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Andorra
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Romanische Kunst
Andorra hat in seiner tausendjährigen Geschichte architektonische Schätze von authentischem Reichtum bewahren können, ebenso wie seine herkömmlichen Traditionen, die dazu beitragen, dem Land seine Identität zu verleihen und seine Ursprünge zu bezeugen. Streift man durch seine Täler, so durchlebt man in wenigen Augenblicken mehrere Jahrhunderte seiner Geschichte und entdeckt eine traditionelle und volkstümliche Kultur, bei der Vergangenheit und Gegenwart zu einer vollkommenen Einheit verschmelzen.
 Der größte Teil des architektonischen Erbes besteht aus Denkmälern religiöser Natur, ob es sich nun um Gebäude, Skulpturen oder Gemälde handelt.
In den Tälern kann man beeindruckende Beispiele für romanische Kunst in Reinkultur erkunden, insbesondere die 40 kleinen Kirchen oder seine zahlreichen mittelalterlichen Brücken.
Wollte man hier alle Herrlichkeiten aufzählen, so würde die Liste zu lang werden. Deshalb sei hier nur auf die Kirche in Santa Coloma (Andorra la Vella) hingewiesen, eine der ältesten im Fürstentum. Weiter gibt es noch die Margineda-Brücke (Sant Julià de Lòria) und die von Sant Antoni (La Massana). Das Heiligtum von Meritxell (Canillo), das aus den Überresten einer Kirche aus dem 17. Jahrhundert besteht, wurde seinerseits auf den Ruinen einer romanischen Kirche erbaut, und den modernen Tempel baute der Architekt Ricard Boffil wieder auf …
Museen
Andorra verfügt über zahlreiche Museen, welche die Geschichte dieses kleinen Landes dokumentieren. Das Casa de la Vall (Andorra la Vella), Sitz des Generalrates der Täler, wurde 1580 errichtet. Dort kann man den Gerichtssaal, den Sitzungssaal des Generalrates (in dem sich der Schrank mit den sieben Schlüsseln befindet, in dem dereinst die Unterlagen des Rates aufbewahrt wurden), den vornehmen Saal und die mit traditionellen Möbeln eingerichtete Küche besichtigen. Draußen kann man neben dem Garten mehrere Monumente bewundern, darunter eines von Josep Viladomat.
 • Das Heiligtum von Meritxell (in Canillo), vom Architekten Ricard Bofill auf den Überresten einer alten, heruntergebrannten Kirche erbaut, beherbergt eine Gedenkausstellung mit dem Titel "Meritxell, Memòria", in der die Geschichte des Volkes, der Kirche und des Brands erläutert wird. Im Haus sind viele Originalräume erhalten, die an die Vornehmheit der Familie Areny-Plandolit erinnern.
• Das Museum Josep Viladomat (in Escaldes-Engordany) wartet mit einem vollständigen Beispiel des Werkes und der Entwicklung dieses 1899 in Katalonien geborenen und 1989 in Andorra verstorbenen Künstlers auf.
• Das Museum der Modelle romanischer Kunst (in Escaldes-Engordany) stellt etwa dreißig Reproduktionen aus. Auf diese Weise kann sich der Besucher an einem einzigen Ort einen Überblick über die wichtigsten Gebäude des Fürstentums im kleinen Maßstab verschaffen.
• Das Museum Matrioschka (in Escaldes-Engordany) zeigt etwa 300 russische Puppen. Ein kleiner Schaufilm zeigt die Herstellung dieser Puppen wie auch die Geschichte der Frauen, ihre Lebensumstände, die Entwicklung ihrer Rechte und ihre Rolle in der Gesellschaft.
• Das Museum Sant Jordi (in Ordino) stellt gut hundert Ikonen aus, künstlerischer Ausdruck der orthodoxen religiösen Kunst Russlands, der Ukraine, Bulgariens und in Byzanz vom 17. bis 19. Jahrhundert.
• Das Museum Siadristyi (in Ordino) zeigt Mikrominiaturarbeiten von Nikolaj Siasdristyi, die als die besten der Welt angesehen werden. Seine von Hand ausgeführten Werke bestehen aus edlen Materialien (Gold, Platin), unter Verwendung von Papier, Obstkernen oder Reiskörnern. Man kann seine Werke durch Vergrößerungsgläser betrachten, welche die Gegenstände mehr als 300 mal vergrößern.
• Das Nationalmuseum des Automobils (in Encamp) beherbergt eine Sammlung herrlicher Fahrzeuge aus allen Epochen und lädt damit zu einer Zeitreise ein.
• Das Postmuseum (in Ordino), das sich in der sogenannten "borde del Raser" befindet, ist Nachfolger des alten Postmuseums, das sich einst in den Gewölben des Casa de la Vall befand. Das Postmuseum zieht wegen seiner didaktischen und angenehmen Präsentation ein breites Publikum an und breitet die philatelistischen Schätze Andorras aus.
 • Das Museum Casa Rull (in Sispony) ist ein Herrenhaus, in dem das Familienleben gegen Ende des 19. und zu Anfang des 20. Jahrhunderts dargestellt wird.
• Das Museum Casa Cristo ist eine weitere traditionelle Wohnung, die wegen ihres ursprünglichen Materials und Mobiliars ein gewisses Interesse beanspruchen darf.
• Schließlich wartet das Zentrum für geschichtliche Interpretation der Cortinada mit umgewidmeten Industriegebäuden auf: mit der Solé-Mühle (aus dem 17. Jahrhundert), dem Sägewerk und der Pal-Mühle (aus dem 16. und 17. Jahrhundert), sowie einer Sant Marti geweihten Kirche (romanischer Bau, der im 17. und 18. Jahrhundert erweitert wurde).
• Casa d'Areny Plandolit (Ordino) Das Haus gehörte der Familie Areny-Plandolit. Einige Mitglieder spielten eine wichtige Rolle in der andorranischen Politik, so Don Guillem, Baron von Senaller und Gramenet, Syndikus Mitte des 19.Jahrhunderts und einer der Förderer der Neuen Reform von 1886, wodurch allen Familienvorstehen das aktive und passive Wahlrecht zuerkannt wurde. Erhalten blieben viele der ursprünglichen Räume, die das Herrschaftliche Ambiente jener Zeit wiedergeben.
 • Museu del Pin (Ordino) Dieses Museum zeigt 52.000 pins, klassifiziert in 78 Thematiken. Es gibt auch ein Saal in dem nur Pins von Andorra ausgestellt sind. Das Pin Museum, ist das einzige dieser Art auf der Welt und besitzt einen Guinness Rekord.
• La Farga Rossell Interpretationszentrum des Eisens. Das Tal von Andorra war zwischen dem 17. und dem 20.Jahrhundert, eine eisenproduzierende Zone. Von dieser Vergangenheit ist die Farga Rossell eines der besser erhaltenen Zeugnisse der Pyrenäen. Die Farga Rossell wurde zwischen den Jahren 1842 und 1846 erbaut, und von einer kurzen Stillegungsperiode abgesehen, war diese bis zum Jahre 1876 aktiv. Diese Daten machen aus ihr eine der letzten Eisenhütten die in Andorra gearbeitet haben. Eine Multimediaschau und verschiedene audiovisuelle Videos führen den Besucher in die Welt des Eisens ein. |
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