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Taiwan
Geschichte

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1683 
Eroberung durch Mandschu-Dynastie und Eingliederung in die Provinz Fujian. 

1885 
Taiwan wird eigene chinesische Provinz. 

1895
Im Frieden von Shimonoseki an Japan abgetreten. 

1945 
Nach der Kapitulation von Japan geräumt und gemäß Kairoer Deklaration von 1943 von China übernommen. 

1949
Am 7. Dezember wird Taiwan - nach Ausrufung der Volksrepublik China (1. Oktober 1949) - provisorischer Sitz der Regierung der "Republik China" mit Taipei als provisorischer Hauptstadt. 

1951
Japan verzichtet im Friedensvertrag von San Francisco auf Taiwan, ohne dass bestimmt wird, an wen die Rückgabe erfolgt. 

1971 
Im November entscheidet Vollversammlung der Vereinten Nationen, dass das Vertretungsrecht für China in den Vereinten Nationen der Volksrepublik China zusteht; Taiwan verliert Sitz und Stimme in der Vollversammlung und die Ständige Mitgliedschaft im Sicherheitsrat. 

1975 
Im April stirbt Präsident Chiang Kai- shek, sein Sohn Chiang Ching- kuo übernimmt Führung der KMT und wird 1978 Präsident. 

01.01.1979 
Anerkennung der Volksrepublik China durch die USA. Die US-Regierung bricht die diplomatischen Beziehungen zu Taiwan ab. Inoffizielle wirtschaftliche, kulturelle und andere Beziehungen bleiben bestehen. 

15.07.1987 
Aufhebung des Kriegsrechts, Zulassung der DPP und anderer Parteien.
 
13.01.1988 
Tod Präsident Chiang Ching- Kuos. Lee Teng-hui wird zum Präsidenten ernannt. 

02.12.1989 
Allgemeine Wahlen zusätzlicher Mitglieder des Legislativ- Yüans, der Provinzversammlung sowie der Landräte, der Landkreise und der Stadtverordneten von Taipei und Kaohsiung. Bei Parlamentswahl sinkt Stimmenanteil der KMT von 70 % auf 59 %. 

21.03.1990 
Wahl Lee Teng- huis zum Präsidenten durch Nationalversammlung. 

01.05.1991 
Offizielle Beendigung des Bürgerkriegs: Aufhebung des Notstands der "Periode der Mobilmachung zur Niederwerfung der kommunistischen Rebellion". 

29.04.1993 
Erstes Treffen der Vorsitzenden der inoffiziellen taiwanischen "Straits Exchange Foundation" (SEF) und der inoffiziellen chinesischen "Association for the Relations Across the Taiwan Straits" (ARATS) in Singapur. 

21.-27.11.94 
6. Treffen von SEF und ARATS auf Arbeitsebene. 

06.12.1994 
US-Verkehrsminister besucht Taipei als erstes Mitglied der US- Regierung seit Abbruch diplomatischer Beziehungen in privater Eigenschaft und löst damit Protest der VR China aus. 

08/09.06.95 
Privatbesuch Präsident Lees an der Cornell-Universität/USA. Peking beruft Botschafter aus Washington zurück und suspendiert die Gespräche zwischen SEF und ARATS. 

07./08. 95 
Raketentests der Volksrepublik China vor den Häfen Keelung und Kaohsiung und Medienangriffe als Warnung vor Privatbesuchsdiplomatie und vor Präsidentenkandidatur Lees. 

23.03.1996 
Lee gewinnt mit 54 % erste direkte Präsidentenwahl. 

18.07.1997 
"Einfrieren" der Provinz Taiwan, Abschaffung des Erfordernisses der Zustimmung des Legislativ- Yüans zur Ernennung des Premierministers durch den Präsidenten. 

29.11.1997 
Wahlen in Kreisen und kreisfreien Städten (DPP 43 %, KMT 42 %). 

14.-19.10.98 
Reise des SEF- Vorsitzenden Koo Chen- fu in die VR China. 

05.12.1998 
Parlamentswahlen (KMT 46 %, DPP 30 %, CNP 7 %). 

09.07.1999 
Präsident Lee definiert Taiwanstraßenverhältnis als "besondere Beziehungen von Staat zu Staat". See- und Luftmanöver der VR China in der Taiwanstraße. 

21.02.2000 
China droht in Weißbuch mit Gewalt nicht nur für den Fall taiwanesischer Unabhängigkeitserklärung, sondern erstmals auch für den Fall, dass Taiwan Vereinigung dauerhaft verweigert. 

18.03.2000 
Chen Shui- bian (DPP) gewinnt Präsidentenwahl mit 39% der Stimmen vor dem unabhängigen James Soong (37 %) und Vizepräsident Lien Chan (KMT 23 %). 

24.04.2000 
Nationalversammlung tritt Befugnisse weitgehend an Legislativ-Yüan ab. 

20.05.2000 
Amtsantritt von Präsident Chen Shui- bian und der Regierung des Premierministers Tang Fei (KMT). 

03.10.2000 
Rücktritt von Premierminister Tang Fei. 

04.10.2000 
Ernennung von Premierminister Chang Chun- hsiung. 

27.10.2000 
Entscheidung der Regierung, den Bau des 4. Kernkraftwerks einzustellen. Opposition leitet erfolgloses Amtsenthebungsverfahren gegen Präsident Chen Shui-bian ein. 

02.01.2001 
Aufnahme von Direktverbindungen zwischen den Inseln Kinmen und Matsu mit dem chinesischen Festland.

14.02.2001 
Im Anschluss an eine entsprechende Entscheidung des Verfassungsgerichtes einigen sich Regierung und Opposition darauf, den Bau des 4. Kernkraftwerkes fortzusetzen. 

25.04.2001 
US-Präsident Bush erklärt in TV-Interview, Taiwan notfalls "mit allen notwendigen Mitteln" beizustehen.
 
21.05.-05.06.2001 
Lateinamerika-Reise von Präsident Chen Shui- bian mit Zwischenstopps in New York und Houston. 

12.08.2001 
Gründung der Taiwan Solidarity Union (TSU) unter Regie von Ex-Präsident Lee Teng-hui. 

01.12.2001 
Neuwahlen zum Legislativyüan, DPP wird stärkste Partei. 

01.01.2002 
Taiwan wird unter dem Namen "Separate Customs Territory of Taiwan, Penghu, Kinmen and Matsu (Chinese Taipei)" Mitglied der World Trade Organisation (WTO). 

01.02.2002 
Amtsantritt der neuen Regierung unter Premier Yu Shyi- kun (DPP). 

03.08.2002 
Aufsehenerregende Rede von Präsident Chen Shui- bian "Ein Land auf jeder Seite der Taiwanstraße" 
September 2002 Taiwan und Mongolei vereinbaren, inoffizielle Vertretungen in Taipei und Ulan Bator zu errichten. 

07.12.2002 
Bürgermeister- und Stadtratswahlen in Taipei und Kaohsiung (mit Siegen der KMT in Taipei und der DPP in Kaohsiung). 

26.01.-10.02.2003 
Erstmalige Aufnahme von direkten Charterflügen (mit Zwischenlandungen in Hongkong oder Macao) zwischen Taiwan und dem Festland (Shanghai) während des Chinesischen Neujahrsfestes 
April - Juni 2003 SARS- Krise erschüttert Taiwan (mit über 800 Infizierten und 84 Toten). 

31.10.-07.11.2003 
Besuch von Präsident Chen Shui- bian in Panama und in den USA (New York und Alaska). 

20.03.2004 
Wiederwahl von Präsident Chen Shui- bian für eine zweite Amtsperiode (2004- 2008).

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