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Mongolei
Umgangsformen & Trinkgelder

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Umgangsformen   Bei formellen Begegnungen sowie fremden Personen gegenüber wird "Ta sain baina uu?" verwendet, was "Wie geht es? bedeutet. Bekannte grüßen sich mit einem lockeren Hallo - Sain uu oder Was gibt es Neues? - Sonin yutai ve? Auf dem Land tauschen die Menschen zur Begrüßung ihre Pfeifen oder ihren Schnupftabak aus und bekunden Interesse an der Entwicklung des Viehs oder sprechen über Wetterdinge. 

Mongolische Namen bestehen aus einem Vaternamen und einem Rufnamen. Es wird sich immer mit dem Rufnamen angesprochen. Der Vatername wird selten und niemals allein genutzt. Dieser hat den Zweck zwischen den Menschen zu unterscheiden, die den gleichen Rufnamen besitzen und ist der Genitiv des väterlichen Namens. Zum Beispiel hat eine Person mit dem Namen Hashbatyn Hulan den Rufnamen Hulan, und ihr Vater heißt Hashbat. Wenn sie eine Person anreden, sollten Sie an den Rufnamen einen Titel anfügen, mit welchem der Rang, der höhere Status, das höhere Alter oder der Beruf impressioniert werden kann. Ein geachteter Lehrer wird z. B. mit "Batbayar bagsh" angesprochen, oder ein ehrwürdiger, älterer Mann mit "Sumiya guai" - Herr. "Guai" wird auch bei weiblichen Personen gebraucht. 

Gastfreundschaft ist eine uralte Tradition und unangemeldete Gäste sind keine Seltenheit. Bei formellen Besuchen sitzt der Gastgeber gegenüber dem Eingang, die Frauen sitzen auf der linken, die Männer auf der rechten Seite. Den Gästen wird Tee mit Milch oder aber auch Butter angeboten. In der Sommerzeit wird statt Tee auch oft Airag gereicht, Wodka kann zu jedem Anlass angeboten werden. 

Die Gäste bringen zumeist ein kleines Präsent als Dankeschön für den Gastgeber und dessen netter Bewirtung mit. Bei wichtigen Anlässen werden älteren oder höhergestellten Menschen als Zeichen der Achtung und bester Wünsche ein blaufarbenes Seidenband- auch Khadag genannt- sowie eine mit Airag gefüllte Silberschale übergeben.

Bei einer Einladung zum Essen fragen Sie immer nach dem Fleisch mit der schlechtesten Qualität, da sich das beste nur aus Fett zusammensetzt. Wenn Sie etwas nicht möchten jedoch die Regeln der Gastfreundschaft nicht verletzen wollen berichten Sie von Magenschmerzen - das ist das einzige Argument, welches die Einheimischen gelten lassen. Als Vegetarier haben Sie in der Mongolei kein leichtes Spiel, da es kaum Speisen gibt, die ohne Fleisch serviert werden.
Trinkgelder In der Mongolei ist es unüblich Trinkgeld zu geben.

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