| Die Stadt
Hanoi ist die Hauptstadt des Landes Vietnam, beheimatet zusammen mit allen Randgebieten rund 4 Millionen Einwohner und befindet sich im Delta des Roten Flusses. Diese Region ist sehr fruchtbar, in den sich dort befindlichen ländlichen Gebieten wird Landwirtschaft und Obstanbau betrieben.
Hanoi besitzt eine Eleganz und Anmut, die Sie in keiner anderen asiatischen Stadt finden werden. Es ist eine würdevolle Hauptstadt, eine große alte Dame, deren verblühte Schönheit die Geschichten einer geheimnisvollen Vergangenheit erahnen lässt.
Sehenswertes
Doch die edlen Gebäude der Kolonialzeit sind nur eine von Hanois historischen Schichten. Bei einem Spaziergang um den kleinen See herum, der sich im Herzen Hanois befindet, wo alte Geschichten wie Wasserlilien gedeihen, können Sie eine Ahnung von der wahren kulturellen Tiefe dieser Stadt bekommen. Eine Legende erzählt von einer goldenen Schildkröte, die einst aus den grünen Tiefen des Sees aufgetaucht ist, um dem damaligen König ein Schwert mit magischen Kräften zu überreichen, das dieser im 15. Jahrhundert dazu benutzte um Einfälle aus dem Norden abzuwehren.
Schon im Jahr 1010, als der Kaiser Ly Thai To sich mit dem Hof von Thang Long hier niederließ, hatte Hanoi den Status der Hauptstadt Vietnams. Im Laufe der Jahrhunderte hat es seinen Namen mehrmals gewechselt, bis e dann im Jahre 1831 von Kaiser Tu Duc Hanoi- die Stadt im Bogen des Flussarms- getauft wurde. Zwischen 1902 und 1953 war es die Hauptstadt von französisch Indochina.
In zahlreichen Museen und Monumenten bewahrt die Stadt das Andenken an den langen Kampf um Vietnams Unabhängigkeit und seine Geburt als sozialistischer Staat.
In Hanois Altstadt ist die reiche Vergangenheit noch immer lebendig. Schlendern Sie die alten Straßen der Handwerkergilden hinunter, deren Warenangebote seit Jahrhunderten unverändert geblieben sind. Hier erleben Sie als Besucher den Alltag der Bewohner: Frauen, die mit Körben voll frischem Brot auf dem Kopf vorbeischreiten, Blumenverkäuferrinnen, die langsam ihre mit frisch geschnittenen Rosen, Chrysanthemen und Lilien beladenen Fahrräder durch den Verkehr schieben, Mönche in braunen Gewändern auf dem Weg zu einer Pagode.
Hanoi ist nicht nur das politische Zentrum Vietnams, sondern hier schlägt auch sein künstlerisches und kulturelles Herz. Der Besucher kann die friedvollen Gartenanlagen und Gebäude des Literaturtempels erkunden, früher eine Universität, an der die ersten Studenten sich im Jahr 1070 einschrieben. Auch heute zieht Hanois kulturelle Ausstrahlung Intellektuelle und Künstler an. In Dutzenden von Kunstgalerien werden die Früchte einer florierenden neuzeitlichen Kunstszene zur Schau gestellt.
Diese kreative Erbe überrascht nicht in einer Stadt, die zu ruhiger Kontemplation auffordert. Mit den Schatten spendenden Ufern ihrer kleinen Seen und den zahlreichen Straßencafés lädt Hanoi Sie ein, bei einer Tasse starken Kaffees, die Welt an sich vorüberziehen zu lassen. Sollten Sie länger in Hanoi bleiben, so werden auch Sie dem nostalgischen Zauber dieser Stadt erliegen.
Das Wasserpuppentheater soll im 11. Jahrhundert im Delta des Roten Flusses entstanden sein. Es wird üblicherweise im Freien mit einem Dorfteich oder See als Bühne und farbenprächtigen, holzgeschnitzten Figuren aufgeführt und von einem live Orchester begleitet. Dabei erheben sich die Puppen aus dem Wasser und agieren auf der Wasseroberfläche, indem sie von- dem Publikum unsichtbaren- Puppenspielern dirigiert werden, eine Fertigkeit, die große Kreativität und unglaubliches technisches Geschick erfordert. |