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Brasilien
Osten

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In São Paulo schlägt der Puls der Wirtschaft und der Börse. Die Stadt erstreckt sich über eine Fläche von etwa 3.200 Quadratkilometern mit Wolkenkratzern so weit das Auge reicht, einem Höllenverkehr und Menschenmassen, da sich die Einwohnerzahl der Megastadt inzwischen auf über fünfzehn Millionen beläuft. Es herrscht eine immense Armut in der Stadt, die noch gegenwärtiger ist als in Rio. São Paulo liegt auf 750m Meereshöhe. wobei das Küstengebirge Serra do Mar, welches bis zu 1.400 m hoch ist, die Stadt vom Atlantik trennt.

Ein Besuch in der Megametropole sollte auf der Avenida Paulista beginnen, das Wahrzeichen der Stadt. Sie gilt als einer der beliebtesten Plätze der Einwohner. Hinsichtlich Kunst und Kultur hat São Paulo erstaunlich viel zu bieten. Es gibt über 300 Kinosäale, über 100 Theater, viele Kulturzentren, über 70 Museen, verschiedene historische Gebäude, aber auch thematische Vergnügungsparks, unzählige Freizeitparks und zwei große Fußball-Stadien. Sehenswert ist das Staatstheater, welches mit seinem Barock-Renaissance-Stil an die Oper von Paris erinnert. Das Kloster und die Kirche von Igreja São Bento sind wichtige Meilensteine der Gründungsgeschichte von São Paulo. Die Kapelle Igreja e Mosteiro da Imaculada Conceição da Luz / Museu de Arte Sacra wurde im 16. Jahrhundert von Domingos Luiz gebaut. Zudem gibt es eine Vielzahl von Museen. Die Staats-Pinakothek, als erstes Kunstmuseum der Stadt, ist architektonisch auffallend. Sie besitz
t eine Sammlung mit über 5000 Gemälden, Skulpturen, Zeichnungen und Schnitzereien von brasilianischen Künstler. 
Ibirapuera-Park ist der meistbesuchte Park São
Paulos. Hier gibt es genug Platz zum Joggen, Radfahren oder einfach nur zum Faulenzen. Am Wochenende genießen meist über 150 Tausend Besucher die Idylle. Es finden sehr häufig kostenlose Musikdarbietungen statt. 

Das Edifício Itália, welches 1956 erbaut wurde, ist das höchste Hochhaus São Paulos. Will man einen wunderschönen Ausblick über die Stadt erleben, sollte der Aussichtspunkt im Letzten Stockwerk besucht werden. 

Das Dorf Paranapiacaba, welches sich im Bezirk Santo André befindet, ist das einzige noch erhaltene Eisenbahn-Dorf in Brasilien. Zudem kann sich der Besucher auf den Baumwipfeln amüsieren, den Urwald von der Nähe anschauen und das ehemals englische Dorf von der Vogelperspektive aus besichtigen. 

Rio de Janeiro

 "Solange Christus seine Arme ausbreitet, braucht man nicht zu arbeiten. Erst wenn er seine Hände faltet, packen wir´s an!"

Der Bundesstaat Rio de Janeiro ist 44.168 km² groß. Offiziell sind 5,6 Millionen Einwohner allein für die Stadt Rio de Janeiro registriert, es leben aber weitere vier Millionen in den umliegenden Vororten. 70% dieser Menschen sind, gemessen am europäischen Standard, arm. In diesem Bezirk gibt es Inseln, so weit das Auge reicht, ein Wald im Herzen der Stadt Rio de Janeiro, die hervorragend für die Schifffahrt geeignete Bucht, Strände, Seen und Sandbänke. 

Falls eine Stadt eine Seele hat, so ist sie in Rio de Janeiro Stadt in der Kultur verankert. Hier sind alle Formen der Kunst stets willkommen und werden gebührend bewundert und geachtet. Die aus zahlreichen Hotels, Theatern, Kinos, Museen, Märkten, Restaurants und Denkmälern bestehende Infrastruktur rundet das inmitten der üppigen Natur gelegene Angebot vollständig ab. Die Einkaufsmöglichkeiten kommen allen Geschmacksrichtungen und Geldbeuteln entgegen und sind je nach Stadtteil verschieden.

 

Eine große Christusstatue breitet schützend seine Arme über die Stadt aus. Der Cristo Redentor wurde von den Einwohner der Stadt zum "Wunder der Stadt" erwählt. Er steht auf dem 710 m hohen Corcovado und ist selbst 38 m hoch. Das Monument wurde am 12. Oktober 1931 eingeweiht. Aufzüge und Rolltreppen bringen den Besucher zum Fuß der Statue, die 1.145 Tonnen wiegt. Der Aufstieg mit dem Zug dauert ca. 20 Minuten und geht über die Corcovado-Strasse, die von Dom Pedro II in 1884 eingeweiht wurde.

Der Tijuca-Nationalpark, ist das größte Naturschutzgebiet inmitten einer Stadt. Er liegt nur 20 km vom Stadtzentrum entfernt und ist in drei Sektoren aufgeteilt: dem Tijuca-Wald, der Serra da Carioca und der Pedra da Gávea/Pedra Bonita. Die lokale Flora wurde gegen Ende des 19. Jahrhundert zerstört um den Kaffeeplantagen Raum zu schaffen. Doch eine Wiederbepflanzung hat einheimischen Arten wieder zurückgebracht.
Die Kirche São Francisco das Penitências wurde zwischen 1657 und 1772 erbaut und stellt eines der schönsten Beispiele Barock-Kunst in Bra
silien dar. Sie wurde 1938 unter Denkmalschutz gestellt und 2001 völlig restauriert. Die Kirche zeigt viele Werke des portugiesischen Künstlers Francisco Xavier de Brito.

Der
botanische Garten von Rio de Janeiro ist ein wahrhaftiges ökologisches Heiligtum, denn er zählt zu den zehn wichtigsten seiner Art in der Welt. Hier werden die seltensten Arten der brasilianischen und ausländischen Flora und Fauna gezeigt. Zudem wurde er vom IPHAN unter Denkmalschutz gestellt. Der Garten wurde vor allem wegen seiner historischen, kulturellen, wissenschaftlichen und landschaftlichen Wichtigkeit auch international als "lebendiges Museum" der Botanik bekannt. Hier gibt es Palmenbäume noch aus der Gründungszeit der Stadt um 1808, Orchideen, Rosengärten und ein See mit Riesen-Wasserpflanzen. Ferner liegt hier die Casa dos Pilões, eine ehemalige Pulverfabrik mit ihren archäologischen Ausgrabungen, und ein Treibhaus mit fleischfressenden Pflanzen. 

    
Die Bauten der Nossa Senhora de Montserrat-Kirche und des São Bento-Klosters wurden 1617 angefangen und gingen bis 1669. Das Kloster wurde von der UNESCO als Menschheitsdenkmal anerkannt. Es beeindruckt vor allem wegen seinem kontrastreichen einfachen Baustil, mit seinem frontalen, dreieckigen Bau und die Goldeinlagewerke im Inneren der Kirche.

Doch auch die Strände von Rio de Janeiro sind eine Erwähnung wert. So ist der Strand von Ipanema zweifelsohne der berühmteste Treffpunkt ganz Rios und einer der schicksten Strände der Stadt. Bei allen Touristen wohlbekannt ist auch die Copacabana. Hier gibt es unzählige Bars, in denen sich die Menschenmasse gern ein kühles Bier gönnen.

  

Der Bundesstaat Bahia ist das Herz Brasiliens. Mit seinen 567.295 km² entspricht er in etwa der Größe Frankreichs. Im Osten hat Bahia Zugang zum Atlantischen Ozean. Die Hauptstadt Bahias ist Salvador da Bahia de Todos os Santos. Salvador ist das politische, kulturelle, wirtschaftliche und touristische Zentrum Bahias. Diese Stadt hat mit Abstand die saubersten Kirchentreppen der Welt. Eine der unzähligen Feste, Prozessionen und Feiern Salvadors sind die "Lavagens", die Reinigungen der Stufen vor dem Portal. Auf Schritt und Tritt begegnen Sie hier der Kolonialgeschichte: Barockkirchen, alte Gutshöfe und Festungen zeugen vom verflossenen Reichtum der einstigen Kolonialmacht Portugals. Und nirgendwo ist Brasilien afrikanischer als in Bahia.

In Salvador gibt es Tausende von Bauten aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert, die alle von der UNESCO unter Denkmalschutz gestellt wurden. Unter den Sehenswürdigkeiten sind besonders folgende erwähnenswert: der Sé und der Municipal-Platz, der Lacerda-Aufzug, das Rathaus, der Rio Branco-Palast, die Santa Casa und die Misericórdia-Kirche, der Arquiepiscopado-Palast, die Basilikum-Kathedrale, der Terreiro de Jesus, der Largo do Cruzeiro, der Pelourinho mit seinen Kirchen, Geschäfte und Plätzen und letztendlich der Largo do Carmo, wo die Santo Antônio-Festung und der grosse Kirchenkomplex mit der Nossa Senhora do Carmo- und der Ordem Terceira do Carmo-Kirche liegen.
Minas Gerais bedeckt eine Fläche von 587.000 km² und ist damit flächenmäßig der fünftgrößte Bundesstaat Brasiliens.
Bahia mag die Seele Brasiliens sein, Minas Gerais jedoch ist das Herz.
Kein anderer Staat ist so romantisch wie Minas. Sie gilt historisch und kunstgeschichtlich als herausragende Region. Belo Horizonte, die Hauptstadt, ist industrielles, administratives und kulturelles Zentrum einer Bergbauregion, in der Eisenerz, Gold, Mangan, Nickel und Edelsteine abgebaut werden.
Belo Horizonte wurde über einem schachbrettartigen Grundriss errichtet und hat breite, dreispurige Strassen, die sternförmig von einem großen Park ausgehen.

         Bilder © Brasilianisches Fremdenverkehrsamt


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