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Panama
Geschichte

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bis 1502
Präkolumbianische Epoche: Besiedlung durch indianische Ethnien.

ab 1502 
Hispanische Epoche: Entdeckung des heutigen Panama durch Kolumbus auf dessen vierter Reise.

1513
Erste Durchquerung des Isthmus durch Vasco Núñez de Balboa und Entdeckung des Pazifischen Ozeans (Golf von Panama).

1519
Gründung der Stadt Panama.

1531
Von Stadt Panama aus Eroberung Perus durch Francisco Pizarro.

16./17. Jh.
Wegen der Gold- und Silbertransporte aus Südamerika, deren Weg zu den Atlantikhäfen über die panamaische Landenge (Camino Real) führt, ist Panama strategisch wichtig für die spanische Krone.

18 Jh.
Einsetzender Bedeutungsverlust durch Rückgang der peruanischen Silberproduktion und Nutzung alternativer Verkehrswege (Kap Hoorn, Rio de la Plata).

1739
Nach Gründung des Vize-Königreichs Neugranada (heutiges Kolumbien) Angliederung Panamas an dieses.

1821
Panama erklärt sich von Spanien unabhängig und schließt sich der aus den bolivarianischen Befreiungskämpfen hervorgehenden Republik Großkolumbien (Neugranada, Ecuador und Venezuela) an.

1903
Die Verhandlungen zum Bau eines Atlantik und Pazifik verbindenden Kanals führen zur Erklärung der Unabhängigkeit von Kolumbien. Im Hay-Bunau-Varilla-Vertrag tritt Panama die Hoheit über die Kanalzone gegen Zahlung von 10 Mio. USD und jährlichen Pachtzins von 250.000 USD auf unbegrenzte Zeit an die USA ab. Die USA erhalten ein Interventionsrecht.

1906 - 1914
Bau des Panama-Kanals, der den Seeweg zwischen West- und Ostküste der USA um 8.000 Seemeilen verkürzt.

1936
Gegen das Recht, im Kriegsfall in der Kanalzone Militärstützpunkte zu errichten, garantieren die USA die Unabhängigkeit Panamas und erhöhen die jährlichen Zahlungen.

1945
Im 2. Weltkrieg Aufbau von US-Militärbasen in der Kanalzone. Panama gewinnt erhebliche Bedeutung für die pazifische Kriegsführung.

1964
Schwere antiamerikanische Unruhen; die harte Reaktion des US-Militärs führt zum vorübergehenden Abbruch der diplomatischen Beziehungen.

1968
Ein durch die drittmalige Wahl von Arnulfo Arias Madrid zum Staatspräsidenten ausgelöster Verfassungskonflikt endet in einem Militärputsch. Aus dem anschließenden Machtkampf innerhalb der Junta geht Oberst Omar Torrijos Herrera (Vater des derzeitigen Staatspräsidenten seit 01.09.2004, Martín Torrijos) als starker Mann hervor.

1972
Verabschiedung einer auf Torrijos zugeschnittenen Verfassung, Verbot der politischen Parteien, Gleichschaltungsmaßnahmen, Torrijos für 6 Jahre "Großer Führer der panamaischen Revolution".

1977
Nach insgesamt 13-jährigem Verhandlungsprozess Abschluss des Carter-Torrijos-Vertrags, der die Rückgabe von Kanal und Kanalzone an Panama zum 31.12.1999 vorsieht.

1978
Wiederzulassung der politischen Parteien, Gründung der PRD (Partido Revolucionario Democrático) als politischer Arm der Militärs, Wiederherstellung der zivilen Regierungsgewalt, die aber de facto von Torrijos abhängig bleibt.

1981
Torrijos stirbt unter ungeklärten Umständen bei einem Flugzeugabsturz.

1984
Nach neuerlicher Verfassungsänderung erste Direktwahl eines zivilen Präsidenten (Nicolás Ardito Barletta, PRD), der zum Wahlsieger erklärt wird.

1985
Sturz Barlettas durch das Militär unter Manuel Noriega (seit 1983 Oberbefehlshaber).

1987
Formierung des nationalen und internationalen (USA) Widerstands gegen das Noriega-Regime, dem Verstrickung in den internationalen Drogenhandel vorgeworfen wird.

1989
Erdrutschsieg der bürgerlichen Opposition von Christdemokraten und Arnulfisten (Guillermo Endara) bei den Präsidentschaftswahlen, die umgehend annulliert werden. Ausbruch von Feindseligkeiten zwischen panamaischem und US-Militär in der Kanalzone.

20.12.1989
Beginn der US-Invasion in Panama; Verhaftung Noriegas. Der Sieger der annullierten Wahlen Endara wird als Präsident vereidigt.

1989 - 1994
Präsidentschaft Endara, Beseitigung der Kriegsschäden, Wirtschaftsaufschwung

1994
Wahl des PRD-Kandidaten Ernesto Pérez Balladares zum Präsidenten; Politik der Modernisierung und Handelsliberalisierung (WTO-Beitritt), Privatisierung von Staatsbetrieben, Abschaffung des Militärs (nun polizeilich organisierte Sicherheitskräfte)

1999
Mireya Moscoso (Partido Arnulfista, ab 2005: P. Panameñista) setzt sich bei den Präsidentschaftswahlen gegen den PRD-Kandidaten Martín Torrijos durch. Am Jahresende Übergabe des Kanals durch die USA an Panama gemäß dem Carter-Torrijos-Vertrag, Abzug der US-Truppen.

2004
Am 2. Mai klarer Wahlsieg des PRD-Kandidaten Martín Torrijos (47,4%) gegen seine Konkurrenten Endara (Partido Solidaridad), Alemán (Partido Arnulfista) und Martínelli (Cambio Democrático).
Am 1. September Amtsantritt des Präsidenten Martín Torrijos.

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