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Kambodscha
Die kambodschanische Tier- und Pflanzenwelt

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Fauna

Kambodscha beherbergt die bedeutendsten, noch lebenden Säugetiere in Südostasien. Bedrohte Tierarten und das fast ausgestorbene Kouprey - das Nationaltier des Königreiches und das weltweit größte Säugetier - finden hier ihren artgerechten Lebensraum.

In den Wäldern Kambodschas leben Affen, Schlangen, Elefanten, Leoparden, Tiger und Bären.

Auf Lichtungen trifft man auf grasende Bantengs und Gaure, wilde Wasserbüffel und nur sehr selten auf Seraus. Letztere sind etwa 90 cm hohe, grau- schwarze Bergziegen die in den Gebirgen heimisch sind. Es gibt aber auch Wildtiere, Marder, Otter und zahlreich weitere Tierarten in Kambodscha.

Sehr stark gefährdet sind Tiere im Land sind z.B. das Sumatra- Nashorn, das Kouprey oder der Braunhirsch.

Zahlreiche Reptilien wie z.B. Warane, Krokodile oder Schildkröten leben in Kambodscha. Des Weiteren lebt in Kambodscha die weltweit größte Giftschlange - die Königskobra. Außerdem sind auch noch weitere Schlangenarten wie z.B. die Krait im Land beheimatet.

An der Küste leben zahlreiche Vögel wie Kormorane, Reiher, Fasane und Pelikane.

In den kambodschanischen Flüssen und Seen wurden bis heute rund 850 unterschiedliche Fischarten gesichtet. Zu diesen gehört auch der 3 Meter lange und 300 Kilogramm schwere Mekong- Riesenwels, welcher wohl der größte Süßwasserfisch der Welt ist. Von den Einheimischen wird er als "Riesenfisch" oder "Königsfisch" bezeichnet. Der zahnlose Vegetarier ist völlig überfischt und inzwischen ebenfalls stark vom Aussterben bedroht.

Heutzutage leben die Delfine hauptsächlich in der Kratie und Stung Treng Provinz in tiefen Wasserbecken und überfluteten Wäldern. Ihre Anzahl beträgt ungefähr noch 40- 60, sie sind 2- 3 Meter lang und können ein Gewicht von bis zu 180 Kilogramm erreichen. Die Lebenszeit dieser Tiere beträgt 20- 40 Jahre. Die Weibchen können alle zwei Jahre ein Junges bekommen, meist zwischen Juni und August. Wenn die Jungen zur Welt kommen sind sie einen Meter lang und wiegen rund ein Fünftel der ausgewachsenen Delfine. Die Rudel bestehen aus einer Gruppe von 6- 10 Delfinen, die sich von kleinen Fischen, Schnecken und Schalentieren ernähren. Sie können mit einer Geschwindigkeit von bis zu 42 Kilometer pro Stunde schwimmen und 5- 10 Minuten ohne Sauerstoffzufuhr auskommen. Die Verständigung zwischen den Tieren läuft über Schallwellen ab.

Kirirom Nationalpark

Dieser Park wurde ursprünglich im Jahr 1945 als Ferienressort und Touristenort eingerichtet. Das Gebiet wurde vom König auf Vorschlag eines Mönchs aus Phnom Penh Kirirom, "Freudenberg" genannt.

Einen 700 Meter hoher Berg bedeckt eine Fläche von 35.000 Hektar und liegt im Phnom Sruoch Distrikt, Kampong Speu Provinz, 120 Kilometer westlich von Phnom Penh. Er kann über die Nationalstraße Nummer vier erreicht werden. In diesem Naturschutzgebiet sind Tiere wie Affen, Schlangen, Leoparden und Tiger zu finden. Für Naturliebhaber ist dieser Park ein schönes Erlebnis, da die einmalig üppig grüne Pflanzenwelt atemberaubend ist.

Das natürliche Ressort wird von vielen aus Japan importierten Kiefernarten, Kaskaden und heißen Grotten geziert und bietet auch eine kühle Brise. 

Flora

Die Pflanzenwelt Kambodschas ist im Vergleich zu anderen asiatischen Ländern in einem guten Zustand. Etwa 60 % des Landes sind von artenreichen Urwäldern bedeckt.

Die Menschen leben im Einklang mit der Natur und kennen die vielen verschiedenen Pflanzenarten, die für sie von wirtschaftlicher, medizinischer und kultureller Bedeutung sind. In den Wäldern wachsen seltene, vom Aussterben bedrohte Baumarten, wie der burmesische Ebenholzbaum, der Schwarzholzbaum und der siamesische Rosenholzbaum.

Auf Grund der unterschiedlichen klimatischen Verhältnisse hat das Land Kambodscha mehrere Waldtypen. In Höhe von mehr als 700 Metern wachsen immergrüne Bergwälder, in denen kälteres und feuchtes Klima herrscht. Die Böden sind nährstoffarm und die Bäume erreichen eine Höhe von 20 Metern. Farne wachsen auf dem Untergrund. Tropischer Regenwald wächst im feucht- warmen Klima unter 700 Metern. Die Bäume erreichen dort eine Höhe von 40- 50 Metern. Palmen, Lianen und eine große Artenvielfalt an niedrigen Bäumen und Büschen gedeiht im Unterholz. Die Savanne ist von sehr nährstoffarmen und trockenen Böden geprägt. Die kargen Wälder sind niedrig und die Vegetation besteht hauptsächlich aus stachligen Gewächsen mit harten Blättern. Die Mangrovenwälder hingegen bedecken große Flächen an der Küste und wachsen an der Trennlinie zwischen Land und Meer. Die Wurzeln dieser Büsche wachsen tief in den Boden. Ihre ökologische Aufgabe besteht darin, das Ufer vor der Gewalt des Meeres zu schützen. Die vielen Shrimp- Farmen und auch die Holzkohlegewinnung bedrohen die Mangrovenwälder immer mehr.


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