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1. Essen
Die Thai-Küche gilt als eine der besten und vielfältigsten der Welt. Kaum eine Straße ohne Restaurant, an jeder Ecke locken Imbiss-Stände und fahrbare Garküc hen. Die mobilen Stände gehören zu Thailand wie die Tempel und sind Anlaufpunkte aller Klassen und Generationen.
Die thailändische Küche ist fettarm, vitaminreich und sehr gesund. Zudem ist sie dem tropischen Klima angepasst. Scharfes hilft gegen Bakterien und bringt den Kreislauf auch bei hoher Luftfeuchtigkeit in Schwung.
Beliebte Gerichte sind grünes oder rotes Curry mit Hühner oder Rindfleisch, Gemüse (Auberginen) und Erdnüssen (Gaeng Kiau Wan Gai oder Gaeng Massaman), gebratener Reis mit Schweinefleisch (Kao Pad Mu) oder mit Garnelen und Bohnensprossen (Pad Thai Gung Sod), Reissuppe mit Schweinefleisch (Kao Tom Mu), Nudelsuppe mit Schweinefleisch (Kui Tiao Nam), gebratenes Rindfleisch in Austernsoße (Pad Pak Ruam Mit), gebratener Tintenfisch mit Knoblauch und Pfeffer (Plamuk Thod Katiam Pik Thai), Suppe mit Hühnchenfleisch in Kokosnussmilch (Tom Yam Gung), oder Glasnudelsalat mit Kräutern, Garnelene und Schweinehack (Yam Wunsen).
Tischsitten
Thai-Gerichte werden in mundgerechten Stücken serviert. Messer sind daher überflüssig, Steaks ohnehin unbekannt. Gegessen wird mit Löffel und Gabel. Essstäbchen gibt es in der Regel nur zu Nudelgerichten. Ein typisches Thaimenü besteht aus mehreren Gerichten in verschiedenen Geschmacksrichtungen, die gleichzeitig serviert werden. Z. B. Suppe, Curry-Gericht, Omelette, Salat, Gemüse und Fisch. Dazu gehört grundsätzlich ein großer Topf Reis. Jeder darf sich selbst bedienen und die Reihenfolge der Gerichte spielt keine Rolle.
2. Getränke
Getränke gibt es reichlich sind aber im Verhältnis zum Essen recht teuer. Für ein Bier kann man auch zwei mal einfach essen gehen. Das Günstigste ist natürlich Wasser oder aber die tollen leckeren Fruchtsäfte, die bestimmt nicht aus der Tüte sondern meistens mehr oder minder direkt vom Baum kommen. Auch super sind die geeisten frischen Kokosnüsse, die man überall ab ca. EUR 0,30 bekommt. Relativ gute australische und südafrikanische Weine sind in den meisten Bars verfügbar (Achtung, etwas teuer).
Die Thais sind aber nicht nur gute Köche sondern auch geniale Barmixer -das sollte man unbedingt ausprobieren- aber nicht mehr als 2-3 Mal am Abend, da sonst ein mittelschweres Kreisen im unteren Stirnbereich schlagartig und unverhofft den Abend erheblich verkürzen kann. Ansonsten "Prost" oder tschokli kap.
Bier Der Biermarkt hat sich stark gewandelt in Thailand. Früher monopolistisch in der Hand der Singha Brauerei, kamen später die Brauereien Carlsberg und Heineken dazu. Doch immer noch hatte Singha einen Marktanteil von über 80%. Bier war zu jener Zeit ein absolutes Luxusgetränk, da ein Thai sich für ein Bier schon mal 4-5 Portionen Essen holen konnte. Dann kam Carlsberg mit nicht mal 12% Marktanteil auf die Idee ein gutes Billigbier mit dem Namen Chang zu brauen. Das Bier gewann massenhaft Preise wegen seiner Reinheit und seines guten Geschmacks. Das Singha Bier hat nun nur noch unter 20% vom Markt und die gesamten Bierpreise sind Buddah sei Dank- im Keller.
Longdrinks Fast durchgängig wird an den Bars 1,5 bis 3 EUR berechnet. Die Mischungsverhältnisse sind normalerweise großzügig. Sollte dem nicht so sein, so gebt einfach Bescheid.. Außerhalb der Touristenzentren gibt es kaum einzelne Drinks sondern man kauft Flaschen. Die Preise dafür liegen je nach Lokalität zw. 6 EUR (0,35 l Thaiwihiskey) und 20 EUR (1 l Jonnie Black Label) inklusive dem ganzen Zubehör (Coke, Eis o.Ä.).
Wasser (Nam) Die billigste Variante. Zwischendurch nicht schlecht um sich zu regenerieren, vor allem passt es zu Allem. Kostet zwischen 0,2 und 0,5 EUR in Restaurants und Bars und 2-5 Bath in Geschäften (0,5 l). In vernünftigen Hotels gibt es immer 2 Flaschen Wasser gratis. Solange es nicht aus der Leitung kommt, kann man es trinken. Von der 0,2 l bis zur 15 l Ballonflasche gibt es die unterschiedlichsten Verpackungsgrößen. Wasserspender stehen in fast allen Gebäuden und man darf zugreifen.
Landeseigene Wassersorten Reichliche Auswahl, die sich inzwischen im Geschmack kaum noch unterscheiden. Früher gab es einige Sorten die verdächtig nach Hallenbad rochen (zugesetztes Chlor) aber die Zeiten scheinen vorbei zu sein. Das Billigste ist das in den Weichplastikflaschen, und trotzdem trinkbar (ca. 5 Bath pro Liter).
Importiertes Wasser Kaum zu glauben, importiertes Bier oder andere eingeführte Alkoholikas sind kaum vorhanden, aber WASSER ??? Das gibt es aus Frankreich, aus deutschen Landen und sogar aus Südafrika !! Wer zum Teufel fliegt nach Thailand um südafrikanisches Wasser zu trinken ???
Eiswürfel Wer irgendeinem älteren Reiseführer traut, der trinkt seine Getränke warm ist aber selbst schuld (thai: "somnamnah"), denn die Produktion von Eis ist seit vielen Jahren - unter staatlicher Kontrolle - grossen Produktionsfirmen vorbehalten. Das Eis gibt es in allen Formen (vom Eiswürfel über die 2 kg Stange bis zum grossen Block oder Crasheis. Es gibt zwei Qualitätsstufen, die eine zum Kühlen von Kühlschränken oder Fischauslagen, die andere zum Verzehr. Damit da keine Verwechslungen aufkommen haben die Würfel unterschiedliche Formen
Fruchtsäfte 4 Sorten gibt es eigentlich überall: Orangensaft (Nam-Som), verdünnten und gezuckerten Limonensaft (Nam Manau), Ananassaft (Nam Sapperlot) und Melonensaft (Nam Dängmoh). Die Preise bewegen sich zw. 0,5 und 1 EUR. Alle werden frisch gepresst und sind eisgekühlt ein Genuss. Außerdem gibt es an Stränden noch die leckeren, geeisten Kokosnüsse (Mapauh). In Einkaufszentren gibt es dann einen Saftstand mit der ganzen Palette von Mango über Maracuja.........
Softdrinks Die ganze Palette der amerikanischen Softdrinks ist hier vertreten, sowohl Coke als auch Pepsi und Derivate. Preise zwischen 0,3 und 0,8 EUR. Soda wird von der Singha Brauerei vertrieben, ist aber sehr "gasig".
Wein Inzwischen gibt es thailändische Weine die durchaus trinkbar sind und sich den Markt mit australischen und südafrikanischen Weinen teilen. Allerdings sind ausnahmslos alle recht teuer.
Kaffee, Tee, Cappuccino Überall erhältlich, gut und günstig oder Nescafé. Lediglich der Cappuccino fehlt noch in manchem Restaurant und wenn es Ihn gibt, hat er europäische Preise.
Mekhong, oder Xang Thip oder Song Serm (Thaiwhisky) machen auch Spaß. Sie sind erheblich billiger als ausländische Sorten, machen auch "doll" im Kopf und schmecken auch noch sehr lecker. Trinkt sich übrigens am besten nicht mit Cola, sondern mit Sprite und Limonensaft. Sehr erfrischend. Man schmeckt allerdings den Alkohol nicht mehr raus. Bestellt man übrigens wie folgt: "Mekhong Spy beeb Manau" was bedeutet Mekhong mit Sprite spritzen Limone. T und R fällt den Thais etwas schwer Essen.
3. Preise
Außer in Hotelrestaurants muss man die Preisliste nicht so genau studieren, eher die Getränkekarte, denn für eine Flasche Bier gibt es schon mal bis zu zwei Mahlzeiten. Die Preise variieren allerdings stark, je nach Ort und Art des Restaurants.
Nachtmarkt, Straßenstände Hier kosten durchschnittliche Gerichte, inkl. Reis zwischen 0,2 EUR und 1,5 EUR. Einen ganzen gegrillten Fisch gibt's zwischen 2 und 4 EUR und mit Tigerprawns satt essen geht ab ca. 3 EUR.
Einfache- oder Strandrestaurants Keine Tischdecken, Essen an Plastiktischen, sitzen auf Plastikstühlen und die Teller sind aus ....? na klar Plastik. Aber wen stört es?? Das Essen ist hier meist frisch und knackig, die Auswahl groß und die Preise inkl. Reis zwischen 0,50 EUR und 2 EUR pro Gericht.
Gehobene Restaurants Hier sollte man 2mal hinschauen, denn die Tischdecken, das Geschirr etc. haben Ihren Aufpreis. Falls vor dem Lokal Frischfisch präsentiert wird, sollte man es wagen einmal eine Nase zu nehmen. Ein Fisch, der wie selbiger riecht, hat schon seit einem längeren Zeitraum kein Meer mehr gesehen, die Kiemenfarbe sollte ein kräftiges Rot haben, falls nicht, einfach weitergehen. Die Preise orientieren sich an den einfachen Lokalen, aber pro Gericht für die Tischdecke 0,5 EUR, für das Geschirr, die Aircon, den Holzstuhl etc. jeweils weitere 0,5 EUR, so dass man am Ende für die Einrichtung, nicht aber unbedingt für gutes Essen bezahlt hat.
Gehobene Hotelrestaurants Hier ist man wer, aber ob man auch gut isst? Die Speisekarte fällt durch ihren Umfang auf, was aber nicht an der großen Auswahl liegt, sondern dass die Bath-Beträge grundsätzlich 3-stellig sind. Die Dekoration des Essens ist oft genial, was die Qualität des Essens nicht unbedingt steigert. Auf Steaks etc. sollte man auch hier verzichten, da viele Köche etwas Probleme mit der Maserung des Fleisches und damit auch mit der richtigen Richtung des Schnittes haben. Preise zwischen 5 und 25 EUR pro Gericht und für das oben erwähnte satt essen mit Tigerprawns sollte man mit 25-50 EUR rechnen.
Regionale Unterschiede Die Preise sind sehr unterschiedlich je nachdem wieviel touristischer Zulauf besteht. So kostet eine Suppe am Straßenstand in den größeren Städten ohne Touristen ca. 6-10 Bath und in Phuket zwischen 25 und 40 Bath. Eine der wenigen Ausnahmen dürfte da wohl Pattaya sein, wo das Preisniveau sehr niedrig liegt. Die teuersten Gegenden sind Phuket, Koh Samui, im Mittelmass sind HuaHin, ChaAm, Chiang Mai und Bangkok, superbillig ist das Essen in Nakhon Sanwan, Nakhon Ratchasima etc.... |