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Die Provinz Río Negro liegt am Zusammenfluss des Río Negro mit dem Río Uruguay. Die kleine Region zwischen dem Río Uruguay und dem Río Negro heißt Fray Bentos. Sie blieb unbesiedelt bis Mitte des 19. Jahrhunderts. Einer der Pioniere in dieser Gegend war französische Baske José Hargain, der sich mit seiner Frau und seinen Töchtern hier niederließ. Fray Bentos, die Hauptstadt der Provinz, wurde 1853 unter dem Namen Villa Independencia gegründet. Der heutige Name der Stadt bezieht sich auf einen vermeintlichen Mönch (fraile -> fray), der in der Barranca de Caracoles (Schneckenschlucht) gelebt hat bevor Villa Independencia gegründet wurde.
In Fray Bentos befindet sich einer der wichtigsten Häfen des Río Uruguay, durch den sich die Gegend in der Mitte des 19. Jahrhunderts stark entwickelte. Der Hafen entwickelte sich mit der Zeit zum Ausgangshafen der gesamten Dörrfleischproduktion der Region. Durch Vergrößerung des Hafens konnten später auch Schiffe mit großem Tiefgang passieren und ermöglichten so die Verschiffung des Dörrfleisch in die ganze Welt. 1963 wurden Silos gebaut um die regionale Getreideproduktion verschiffen zu können.

Eine weitere Sehenswürdigkeit der Region ist die internationale Brücke "Libertador General José de San Martín" von Fray Bentos nach Puerto Unzué, die am 18. September 1976 eröffnet wurde. Kurz nach ihrer Erbauung wurde die Brücke schon zur wichtigsten Verbindung für die Kommunikation, den Transport von Rohstoffen und den Handel zwischen Argentinien und Uruguay.

Eine sehr schöne Attraktion ist das Museum, welches dem lokalen Maler Luis Solari gewidmet und 1989 eröffnet wurde. Auch ein schöner Treffpunkt der Stadtbewohner ist el Teatro Miguel Young, das eine Huldigung an einen der Gründer der Stadt ist. Eine wichtige Stadt in der Provinz ist Young, die 1910 als Eisenbahnstation gegründet wurde und 1920 Stadtrecht erhielt. Das Dorf entwickelte sich mit den Bewohnern, die aus Deutschland und Russland kamen und neue Methoden für die Landwirtschaft mit sich brachten. In den letzten Jahren hat sich eine vielversprechende Zukunft für die Region durch Aufforstung entwickelt. In Río Negro befindet sich das größte Waldgebiet des Landes mit mehr als 60.000 ha. Hauptsächlich handelt es sich um Eukalyptusbäume, die in der Nähe des Hafens wachsen, von wo aus das Holz nach Europa verschifft wird. |