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Georgien
Südgeorgien

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Das südliche Gebiet des Landes teilt sich in die Region Meßcheti und Samzche- Dshawacheti, welche zwei der einstigen Stämme der georgischen Bevölkerung waren. Dies ist von historisch großer Bedeutung, daher werden diese Gebiete oftmals als die Wiege der georgischen Kultur bezeichnet. 

Samzche- Dshawacheti

Samzche- Dshawacheti bieten den Reisenden eine abwechslungsreiche, wunderschöne Landschaft. Vorrangig gibt es subalpine Wiesen und Wälder, bei Bakuriani und Abastumani sogar Berge vulkanischen Ursprungs und Täler bei Wardsia. Das Land ist reich an Gewässern, nicht nur an Mineralquellen wie in Bordshomi, sondern auch an Flüssen und Seen. 

Wirtschaftlich zählt diese Region jedoch zu den ärmsten Georgiens. Es gibt keinerlei Industrie mehr in dieser Region. Auch der Verkauf der landwirtschaftlichen Erzeugnisse wie z. B. der berühmten Kartoffeln aus der Region gestaltet sich problematisch. Anbieter aus dem Ausland können die Produkte zumeist zu einem günstigeren Preis anbieten, außerdem stellt der Weg zu den Märkten auf Grund mangelnder Transportmöglichkeiten und reparaturbedürftiger Straßen ein Problem dar.

Meßcheti

Der historisch größte Teil Meßchetis, der alte Name für das gesamte südwestliche Georgien, ist heute ein Teil der Türkei. Viele interessante georgische Kirchen und Mönchsklöster können Sie noch derzeitig in der Osttürkei besichtigen.

Vor der türkischen Besatzung wäre die Machthaber dieses Gebietes, der Jakeli- Clan, stark genug, enormen Einfluss auf die georgische Politik und sogar ihre eigene Außenpolitik auszuüben. Zum Beispiel verhandelte der Herzog Sargis Jakeli im Jahr 1266 mit dem eindringenden Mongolen und ermöglichte einen Friedensschluss. Damit verlor er jedoch den Einfluss über das übrige Georgien. Unter der osmanischen Besatzung litt das Gebiet mehr als andere. Nichtmoslems waren gezwungen eine Sondersteuer zu zahlen. Um die Steuer sowie weitere Repressalien der moslemischen Besatzer zu vermeiden, wechselten eine Vielzahl der Georgier zur islamitischen Glaubensgemeinschaft über.

Nach dem russisch- türkischen Krieg von 1828- 1829 wurde ein Teil von Meßcheti wieder Georgien angegliedert. Georgien selbst war nun Teil des russischen Reiches. Als Folge wurde viele der moslemischen Bewohner in die Türkei deportiert. Dies führte dazu, dass die Hauptstadt der Region Dshawacheti Achalkalaki fast ohne Einwohner war. Deshalb wurden Armenier eingeladen, sich in den leerstehenden Wohnhäusern niederzulassen.

Während des zweiten Weltkrieges wiederholte Stalin die Deportationen und ließt die übrigen meßchetischen Türken, wie sie üblicherweise genannt werden, in das Fergana- Tal in Zentralasien bringen. Sie standen unter Verdacht, mit den Deutschen zu kooperieren. Zu Anfang der 90er Jahre des 20. Jahrhunderts waren die Opfer von Angriffen von anderen Bewohnern des Tals, bei diesen Auseinandersetzungen hatte der russische Geheimdienst seine Hände mit im Spiel. Viele der Meßcheten flohen nach Aserbaidschan und in den Nordkaukasus. Dieses Gebiet wird nunmehr von den Armeniern beansprucht, so dass hier ein neuer ethnischer Konflikt aufbrach.


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