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Schweden
Blekinge

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in Südschweden

Blekinge hat Skandinaviens südlichsten und sonnigsten Schärengarten. Auf den Inseln entlang der Küste blüht die Schärengartenkultur in idyllischen Fischerdörfchen, aber es gibt auch unberührte Inselchen und Felsen, die Segler gerne zum Sonnen und Baden ansteuern.

In Blekinge muss man keine langen Strecken zurücklegen, um von einer Sehenswürdigkeit zur nächsten zu kommen. Karlskrona, die lebendige Stadt der Segler besitzt maritimes Flair und gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe. Ronneby zeichnet sich durch seine mittelalterliche Dramatik und den luxuriösen Kurpark "Brunnen" aus. In Karlshamn, der Stadt des Punsches, erklingt während des Ostseefestivals im Hafenviertel Musik aus aller Herren Länder. Olofströms oft zitierte  Gegend lockt mit schwarzem Granit und exzellenten Angelmöglichkeiten, das gemütliche Sölvesborg ist das Tor zu Listerlands pittoresken Fischerdörfchen und den langen, flachen Stränden.

Blekinge ist wie ein Konzentrat Schwedens - mit einem Spritzer  dänischer Geschichte, gewürzt mit europäischer Gemeinsamkeit und dekoriert mit exotisch blühender Vegetation.

Es scheint, dass hier das Bild des schwedischen Sommers geboren wurde! 

Karlshamn - die Festivalstadt

Auf die Idee, das kleine Dorf Bodekull an der Mündung des Mieån zur Stadt zu machen, kam Karl X. Gustav, der am 17. März 1658 dort weilte. Blekinge war damals erst seit einem Monat in schwedischem Besitz. Der König schrieb an den Reichsadmiral Wrangel: "Der Hafen von Bodekull ist einfach ideal für Schiffe." Zehn Jahre später bekam Karlshamn seinen Namen, seine Stadtrechte und eine Werft. Heute wohnen in Karlshamn 30.000 Menschen. Sie ist damit die zweitgrößte Gemeinde Blekinges. Carl X Gustav Absicht war wohl, dass hier der Heimathafen der Flotte sein sollte, aber Karlskrona machte 1680 das Rennen.

Als Heimathafen der Flotte wäre Karlshamn in den Genuss staatlicher Gelder gekommen. Da dies fehlschlug, mußte die Stadt andere Geldquellen finden. So wuchsen Industriebetriebe, und der Handel blühte. Kaufleute wurden Reeder. Im 17. Jh. sorgte man für eine Direktverbindung zum Herzen der småländischen Eisenindustrie, den sogenannten Holländarevägen, welcher heute noch von Svängsta in Richtung Norden verläuft.

Ein Pfuhl der Sünde
Unter den Puristen war Karlshamn vor hundert Jahren vermutlich ein Sündennest. Hier wurden Branntwein, Punsch, Tabak und Snus hergestellt. Und eine Druckerei in Karlshamn war zu Anfang des 19. Jhs. der größte Hersteller von Spielkarten in Schweden!
Heute bewundern wir die schönen Gebäude und den Stadtplan aus dem 17. Jh. Ausserdem befindet sich ein Seefahrtsmuseum in Karlshamn. Von den ganz alten Gebäuden steht noch das sogenannte Asschierska Haus aus dem 17. Jh., das eigentliche, alte Rathaus der Stadt. Es ist in Fachwerk gebaut, vermutlich von Erik Dahlberg. 
In der Kirche können Sie sich mit Tonband und Kopfhörer selbst informieren. Die meisten Gebäude der Stadt sind erst nach dem Feuer im Jahre 1763 entstanden, sozusagen nach dem obligatorischen Feuer, denn alle Städte in Blekinge sind mindestens einmal durch einen schweren Brand zerstört worden.
Die Holzhäuser hier haben ihre Eigenart. Die Türen zur Straße hin sind in die Mitte der Längsseite zwischen zwei säulenähnliche Stützen gesetzt. Diese sind in abweichender Farbe gemalt und breiter als andere senkrechte Verstrebungen. Beispiele dafür sind bei Harms  Backe in der südlichen Drottninggatan zu sehen, wo auch das Geburtshaus von Alice Tegnér liegt. Weiter südlich liegt das alte Hotel Hoppet, welches in Wilhelm Mobergs Roman "Die Auswanderer" vorkommt.

Das Kulturviertel in Karlshamn
In Karlshamns Kulturviertel ist noch viel von der alten Stadtkultur bewahrt worden, die anderorts oft verlorengegangen ist. Zeugen aus dieser Zeit sind das Stadtmuseum, Tabakfabrik, Punschfabrik, Silberschmiede, Kunsthalle, Druckerei und Kaufmannshöfe. Das am besten erhaltende Kaufmannshaus aus dem 18. Jh., der Skottsbergska Gården, steht noch auf seinem ursprünglichen Platz. Im Kellergeschoss befindet sich ein Kaufmannsladen, so wie er vor 200 Jahren aussah. Die Wohnungen der Kaufleute im Erd- und Obergeschoss sind ungefähr aus der gleichen Zeit. Auf dem Hof in Richtung Mieån (Fluss) stehen genau wie im 18. Jh. Schuppen, Speicher und Stall.

Das Stadtmuseum befindet sich im ersten Steinwohnhaus der Stadt, erbaut zwei Jahre nach dem verheerenden Stadtbrand 1763. Ausser Seefahrt- und Fischereisammlungen gibt es im Museum den Alice Tegnérs Gedenkraum. Das Holländarhuset ist ein Baudenkmal aus dem 17. Jh.

Die Kunsthalle ist in einem alten Speicher untergebracht, mit einer schönen Sammlung schwedischer Malerei der 40er Jahre. Manche Sonderausstellung hat große Beachtung gefunden.

Punsch der ganzen Welt
Sehr populär ist das Punschmuseum. Karlshamn besaß in seiner Blütezeit während des 19. Jhs. zwei Punschfabriken: Die Fabrik der Familie van Bergen wurde zum Museum. Der von Bergen-Punsch hatte im Ausland solchen Erfolg, daß die Firma Fabriken in Dänemark, Deutschland und Finnland gründete. Die Museumsleute erzählen stolz, daß man die Produktion jederzeit wieder in Gang setzen könnte - wahr oder nicht.

Noch mehr Schädliches! In der Tabakfabrik kann man über die Produktion von Snus (dem schwedischen Kautabak) und Zigarren aus der Zeit des Tabakanbaus in Schweden viel erfahren. Im 18. Jh. war Karlshamn in dieser Hinsicht bedeutend - es gab hier 40 Tabakfabriken!

In den Hafenvierteln
Die schwedischen Emigranten, die das Land via Karlshamn verließen, sind in Wilhelm Mobergs Romanen unsterblich gemacht worden. Hier unten am Hafen steht Axel Olssons berühmte Skulptur von Karl-Oskar und Kristina. Im Hafenpark liegt die 300 Jahre alte Fiskarstugan (das Fischerhaus), im Sommer nachmittags offen.
Die Straße am alten Hafen heißt Ågatan (Å = Flüßchen), weil der Mieån hier mündet. Am Kai und der Ågatan entlang befinden sich u.a. das Hotel Carlshamn, Schiffsliegeplätze und die Ölhallen (Bierhalle), einstmals Stammlokal der Hafenarbeiter in den 30er Jahren. Einrichtung und zeittypische Gemälde sind erhalten. Geboten wird Hausmannskost. Von hier aus startet das Trollingfischen in der Pukaviksbucht - eine in Angelkreisen berühmte Attraktion.

Das Kastell
Im alten inneren Hafen liegt Frisholmen mit dem Kastell, dessen Bau begann, als Dänemark 1675 Schweden den Krieg erklärte. Das Kastell wurde 200 Jahre lang gebraucht, war aber von Anfang an ziemlich verwundbar. Die Artillerie bekämpfte es von den nahe liegenden Anhöhen aus. Es ist eine Perle für alle, die Phantasie haben. Die Insel hat eine Gefängnishöhle - hier saß eine Zeit lang ein berühmter Häftling.

Das Sommerparadies Vägga
Südöstlich von Karlshamns Stadtmitte liegt Vägga mit dem parkähnlichen Buchenwald und den alten Villen. Die Väggaschule ist von Gunnar Asplund entworfen. Vägga verfügt über eine Werft, eine Räucherei und einen Badeplatz. Vom Väggahafen aus startet das in Anglerkreisen weltweit bekannt gewordene Schleppfischen (Trolling) in der Bucht von Pukavik. Das Feriendorf Kollevik verfügt über Hütten und einen 3-Stern-Campingplatz. Hier gibt es Sandstrand und Klippen, hier können Sie Tennis spielen, sich ein Boot mieten und vieles mehr unternehmen. Restaurant und Kiosk sind vorhanden. 

Die Gletscherkuhlen von Tararp
In den ungewöhnlichen Kuhlen von Tararp bereiteten der Sage nach die Riesen früher ihr Essen. Tatsächlicht sind es geologische Besonderheiten, die durch den großen Druck des Schmelzwassers vom Inlandeis entstanden. In verschiedenen Größen, bis zu vier Metern tief, kann man diese Kuhlen hier anschauen. Eine ist zerborsten, so daß man den Schnitt von der Seite sehen kann. Auch für Nicht-Geologen sehenswert! Ein Rastplatz ist hier angelegt, von wo man eine schöne Aussicht über die Landschaft hat. Sehenswert ist auch der hundert Jahre alte Landhandel von Tararp, den man nach Voranmeldung auch von drinnen bewundern kann.

Wild- und Naturpark - Eriksberg
Eriksbergs Hof ist ein weiterer Höhepunkt im wunderschönem Blekinge. Wussten Sie, dass Blekinge das grösste umzäunte Naturschutzgebiet in der Welt hat! Eriksberg in der herrlichen Laubwaldnatur ist immer für eine Überraschung offen. Rotwild, Damwild, Mufflonschafe, Wildschweine und Wisente laufen frei herum. Die Fütterung am Spätnachmittag ist das grösste Naturerlebnis. Im Färsksjö (See) blühen äußerst seltene dunkelrote Seerosen - mit 2 000 der größte Bestand der Welt! Kamera und Fernglas bitte nicht vergessen!

Heidnischer Opferplatz
Das Heidentum lebte, nach dem hiesigen Opferhain zu urteilen, noch lange in Halahult. Einige der Inschriften auf den Runensteinen entstanden etwa um 1200 - 1300. Manche Angaben bezeugen, dass noch im 17. Jh. hier geopfert wurde.

Olofström
Olofström, mit der Provinz Schonen im Westen und Småland im Norden, ist Blekinges einzige Binnenlandkommune. Nordische Wälder und die typischen Ebenen Schonens prägen die Umgebung Olofströms. Viele bekannte schwedische Kulturpersönlichkeiten - Harry Martinson, Sven Edvin Salje, Bengt Nordenberg und Carl Eldh stammen aus dieser Gegend. 
In Schweden ist Olofströmgerade wegen Volvo bekannt als Industrieort, aber die Lage und die Gewässer verleihen dem Ort einen charmanten und ansprechenden Charakter. 

Der Wald im Norden 
Ein ausgeprägter Waldgürtel mit zahlreichen Teichen, Seen und ehemaligen Acker- und Weideflächen im Norden der Kommune laden zu Wanderungen und Fahrradtouren ein. Viele der idyllischen Nebenstrassen locken zur gemächlichen Autotour mit kleinen Pausen für die Pilz- und Beerenfans. 

Ebbemåla
Am Fluss Mörrum liegt die Eisenhütte "Ebbemåla Bruk".Sowohl innen als außen in gut erhaltenem Zustand bietet der Hütte ein interessantes Ausflugsziel. 

Teknikens land (Land der Technik) 
Ist ein Entdeckerzentrum mit Experimentiermöglichkeiten für die ganze Familie. 

Halen
Blekinges grösster See mit den angrenzenden Seen Raslången und Immeln gehört zu einem grösseren Seensystem. Kanufans kommen in der Umgebung Olofströms ganz auf ihre Kosten. Das wunderbare Seensystem Halen-Raslången-Immeln hat einen fast wildmarksähnlichen Charakter und für Kanupaddler sind über 20 Lagerplätze eingerichtet. Die Kanuzentrale Halen in Olofström vermietet komplette Kanuausrüstung auch für längere Touren. 
Besonders malerisch ist der über 200 km lange Blekingeleden (Wanderpfad) im Gebiet um Olofström. Der Pfad ist sehr gut mit orangefarbene Wegweisern markiert. 
Mitten in den tiefen Wäldern in Slagesnäs trifft man auf die Freizeitanlage Galaxen mit Hotel und Restaurant bestechend mit sehr speziellem Design. 

Gränum
Der örtliche Golfplatz bei Gränum bietet Golfern ausgezeichnete Voraussetzungen. Die hüglige Kulturlandschaft bietet Golfenthusiasten einen willkommene Variation. 

• Mit dem Fahrrad
Der Fahrradwegnetz ist recht dicht in dieser Region Die Wege führen durch unterschiedliche Landschaft mit abwechslungsreichem Terrain. 

Sehenswürdigkeiten:

Aniarapark
Der wunderschöne Aniarapark liegt hinter der Bibliothek und dem Folketshus. Ein Park mit rauschendem Bach, einem Lusthäuschen und Statuen des Künstlers Carl Eldh. Schon im Bibliothekseingang sind seine Werke zu betrachten.

Baggeboda såg och skvaltkvarn
Unweit der Strasse zwischen der Halabrücke westlich des Sees und dem höchsten Punkt von Blekinge, Boafalls Backe, liegt die sehenswerte altertümliche Mühle von Baggeboda mit einem restaurierten Sägewerk. Ein naturschöner Weg führt zur alten renovierten Mühle und dem Sägewerk.

Ebbamåla Bruk
Technik und Kultur. Das Industriedenkmal des Jahres 1996 in Schweden. Hier gibt es ein Wasserkraftwerk, eine Modellschreinerei, ein Eisengießerei, eine Schmiede und eine Maschinenfabrik. Eine komplette Anlage von der Zeit der Industrielle Revolution mit alle Maschinen und mit Riemenbetrieb - und alles in Betrieb. Im Sommer drei Vorführungen pro Tag. Im Gebäude befindet sich ein Café und ein Souvenirshop.
Wegbeschreibung: Fahren Sie die Strasse 116 in Richtung Kyrkhult und nehmen dann, von Olofström aus gesehen, die erste Einfahrt. Fahren Sie so weit bis die Kirche zu sehen ist. Vor der Kirche rechts abbiegen. Von dort aus zeigt ein Wegweiser nach Ebbemåla.

Jämshögs Kyrka
Irgendwann während des 13. Jahrhunderts bauten Mönche (vermutlich aus Bäckaskog, Skåne) eine Kirche, wo die heutige Kirche steht. An der Nordseite sieht man heute noch deutlich die Mauerreste der mittelalterlichen Kirche.
Vor der Kirche steht ein Stein zur Erinnerung an jene Menschen, welche auf besondere Art und Weise durch Arbeit und Fleiß der Heimat dienten.

Stenbrottet Aronsberg
Aronsberg ist ein Steinbruch in dem schwarzer Granit (Diabas genannt) gebrochen wurde. Nutzen Sie die Gelegenheit bei Ihrem Besuch in Aronsberg sich ebenfalls die Steinschleiferei in Vilshult anzusehen.
Wegbeschreibung: Fahren Sie die Strasse 121 in Richtung Vilshult. In Vilshult rechts abbiegen und Richtung Kyrkhult fahren. Nach ca. 2 km kommt auf der linken Seite das Schild Brännarebygden.

Teknikens Land
Im Land der Technik kann die ganze Familie, ob jung oder alt, ausprobieren, experimentieren und spielen. Auf ca. 1000 Quadratmeter können die Besucher mehr als 150 technische und naturwissenschaftliche Phänomen näher untersuchen, die Faszination eines Flugsimulators erleben und noch vieles mehr.

Öppen Gård i Ebbemåla
Ebbemåla Gård ist ein "Freier Hof", der ökologisch betrieben wird. Hier kann man beispielsweise langhaarige "Higland Cattlekühe" betrachten und auf einem lehrreichen Waldpfad mehr über die Natur und moderne Forstwirtschaft erfahren. Ein Grillplatz bietet Grillmöglichkeit.
Wegbeschreibung: Fahren Sie (südlich gesehen) die Strasse 126. Hinter Hemsjö kommt eine Rechtskurve. Fahren sie weiter auf der Strasse 126 bis zum Schild "Ebbemåla". Hier rechts abbiegen und dann nach dem Schild "Öppen Gård" links abbiegen.


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