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Arizona
Zentrales Nordarizona

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Der Mogollon Rim, der sich von der umliegenden Landschaft eindeutig abhebt, ist 600 Meter hoch und zieht sich über eine Länge von 320 km quer durch Zentral-Arizona. Zusammen mit seinen Hängen und den White Mountains präsentiert sich reisenden eine Landschaft voller Ponderosakiefern und Espen, kühler Bergluft, funkelnden Seen sowie murmelnden Gebirgsbächen. Das ist Arizonas High Country, eine Region mit vier unterschiedlichen Jahreszeiten. Mit mehr als 40 Bergseen bietet diese Region ein breites Angebot an Erholungsmöglichkeiten wie Wandern, Camping, Angeln, Golf und im Winter sogar Skifahren.

Viele Gebiete des High Country gehören zum Fort Apache Reservat und White Mountain Apache Indian Reservat oder unterliegen dem nationalen Forstamt. Kleine malerische Städte wie Heber, St. Johns und Overgaard sind über das gesamte Land verteilt. Neben den üblichen Unterkünften bieten sich auch Gäste-Ranches, Jagdhütten und kleine Häuschen am See als Übernachtungsmöglichkeiten an.

Ausgehend von Scottsdale und weiter auf dem Highway 87 können Reisende innerhalb weniger Tage einen ersten Eindruck von High Country gewinnen. 90 Minuten entfernt, auf der Spitze des Mogollon Rim inmitten Arizonas, liegt Payson, bekannt für das Rim County Museum und die alte Ruine Shoofly Village. Der nahegelegene Wald bietet zahlreiche Möglichkeiten zum Wandern, Zelten und Angeln. Die beeindruckendste Sicht ist der Ausblick auf den Rim, der sich wie eine Festung über die Landschaft nach Osten hin erstreckt.

Nicht weit entfernt von Payson befindet such der Tonto Natural Bridge State Park, Schauplatz für eines der größten Naturgebilde dieser Art auf der ganzen Welt. Das Steingewölbe ist über 55 Meter hoch und erreicht eine Spannweite von 122 Metern.

Ab Payson führt der Highway auf den Rim. Die Städte Show Low und Pinetop-Lakeside sind Hauptanlaufstellen, wenn man High Country und seine einmaligen Wälder und Seen erkunden möchten. Dies ist die Hochburg von Arizonas "Mountain-Fishing". Mehrere Seen bietet ideale Lebensräume für Regenbogenforellen, Barsche, Amurhechte und Zander.

Die nahegelegenen Partner-Urlaubsstädte des White Mountain, Pinetop und Lakeside, haben sich zu regelrechten Sommererholungszentren mit vielen Ferienhäuser, Hütten und Resorts entwickelt. Das Angeln in den Seen sowie das Reiten und Wandern auf den zahlreichen Wanderwegen in der Umgebung sind beliebte Freizeitaktivitäten. Die kleineren Städte, die sich eigenständig entwickelten, haben sich heute zusammengeschlossen. Insbesondere in Sommer verzeichnen die Orte ein enormen Bevölkerungszuwachs.

Einen beträchtlichen Teil der Fläche des High Country machen der Sitgreaves National Forest und die Länder der White Mountain Apache Indianer aus. Vor einigen Jahren begann die weitblickende Stammesregierung Erholungs- und Resorteinrichtungen anzusiedeln mit dem Ziel die Wirtschaftssituation zu stabilisieren. Eine dieser Einrichtungen ist Hon Dah, ein komplettes Resort mit Golf- und Tennisplätzen, einer Spielbank sowie den luxuriösesten Hotels der Region. Dazu gehört auch das Skigebiet Sunrise Park im Osten Hon Dahs, Arizonas größtes und bekanntestes Skigebiet.

Nicht zu vergessen ist Greer, das von saftigen Wiesen umgeben am Ufer des Little Colorado Rivers liegt. Das kleine Dorf wird als Urlaubsdestination immer beliebter, aufgrund der hervorragenden Möglichkeiten des Forellenangelns. Das Butterfly Lodge Museum ist ein Museum in einer historischen Blockhütte.

Weiter östlich, nahe der Grenze zu New Mexiko am Fuße des White Mountain liegen die Städte Eagar und Springerville. Sehr beeindruckend ist die atemberaubende Sicht auf die höchsten Gipfel der Region.

Von Globe über den Highway gut zu erreichen ist der Roosevelt Lake, mitten im Herzen des Tonto National Forest gelegen. Der See, der durch den Bau des Roosevelt Damms 1911entstand, ist allgemein bekannt für Bootstouren, Angel-Trips und Camping-Ausflüge. Eine weitere Attraktionen, die zu einem Spaziergang einlädt, ist das Tonto National Monument, an einem Berghang gelegene antike Felsbehausungen der Salado Indianer.

Südlich von Globe befindet sich das San Carlos Indian Reservat, das wegen seiner Lage am San Carlos Lake Angel- und verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten.

Das Herzstück Arizonas umfasst Hochwüste und sanftgewellte Wiesen, dicht bewaldete Berge und Farmland, auf dem Cowboys ihrer einsamen Arbeit nachgehen. Vorzeit und Historie verschmelzen in der ehemaligen Hauptstadt Prescott, in der Geisterstadt Jerome und den Ruinen des Verde Valley.

Prescott, bis 1912 die Hauptstadt des Arizona Territory, liegt in den Bradshaw Mountains hoch über der Wüste, umgeben von den schönen Ponderosa-Pinien des Prescott National Forest. Die Stadt, im Sommer kühl und im Winter verschneit, bietet mit ihren schattigen Alleen, Soda-Shops und vielen historischen Gebäuden den Anblick einer typischen amerikanischen Kleinstadt. Im Stadtzentrum Prescotts gibt es viele Antiquitätengeschäfte und Galerien, die zum Bummeln einladen. Whiskey Row heißt der Teil der Stadt, der für seine Saloons bekannt ist und wo Abends eine richtige Wild-West Stimmung aufkommt.

Ausgangspunkt jedes Besuches in Prescott sollte der Courthouse Plaza sein, der schattige Platz mit Bronzestatuen von Soldaten und Cowboys und dem ehemaligen Regierungsgebäude. Von hier breitet sich das historische Geschäftsviertel mit alten Backsteinhäusern, Saloons und zwei historischen Hotels aus. In und um Prescott gibt es mehrere ausgezeichnete Museen und historische Stätten. Das Sharlot Hall Museum ist in der Old Governors Mansion, einer Blockhütte von 1864, untergebracht. Es beherbergt Artefakte und Möbel aus der Pionierzeit. Das Bashford House und das Fremont House reflektieren die Architektur von 1870 bis zum viktorianischen Zeitalter. Das Phippen Museum stellt klassische westliche Kunst aus während im Skoki Museum indianische Artefakte zu sehen sind. Im historischen Sharlot Hall Building ist eine weitere Sammlung indianischer Kunst untergebracht.

Lohnenswert ist es, in Clarksdale eine Tour mit der Verde Canyon Railroad zu machen. Die Bahn ist eine der schönsten historischen Panoramabahnen Arizonas. Die Strecke führt entlang des Verde River durch steile Felswände und vorbei an alten Schmelzhütten, die nur von den Schienen aus sichtbar sind.

Von seinem Quellgebiet aus fließt der Verde River durch das Verde Valley, das seinen Namen dem satten Grün des Talbodens verdankt. Schon im siebten Jahrhundert, als das Tal von den Hohokam-Indianern bewohnt wurde, war es hervorragendes Ackerland. Heute gibt es hier viele Ranches und Farmen sowie einige außergewöhnliche Ruinen der ersten Bewohner des Tals.


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