| Gainesville im Herzen Floridas ist gleichzeitig eine pulsierende Universitäts- und eine charmante Kleinstadt mit einzigartiger Atmosphäre. Das wussten schon Floridas frühe Touristen zu schätzen. An den Landstrassen in und um die Stadt verkaufen Straßenhändler gekochte Erdnüsse, es werden Antiquitäten angeboten und der Duft von Barbecues und Kiefern erfüllt die Luft. Die Gegend ist auch ein Land kristallklarer Quellen.
Die Universität von Florida, die größte und älteste des Bundesstaates, ist Heimat des Footballteams "Gators", des "Gatorade" Sportgetränks (das hier erfunden wurde), eines Kunstmuseums, mehrerer Galerien und des Florida Museum of Natural History mit stets wachsender Fossilien- und Dioramensammlung einschließlich einer begehbaren Unterwasserszenarios. Rund um die Universität sorgen Restaurants und Klubs (mit Rücksicht auf den studentischen Geldbeutel) sowohl für das leibliche als auch das aktive Wohl der Studenten. Ein Gefühl jugendlich-künstlerischer Energie erfüllt die Stadt, sogar die alten Viertel. In der Stadtmitte gibt es 63 Blocks und 290 Gebäude, die im National Register of Historic Places gelistet sind. Dazu gehört auch das Hippodrome State Theatre, das in einem alten Regierungsgebäude klassischen Stils untergebracht ist und wo heute zeitgenössische Dramen aufgeführt werden. Das Theater ist umgeben von Restaurants, Straßencafés, Klubs und Geschäften, die für Unterhaltung vor und nach den Aufführungen sorgen. An sanften Hügeln sieht man Villen und Herrenhäuser aus der Gründerzeit.
Gainesville liegt inmitten eindrucksvoller Natur mit reichem Tierleben. Für einen lehrreichen Blick auf alles, was kreucht und fleucht, sowohl Einheimisches als auch Exotisches, lohnen sich Besuche der Kanapaha Botanical Gardens, des Santa Fe Community College Teaching Zoos und des Morningside Nature Centers, wo kostümierte Laiendarsteller das Landleben im 19. Jahrhunderts nachspielen und man auf Wanderwegen den Lebensraum von Rehen und 130 Vogelarten erkunden kann.
Der Gainesville-Hawthorne State Trail, eine 26 km lange ehemalige Eisenbahnroute, führt aufs Land und durch den Paynes Prairie Preserve State Park, ein fantastisches, 87 qkm großes Gebiet, wo wilde spanische Pferde und wieder eingeführte amerikanische Bisons in einem Talkessel frei herumlaufen. In einem Pavillion wird die historische Bedeutung der Region für frühe Seminolen-Kulturen nachgezeichnet und erläutert.
Dieser Teil des Staates ist von Kalksteinquellen übersät und der San Felasco Hammock Preserve State Park ist eine gute Stelle, um einige dieser Quellen, aber auch wilde Truthähne und Weißschwanzrehe, zu bestaunen. In diesen Wäldern sind auch Luchse Zuhause, die man aber selten in freier Wildbahn zu Gesicht bekommt. Devil’s Millhopper Geological State Park bietet einen Blick auf eine andere, interessante Laune der Natur: eine Senkgrube. Sie ist 150 Meter breit und fast 40 Meter tief mit 232 gewundenen Stufen zum Boden, hat ein angenehm kühles Klima und eine üppige Vegetation. Die Senkgrube formte sich vor mehreren Jahrtausenden, als das Dach einer Kalksteinhöhle zusammenbrach und massive Dellen in der Erdoberfläche hinterließ. |