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Vorkolonialzeit Es gab bedeutende Hochkulturen in Mexiko, u.a. Olmeken in Südostmexiko (1. Jahrtausend vor Chr.), Teotihuacán (Pyramiden nahe Mexiko-Stadt, Blütezeit: 600 n.Chr.), Mayas (Chichen Itzá, Palenque, Blütezeit: 600 n.Chr.), Azteken (seit 1300).
1325 Gründung von Tenochtitlan (heute Mexiko-Stadt) durch die Azteken
1519 - 1521 Unterwerfung der Azteken durch die spanischen Konquistadoren; 300 Jahre spanische Kolonialherrschaft. Christianisierung und Hispanisierung.
1821 Erringung der Unabhängigkeit, die jedoch nicht, wie in Nordamerika, von einer Demokratisierung begleitet war.
1849 Nach dem Krieg mit den USA zwangsweise Abtretung der Hälfte des mexikanischen Staatsgebietes (Texas, Neu-Mexiko, Arizona, Kalifornien, Utah, Nevada und Teile von Colorado).
1861 - 1872 Präsidentschaft des einer indianischen Familie entstammenden Obersten Richters Benito Juárez, dessen von liberalen Reformen geprägte Amtszeit durch die bewaffnete Intervention Frankreichs unterbrochen wird. Der von Napoleon III zum Kaiser von Mexiko eingesetzte Erzherzog Maximilian von Österreich unterliegt im Kampf gegen Juárez (den die USA unterstützen) und wird 1867 erschossen. Die Kirche verliert ihren politischen Einfluss.
1877 - 1911 Unter der Diktatur des Präsidenten Porfirio Díaz beginnende Industrialisierung des Landes mit ausländischen, besonders amerikanischen und britischen Investitionen. Mexiko gerät in wirtschaftliche Abhängigkeit von den USA.
1910 - 1921 Bürgerkrieg mit Sieg einer von Bauern, Arbeitern und progressiven bürgerlichen Kräften getragenen Revolution, die Ende der 20er Jahre in die sogenannte "institutionelle Revolution" überleitet.
1917 Verabschiedung der noch heute gültigen Verfassung, deren demokratische und soziale Forderungen zum Teil noch der Erfüllung harren.
1929 Gründung der revolutionären Staatspartei, die seit 1946 den Namen PRI (Partido Revolucionario Institucional) trägt.
1938 Verstaatlichung der ausländischen Ölgesellschaften unter Präsident Lázaro Cárdenas.
1942 Kriegseintritt Mexikos auf der Seite der Alliierten nach Versenkung von zwei mexikanischen Tankern durch deutsche U-Boote im Golf von Mexiko. Mexiko steigert seine Rohstofflieferungen an die USA, die ihre Investitionen in den folgenden Jahren vervielfachen.
1945 - 1987 Die unter verschiedenen Präsidenten durchgeführten Reformen haben den Freiheitsraum der Mexikaner erweitert, aber die soziale Ungleichheit trotz Ölreichtums nicht beseitigt.
1968 Blutige Niederschlagung von Studentenunruhen im Vorfeld der Olympischen Spiele.
1985 19. September: Erdbeben zerstört große Teile des Zentrums von Mexiko-Stadt.
1988 Wirtschaftliche Öffnung und Liberalisierung unter Präsident Salinas.
1994 Ab Januar: Freihandelsabkommen mit USA und Kanada (NAFTA), gleichzeitig Aufstand im südlichen Bundesstaat Chiapas (EZLN).
1995 Ansätze zu innenpolitischen Reformen - Trennung Partei und Regierung, Unabhängigkeit der Justiz, Föderalisierung - unter Präsident Zedillo, tiefe Wirtschaftskrise (Pesokrise ab Dezember 1994).
1996 Wirtschaftliche Wiederbelebung, prinzipielle Einigung mit EZLN über Rechte der indigenen Minderheit, Wahlrechtsreform u.a. mit Autonomie des Wahlamtes, PRI-Stimmenverluste bei Kommunalwahlen.
1997 Bei den Bundeskongresswahlen am 06.07.97 verliert die PRI die absolute Mehrheit im Abgeordnetenhaus, bei erstmaliger Direktwahl das Bürgermeisteramt in Mexiko-Stadt und bei Wahlen in sechs Bundesländern zwei Gouverneursposten. Herausbildung eines Mehrparteiensystems.
Nov. 1999 Erstmals Vorwahl der PRI für Präsidentschaftskandidat - Wahl unter vier Bewerbern.
02.07.2000 Nach über 70 Jahren wird die PRI als Regierungspartei abgelöst. Ihr Kandidat Labastida unterliegt dem Kandidaten der PAN Vicente Fox.
01.12.2000 Amtsantritt von Präsident Vicente Fox Quesada. Regierung verspricht umfassende Reformen im Sinne von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechten, Bekämpfung der Korruption, des Drogenhandels und des organisierten Verbrechens.
Februar - März 2001 Marsch der EZLN-Kommandanten nach Mexiko-Stadt; Auftritt im Parlament
30.04.2001 Das Parlament nimmt den auf der Grundlage der Vereinbarungen zum Gesetzesentwurf über die Rechte und Kultur der Indigenen in veränderter Form an. Daraufhin lehnt die EZLN die Wiederaufnahme des Dialogs mit der Regierung ab und zieht sich wieder nach Chiapas zurück.
Oktober 2001 Die 56. Generalversammlung der VN wählt Mexiko für die Wahlperiode 2002/2003 zum nicht ständigen Mitglied des Sicherheitsrats
30.07.-01.08.02 5. Besuch Papst Johannes Pauls II. in Mexiko, Heiligsprechung des ersten Indios in der Kirchengeschichte, Juán Diego Cuauhtlacoatzin.
Juni 2003 Wahlen zur Abgeordnetenkammer mit Sieg der PRI als Regierungsopposition und Möglichkeit zur Blockade der Regierungspolitik |