Costa Rica
| Geschichte
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18.09.1502 "Entdeckung" Costa Ricas: Kolumbus landet auf seiner 4. Reise an der Atlantikküste bei Cahuita (Limón); wegen irrtümlich hier vermuteter reicher Goldvorkommen Benennung als "costa rica" ("reiche Küste")
1506-1524 Ausgehend von Panama erste Ansätze zur Kolonisierung
ca. 1550 Kolonialverwaltung: Costa Rica bildet gemeinsam mit Nicaragua eine der beiden "Diputaciones" innerhalb des General-Kapitanats Guatemala
1564 Gründung der ersten Hauptstadt Cartago
1640-1820 Piraterie in der Karibik zwingt zur Verlagerung der Handelsbeziehungen und Wirtschaftsaktivitäten an die Pazifikküste und bringt den Europahandel (Tabak, Balsamöl, Häute) zum Erliegen
1815-1820 "Goldrausch" in den Montes de Aguacate liefert die Startkapitalbildung für den Kaffeeanbau.
15.09.1821 Unabhängigkeitserklärung Zentralamerikas von Spanien, für kurze Zeit (bis 1823) Anschluss an das Kaiserreich Mexiko; in Costa Rica selbst Junta-Regierung (Triumvirat bis 1823).
04.03.1824 Beitritt zur neugegründeten Zentralamerikanischen Bundesrepublik.
22.11.1824 Verkündung der zentralamerikanischen Bundesverfassung
25.01.1825 Staatsgrundgesetz von Costa Rica
1825 Nach Durchführung einer Volksabstimmung in Guanacaste (1824) wird die Einbeziehung der Region in das costaricanische Staatsgebiet durch das zentralamerikanische Bundesparlament bestätigt
1836 Sieg San Josés im Krieg der 3-Städte-Liga; Guanacaste-Krieg nach Invasion durch Nicaragua; nach schweren Kämpfen Durchsetzung des costaricanischen Gebietsanspruchs
1838 Costa Rica erklärt den Austritt aus der zentralamerikanischen Föderation
1838-1842 Diktatur Braulio Carrillos in Gegnerschaft zur "Liga von Cartago"
1840 Zerfall des zentralamerikanischen Bundesstaates infolge der Niederlage Präsident Morazans gegen den Herausforderer Carrera. Ausweitung des Kaffeeanbaus unter Beteiligung britischen Kapitals
1844 Erste republikanische Verfassung Costa Ricas
30.08.1848 Endgültige staatliche Unabhängigkeit
1849-1870 Innenpolitische Vorherrschaft der wirtschaftsliberalen "Kaffee-Oligarchie".
1855-1857 "Freibeuter"-Invasion Mittelamerikas unter Führung des Amerikaners William Walker; 1856 Sieg der vereinigten Armeen Costa Ricas und Nicaraguas über die Invasoren in Rivas (Nicaragua)
1871 Liberale verfassungsrechtliche Neuordnung (6. Verfassung)
1872-1882 "Aufgeklärte Diktatur" unter Einfluss von General Tomás Guardia
1886 -1890 Liberale Reformen unter der Präsidentschaft Bernardo Soto
1889 Etablierung der demokratischen Tradition: Erste ordnungsgemäße und unangefochtene Amtsübertragung nach einem Sieg der Opposition
27.01.1917 Putsch des Verteidigungsministers Federico Tinoco G. (bis 12.08.1919) - letzter Staatsstreich in der Geschichte Costa Ricas
1930-1942 Sozialpolitische und arbeitsrechtliche Neuerungen; Periode der politischen Vorherrschaft der Republikanischen bzw. Republikanisch-Nationalen Parteigruppe.
1940 Vertragliche Grenzregelung mit Panama nach diplomatischem Druck der USA
1946-1948 Wahlfälschungen der Regierung Calderón/Picado lösen Bürgerkrieg (1948) aus; Sieg der Opposition (Sozialdemokratische Partei PLN)
08.05.1949 Proklamation der 2. Republik; Verkündung einer neuen Verfassung, Abschaffung des Militärs; Präsident José ("Pepe") Figueres
23.09.1963 Beitritt zum zentralamerikanischen Gemeinsamen Markt (MCCA)
1977 Neufassung der Indianerschutz-Gesetzgebung
1977-1979 Grenzzwischenfälle mit Nicaragua führen zum Abbruch der diplomatischen Beziehungen zur Somoza-Regierung; Unterstützung der sandinistischen Revolution durch Costa Rica
1980-1981 Wirtschaftlicher Einbruch und hochinflationäre Entwicklung im Gefolge der 2. Erdölkrise, Anhaltende soziale Spannungen und umfassende Streiks
1982-1983 Angesichts der Verschärfung der Bürgerkriege in Zentralamerika verkündet Präsident Luis Alberto Monge die dauernde Neutralität des Landes
1983-84 Bananenkrise (Ernteverluste durch Dauerstreiks) führen zu einer restriktiven Politik der sozialdemokratischen Regierung gegenüber den Gewerkschaften: Solidarismo-Gesetz; Aufgabe der Bananenplantagen am Pazifik durch die multinationalen Fruchtkonzerne
1986/87 Friedensinitiative von Präsident Oscar Arias zur Beilegung der Bürgerkriegskonflikte in Nicaragua. El Salvador und Guatemala (Verhandlungsprozess von Esquipulas); 1987 erhält Oscar Arias für seine Vermittlerrolle den Friedensnobelpreis
1988-1994 Haushaltsdefizite und Außenverschuldung zwingen zu wiederholten Umschuldungsverhandlungen mit internationalen Finanzinstitutionen
1992 Neue rechtliche Regelung des Indio-Status; erste Ständevertretung der Eingeborenengruppen in der Hauptstadt
01.01.1995 Freihandelsabkommen mit Mexiko tritt in Kraft
08.05.2002 Amtsantritt von Präsident (Dr.) Abel Pacheco de la Espriella (Sozialchristliche Partei - PUSC) |
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