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Großbritannien
Geschichte

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55-54 v. Chr.

Invasion Britanniens durch Julius Cäsar

1. bis 5. Jh.

Römische Provinz bis zum Niedergang des Weströmischen Reiches

5. und 6. Jh.

Im Zuge der Völkerwanderung Eindringen der Angeln, Sachsen, Friesen und Niederfranken; aber zunächst kaum Vermischung mit den ansässigen Kelten

ab 7. Jh.

Christianisierung

8. und 9. Jh.

Territoriale und politische Strukturierung des Landes bes. unter Alfred d. Großen als König von Wessex (871-899), Anfänge der Ausbildung einer starken Zentralgewalt, Entwicklung der englischen Sprache; Verdrängung der keltischsprachigen Bevölkerung in die westlichen und nördlichen Randgebiete; Einfall von Wikingern

1066

Wilhelm der Eroberer besiegt bei Hastings den angelsächsischen König Harold II und wird König, Wilhelm bringt aus der Normandie das Lehnswesen mit. London wird Zentrum

1215

Magna Charta unter König Johann (u.a.: keine Steuer ohne gemeinsame Beratung des Königreichs; Inhaftierung nur durch rechtmäßiges Urteil von seinesgleichen aufgrund des Gesetzes; König darf niemanden prompte Gewährung von Recht und Gerechtigkeit versagen)

1337-1453

Hundertjähriger Krieg um den englischen Besitz auf dem Gebiet des heutigen Frankreich gegen die französischen Könige

1455-1487

Rosenkriege zwischen den Häusern York und Lancaster

1534-1540

Englische Reformation, Bruch der englischen Kirche mit Rom unter Heinrich VIII

1536-42

Union Englands mit Wales

1558-1603

Ablösung Spaniens als erste Seemacht unter Elisabeth I

1588

Sieg über die spanische Armada

17. Jh.

Beginn kolonialer Expansion nach Nordamerika und Indien

1642-1651

Bürgerkriege zwischen Parlament und Krone

1649

Hinrichtung Königs Karl I

1653-1658

Oliver Cromwell regiert als Lord Protector

1660

Wiederherstellung der Monarchie, aber Verlust ihres Nimbus’

1688/89

Glorious Revolution/Declaration of Rights: weitestgehende Beschränkung monarchischer Macht durch das Parlament

1701

Act of Settlement durch das Parlament bestimmt unter Umgehung aller katholischen Prätendenten den Übergang der Thronfolge auf die Kurfürstin v. Hannover und deren Nachkommen; endgültiger Durchbruch zur parlamentarischen Monarchie

1707

Acts of Union vereinigen die Parlamente Englands und Schottlands

1721-1742

Robert Walpole de facto erster Premierminister (Prime Minister)

1756-1763

Westminster Convention bringt im Siebenjährigen Krieg England an Preußens Seite

1775-1783

Amerikanischer Unabhängigkeitskrieg führt zum Verlust der 13 amerikanischen Kolonien

1760-1830

Frühe Industrialisierung, Großbritannien steigt zur führenden See-, Handels- und Kolonialmacht der Welt auf; das Empire umfasst 200 Mio. Menschen

1801

Union Großbritanniens mit Irland: Vereinigtes Königreich

1815

Wiener Kongress bestätigt die kolonialen Erwerbungen

1832

Reform Act steigert Anteil wahlberechtigten Männer (abhängig von Steuerleistung) auf 18,4 % der Bevölkerung

1837-1901

Regierungszeit Königin Victorias; das Vereinigte Königreich steigt zur führenden Wirtschaftsmacht auf; damit einhergehend Übergang von der aristokratisch-agrarischen zur bürgerlich-industriellen Gesellschaft

1914-1918

Vereinigtes Königreich im Ersten Weltkrieg an der Seite Frankreichs, Russlands und der USA

frühes 20. Jh.

Labour Party wächst als Vertretung der Arbeiterschaft zu einer festen Größe im politischen System;
Wahlrecht für alle Männer; allg. Wahlrecht für Frauen ab 1928

1918

Washingtoner Flottenabkommen verdeutlicht den weltpolitischen Machtverlust Großbritanniens trotz Sieges im Ersten Weltkrieg

1922

Novum der Parität der Flottenstärke mit den USA

 

In der Zwischenkriegszeit Umgestaltung des Empire in ein Commonwealth of Nations

1940-1945

Neville Chamberlains Appeasement-Politik wird durch Winston Churchill beendet, der Großbritannien erfolgreich durch den Zweiten Weltkrieg führt

1945

Gründungsmitglied der Vereinten Nationen, ständiges Mitglied im Sicherheitsrat

1947

Indien und Pakistan unabhängig, in folgenden Jahren Auflösung des Commonwealth als Kolonialgebilde

1949

Gründungsmitglied von NATO, WEU

1952

Amtsantritt Elisabeth II

1956

Suez-Krise trägt zu außenpolitischer Neuoritierung bei

1973

EG-Beitritt

1979-1990

Ära Thatcher: Abkehr von der Nachkriegskonsenspolitik, wirtschaftliche Radikalkur: Privatisierung, Deregulierung, Zerschlagung der Gewerkschaftsmacht, Abbau des Wohlfahrtsstaates, Inflationsbekämpfung

1982

Falklandkrieg

1997

Nach 18 Jahren konservativ geführter Regierung wird mit Tony Blair der Premierminister wieder von Labour gestellt

2001

Erneuter Wahlsieg Labours

März 2003

Beteiligung am Krieg gegen Irak an der Seite der USA

Juni 2003

Die britische Regierung stellt fest, dass die von ihr aufgestellten wirtschaftlichen Voraussetzungen für einen Beitritt zum Euro derzeit nicht vorliegen. Eine erneute Überprüfung soll im Frühjahr 2004 erfolgen.


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