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Russland
Tschetschenien

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Fläche: 15.700 km²
Einwohner: 1.160.000
Hauptstadt: Grosny


Tschetschenien (Eigenbezeichnung: Itschkeria) ist eine autonome Republik in Russland.

Geographie
Tschetschenien liegt im Nordkaukasus. Es grenzt im Süden an Georgien, im Osten an die autonome Republik Dagestan, im Westen an die autonome Republik Inguschetien und im Norden an die russische Region Stawropol.

Bevölkerung
Die Bevölkerung setzt sich aus rund 75 % Tschetschenen, 20 % Russen sowie Inguschen und Ukrainern zusammen. Die Sprache der Tschetschenen gehört zu den kaukasischen Sprachen, sie bekennen sich überwiegend zum sunnitischen Islam.

Geschichte
frühere Geschichte:
zwischen dem 10. und dem 13. Jh.: Christianisierung
16. Jh.: Verbreitung des Islam; russische Einflussnahme in Tschetschenien beginnt -> 1559 Gründung der  Kosakenfestung Tarki , unter Iwan dem Schrecklichen, 1587 das erste Kosakenheer wird auf der Festung stationiert
bis ins späte 18. Jh.: Gebiet war durch Krim-Khanat vor einer Einnahme durch Russland relativ sicher 1783: Khanat fällt an Russland, russische Seite strebt danach den Nordkaukasus zu kolonisieren, um sich den Zugang zum Schwarzen Meer zu sichern.
1785: heiliger Krieg gegen Russland.
1834 bis 1859: Muriden-Kriegen
1864: russische Offiziere bringen das Land unter ihre Verwaltung
1877/78: türkisch-russischen Krieges
bis Ende des 19. Jh.: Emigrationswelle durch russische Besatzung
1921: Tschetschenien wird Teil der Gorskaja, autonome sozialistische Sowjetrepublik
1922: Tschetschenien wird autonomes Gebiet
Mitte der 30er Jahre: Zusammenlegung zur tschetscheno-inguschischen ASSR
Anfang der 40er Jahre: Kollektivierung und Deportationen
1944: Auflösung der ASSR 
1957: Auflösung wird rückgängig gemacht
Oktober 1991: General Dschochar Dudajew wird Präsident
27. November 1991: Präsident erklärt die Souveränität der tschetscheno-inguschischen ASSR und den Austritt aus der UdSSR -> Daraufhin wurde der Ausnahmezustand über Tschetschenien verhängt.
1993: Konflikte zwischen Parlament und Dudajew in Tschetschenien
1994: Scheitern eines letzten inner-tschetschenischer Umsturzversuches
1994 – 1996: 1. Tschetschenienkrieg
1. Oktober 1999: Einmarsch der russischen Armeen
2001: Beginn der „Antiterror-Operation“ durch Russland

Wirtschaft
Tschetschenien ist ein Agrarland. Es besitzt außerdem ca. 30 Millionen Tonnen Erdölvorräte. Früher gab es die unterirdische Schwermaschinenfabrik "Roter Hammer", wo unter anderem Panzer gebaut wurden. In den Tschetschenienkriegen seit 1990 sind alle Betriebe Tschetscheniens zerstört worden.


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