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Jemen
Weihrauchstraßen

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Das Kamel wurde erstmals im zweiten Jahrtausend v. Chr. zum Haustier gemacht und wurde zum "Wüstenschiff Arabiens" und somit zum wichtigsten Transportmittel ernannt.

Die gesamte östliche Region des Jemen, Wadi Hadramaut und Dhafar waren die Heimat der Weihrauchbäume.

Weihrauch wurde bei religiösen Zeremonien, Begräbniszeremonien und gesellschaftlichen Anlässen verwendet. Die größte Nachfrage herrschte während des ersten Jahrtausends v. Chr. bis ins späte erste Jahrhundert n. Chr. Dadurch florierten viele Dörfer und Städte entlang der Weihrauchstraße.

Die Weihrauchstraße bestand aus mehreren zusammenführenden Wegen. Der Hauptausgangspunkt der Weihrauchstraße war der Hafen von Qana und führte über Schabua und Timna nach Marib und Najran. Von dort aus führte sie weiter über Didan bis nach Petra und endete schließlich in Gaza am Mittelmeer. Die Karawanen benötigen fast 70 Tage, um von Timna aus an der Endstation anzulangen und hatten während dieser Reise 65 Stationen passiert.

Die Weihrauchstraße von Hadhramuot war eine Nebenstraße der Haupt- Weihrauchstraße. Sie führte, in Mahra und Dhafar beginnend, durch Sayyoun in Richtung Al- Abr, Gudran und Kanais, bis hinauf in die Jouf- Gegend. Von dort wanderten die Karawanen Richtung Norden, über Nadjran nach Gaza an der Mittelmeerküste.

Heutzutage können Touristen Touren buchen, die entweder von Wadi Hadhramout über Al- Abr nach Marib, oder, ebenfalls von Wadi Hadhramout über die antike Stadt Schabua nach Marib führen.


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