis auf den bekannten Badeort Puerto Galera ist das Gebiet kaum touristisch besiedelt.
Das Straßennetz Mindoros ist völlig unzureichend. Die beste verkehrsmäßige Erschließung weist die Ostprovinz auf, den Westteil dagegen kann man in der Regenzeit praktisch nur per Boot bereisen. 

Puerto Galera, die frühere Inselhauptstadt ist wegen der Strände und Tauchreviere in Ortsnähe, nicht zuletzt aber auch wegen der leichten Erreichbarkeit ab Manila die touristische Hauptattraktion Mindoros. Puerto Galera hat seit Mitte der 70er Jahre eine hektische Entwicklung vom beschaulichen Fischerdorf zu einem der beliebtesten Reiseziele des Landes durchlaufen. In der Umgebung des Städtchens wurde ein Strand nach dem anderen mit relativ geringem Aufwand für den Tourismus erschlossen.

Man kann Puerto Galeras Strände und Buchten grob in zwei Kategorien unterteilen: Auf der Halbinsel östlich des Orts befinden sich La Laguna, Small La Laguna und Sabang Beach (dichte Bebauung mit Touristenunterkünften, Restaurants und Diskotheken, teils sehr schmaler Badestrand, wenig Bewegungsfreiheit). Etwa 6-10 km weiter westlich dehnen sich White-, Tamaraw-, Paradise-, Talipanan-, Talisay-, Mountain- und White Sand Beach aus (aufgelockerte, kleine Feriensiedlungen aus Nipahütten, weitläufige Badestrände). Balete- und Hundora Beach innerhalb der Ortsgrenzen sind uninteressant.

Tauch- und Schnorchelmöglichkeiten: Korallenriff vor La Laguna Beach, Halcon Reef östlich von Paniquian Island und Hibo Reef. Sehenswert in Puerto Galera selbst ist das kleine Excavation Museum neben der Kirche.

Ausflüge in die nähere Umgebung: Tamaraw Falls (kleiner Wasserfall am Fuße des Mt. Malisimbo mit natürlichem Bassin, Bademöglichkeit). Leuchtturm auf der Halbinsel östlich von Puerto Galera. 

Mindoro Occidental
San Jose, die an der Südwestspitze Mindoros gelegene größte und wirtschaftlich bedeutendste Stadt der Insel, dient Besuchern hauptsächlich als Ausgangsort für Tauchexkursionen zum Apo Reef oder für Expeditionen in das Tamaraw-Wildschutzgebiet am Mt. Iglit. Schönster Badestrand in Örtsnähe ist der Aroma Beach. Lohnende Ausflugsziele stellen die beiden südlich gelegenen Inseln Ilin und Ambulong dar, (auch wenn die vorgelagerten Korallenriffe durch Dynamit-Fischerei schon arg geschädigt wurden). Die Überlandfahrt entlang der Westküste von San Jose nach Sablayan und weiter nach Mamburao ist nur während der Trockenperiode möglich, dann aber wegen wechselnder Landschaftseindrücke und spannender Flußdurchfahrten ein echtes Erlebnis.

Mamburao, die Hauptstadt des sehr dünn besiedelten, touristisch noch weitgehend unerschlossenen Westmindoro, erinnert in seinem Örtsbild an die Pionierzeit der frühen 30er Jahre. Von hier aus führt eine Straße nach Abra de Ilog und Wawa, von wo aus Bootsverbindungen nach Puerto Galera, Batangas (Luzon) sowie zu den Lubang-Inseln bestehen.

Lubang Islands

Die der Nordwest- küste Mindoros vorgelagerte Inselgruppe (Lubang-, Ambil-, Cabra- und Golo-Island) gehört verwaltungsmäßig zu Mindoro Occidental. Schlagzeilen machte die Lubang-Insel, als man 1974, fast drei Jahrzehnte nach Ende des Zweiten Weltkriegs, in den schwer zugänglichen Bergdschungeln des Eilands Leutnant Hiroo Önoda fand, einen versprengten Soldaten der kaiserlich-japanischen Armee.
Die Visayas

Die Visayas sind eine Inselgruppe zwischen Luzón und Mindanao. Ihre größten Inseln sind Samar, Panay, Negros, Cebú und Leyte, bekannt als Landeplatz der amerikanischen Truppen im Jahre 1944. Samar und Leyte sind durch die längste Brücke des Landes, die San Juanico Bridge, miteinander verbunden. Cebú ist die am dichtesten besiedelte Insel. Cebú City ist die zweitgrößte Stadt der Philippinen und ein Handelszentrum mit internationalem Hafen.

Südlich von Cebú City liegt die Stadt Carcar mit vielen erhalten gebliebenen Häusern, Gärten und Kirchen im kastilischen Stil. Aus der spanischen Zeit stammende handgeschnitzte, lebensgroße Statuen von Jesus und seinen Aposteln können in der Abendmahlskapelle Chapel of the Last Supper bewundert werden. 1886 wurde auf der Mactan-Insel das Magellan-Denkmal errichtet. Datu Lapu-Lapu wird als erster Patriot der Philippinen verehrt und ihm zu Ehren wurde hier ein Denkmal errichtet. Maribago ist Mittelpunkt des Gitarrenbaus der Region. Außer geschichtlich interessanten Stätten gibt es hier gut besuchte Hotels, Strandklubs und Ferienzentren.

Die Insel Panay ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, es werden Gemüse, Kakao, Kaffee und tropische Früchte angebaut.

Zu den Hauptanziehungspunkten gehören die Ferienzentren an den Stränden und die Miagao-Kirche aus dem 18. Jahrhundert, ein Beispiel barocker Kolonialarchitektur, deren Fassade Reliefs mit Kokospalmen und Papayabäumen zieren. Die Insel Sicogon ist ideal für Sporttaucher, und aufgrund ihrer Berge und dichten Wälder auch ideal zum Wandern geeignet. Boracay Island ist ein weiteres Inselparadies. Hierher gelangt man mit dem Flugzeug, das auf einem sandigen Landestreifen im nördlichen Zipfel von Panay landet. Weiter gehtss zuerst mit dem Jeep und dann mit dem Boot. Der Strand der Insel mit seinem weißen Pulversand muss wohl einer der schönsten der Welt sein.

Die Insel Bohol liegt zwischen Cebú und Mindanao und beherbergt eines der faszinierendsten Naturwunder der Philippinen: Hunderte von Kalksteinhügeln, einige davon 30 m hoch, sehen im Sommer wie übergroße Schokoladenhalbkugeln aus und werden auch »Chocolate Hills« genannt. Die glatten, runden Hügel sind mit dünnem Gras bewachsen, das im Sommer austrocknet und in der Sonne braun wird. Sie sind etwa 55 km von Tagbilaran City, der Hauptstadt der Insel, entfernt. Bohol hat ebenfalls schöne Strände und Buchten zu bieten, die über ein gutes Straßennetz erreichbar sind.

Die Baclayon-Kirche sollte man sich ansehen, sie wurde 1595 errichtet und soll die älteste Steinkirche der Philippinen sein. Die Insel erreicht man per Flugzeug (ca. 25 Minuten) oder mit der Fähre.

Die Insel Palawan, westlich der Visayas gelegen zwischen der Sulu-See und dem Südchinesischem Meer, eignet sich hervorragend für Abenteuer- und Entdeckungsreisen. Hier gibt es noch ursprünglichen Regenwald. Das Meeresreservat bei Puerto Galera ist ein Taucherparadies. Die Insel ist auch für ihren unterirdischen St. Pauls River berühmt.

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