param name="BGColor" value="#0ECA8E>


                              Europa | Asien | Amerika | Afrika | Australien      



   Reisen | Service | Kontakt | Home 

 

Russland
Die Taiga

Diesen Artikel empfehlenDruckversion

Die Herkunft des Namens "Taiga" ist nicht genau geklärt. In der Literatur findet man mehrere Bedeutungen. Zum einen wird gesagt, dass "Taiga" jakutisch sei und "Wald" bedeute. Auf der anderen Seite soll der Name ursprünglich soviel wie "Felsengebirge" bedeuten. Mittlerweile hat das Wort "Taiga" den russischen Sprachraum überschritten. Heute werden damit die "borealen Wälder" beschrieben, jener Waldgürtel im hohen Norden der Erde, der sich rund um den Pol der Nordhemisphäre zieht und nur von den Ozeanen unterbrochen wird.

Geografie:

Der boreale Wald, (boreal = "Gott des kalten Nordwindes") so die geografische Bezeichnung der Taiga, zieht sich von Skandinavien über Russland und Sibirien bis nach Nordamerika. Die Taiga ist das größte zusammenhängende Nadelwaldgebiet der Erde. Der Name bezieht sich also nicht nur auf die russischen Gebiete. Die Taiga hat von Nord nach Süd eine Ausdehnung von mindestens 700 bis 2000 Kilometern. Die West-Ost-Ausdehnung ist sie noch imposanter: insgesamt ein über 13.000 Kilometer breiter Waldgürtel. Das Klima gibt die Begrenzungen vor. Dort, wo im Jahr mindestens dreißig Tage lang mittlere Tagestemperaturen von +10 Grad Celsius vorherrschen, ist ihre nördliche Grenze. Noch weiter nördlich folgt die baumlose Tundra. Im Süden geht die Taiga in die regenreicheren Regionen über, in die Laubmischwälder der gemäßigten Klimazone; in Europa also etwa auf der Linie Stockholm, Helsinki und St. Petersburg. In Nordamerika und Asien grenzt die Taiga im Süden an Steppengebiete.

Klima:

Die boreale Zone beginnt dort, wo das Klima für die Ausbildung von Laubwälder zu ungünstig wird. Die kalte Jahreszeit dauert  hier länger als sechs Monate. Im Norden steigen die mittleren Tagestemperaturen gerade einen Monat im Jahr auf über +10 Grad Celsius. Ansonsten herrschen im Durchschnitt Temperaturen um +5 Grad Celsius, und das selbst im Süden der Taiga. Die Winter können extrem sein, im Winter wurden bei Werchojansk in Ostsibirien inmitten einer bewaldeten Region fast -70 Grad Celsius gemessen. Auch das Dörfchen Ojmjakon kann mit Rekorden aufwarten. Es gibt wohl keinen anderen Ort auf der Erde, der im Verlauf eines Jahres größere Temperaturschwankungen aufzuweisen hat - bis zu 110 Grad Celsius wurden hier schon gemessen. Im Winter fallen auch hier die Temperaturen auf etwa -70 Grad Celsius, im Sommer herrschen zuweilen 39 Grad im Schatten. Je weiter man sich von den Küsten entfernt, desto geringer die Niederschläge und desto extremer die Temperaturen.

Flora:

Nachvollziehbar, dass bei solch harten Lebensbedingungen auch nur die wiederstandsfähigsten Wesen überleben können. Laubbäume haben hier keine oder allenfalls im Süden eine geringe Chance. Der boreale Nadelwald besteht vorwiegend aus Fichten, Kiefern, Lärchen und Tannen. Nadelbäume haben den Vorteil, dass sie besser an die Kälte angepasst sind. Auf Grund der langen Winter sind die Wachstumsperioden sehr kurz, manchmal nur zwei Monate im Jahr. Die Taiga ist auch sehr empfindlich, hier wachsen die Bäume sehr viel langsamer heran. Eingriffe wie Abholzung haben also langfristige Folgen. Außerdem werden die Bäume längst nicht so dicht und hoch wie in klimatisch günstigeren Regionen.

Fauna:

Bei den Tieren sieht es schon anders aus. Der König der Taiga ist der Amur-Tiger, die größte Katze der Welt. Er lebt nur noch in den Wäldern des Amur-Gebietes nördlich von Wladiwostok, an der Grenze zu China. Seine Lieblingsspeise sind eigentlich Wildschweine, doch da diese auch von Menschen gejagt werden, werden die Wildschweine als Beute immer seltener. So frisst der Tiger inzwischen vor allem Rot- und Sikahirsche. Aufgrund von Wilderei ist der Armur-Tiger vom Aussterben bedroht. Für das Fell eines Amur-Tigers werden riesige Summen bezahlt.
Etwas besser geht es den Bären, Braunbären, Schwarzbären und Kragenbären leben in der Taiga. Doch auch bei ihnen gilt: ihr Lebensraum ist bedroht und auch sie werden gejagt. In der Taiga lebt auch der Elch, der bestens an die Verhältnisse dort angepasst ist. Er kann gut schwimmen und zupft mit seinen langen Lippen Pflanzen unter Wasser ab. Weitere Räuber sind der Sibirische Wolf und der Luchs.
Natürlich trifft man in der Taiga auch auf kleinere Räuber: Füchse, Hermelin und Zobel; in Sibirien und in Nordamerika auch den Nerz; Polarhasen; Wildschweine und Dachse. In den Bäumen leben der Vielfrass, ebenso das Streifenhörnchen und das gewöhnliche Gleithörnchen. Ein an die harten Temperaturen angepasster Vogel der Taiga ist der Dreizehenspecht.
Die Plagegeister des Nordens sind Winzlinge, die Mücken, die in den feuchten Sumpfgebieten massenhaft gedeihen.

Völker der Taiga:

Es gibt zahlreiche kleine, so genannte eingeborene Völker, die zum Teil seit Hunderten von Jahren im Einklang mit der rauen Natur der nördlichen Wälder leben. Dies sind beispielsweise die Chanten und Mansen in den Sumpf- und Waldlandgebieten Westsibiriens oder die Waldnenzen, auch in der Taiga Westsibiriens beheimatet, und die Ewenken in Zentralsibirien. In Kanada, östlich der Rocky Mountains, leben so genannte First Nations von und in den Wäldern. In der europäischen Taiga, in Norwegen, Schweden, Finnland und auf der russischen Halbinsel Kola, gehören die Saami zu den Ureinwohnern. Und im äußersten Nordosten Europas, westlich des Urals, ist die Heimat der Komi. Es leben außerdem viele Kriegs- und Strafgefangene im und vom Wald der Taiga.


©  by Weltinfo.com

Nach oben

 

 

Suchen

 

 

Buchen Sie hier Ihre
Reise z.B.

  - Balearen 
  - Spanien 
  - Portugal 
  - Italien
  - Griechenland
  - Türkei
  - Tunesien
  - Kroatien 
  - weitere Ziele

Beratung


Unsere Reiseberater stehen Ihnen zur Verfügung unter:

Tel 040 67106990
Fax 040 69458880
reisen@weltinfo.com

Zu den üblichen Bürozeiten 
Mo. - Fr.
Ihr Weltinfo-Team