Südkorea
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Familienleben
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Im traditionellen Korea war die typische Familie verhältnismäßig groß und es lebten drei oder gar vier Generationen zusammen unter einem Dach. Die Kindersterberate war sehr hoch, gleichzeitig galt eine große Familie aber als erstrebenswert. So bemühte man sich, möglichst viele Kinder zu zeugen. Die rasch voranschreitende Industrialisierung und die mit ihr einhergehende Verstädterung in den 60er und 70er Jahren sorgten für einen starken Geburtenrückgang, so dass in den 80er Jahren zwei Kinder in einer Familie schon keine Selbstverständlichkeit mehr waren.
Der Konfuzianismus, nach dessen Regeln das gesamte Erbe an den ältesten Sohn übergeht, ist bis heute im Gesellschaftsleben der Koreaner tief verankert, was zur Folge hat, dass Söhne den Töchtern vorgezogen werden. Um dieses Problem zu beheben, wurden alle familienbezogenen Gesetze reformiert, um den Töchtern im Falle einer Erbschaft gleiche Rechte einzuräumen. Die Industrialisierung machte das Leben der Koreaner hektisch und kompliziert. Fast alle jungen Paare leben inzwischen für sich, getrennt von ihren Eltern und Großeltern. |
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