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Philippinen
Gesundheit/Notfälle

 
Gesundheit Impfungen

Eine Impfbescheinigung gegen Gelbfieber wird bei der Einreise von allen Besuchern verlangt, die über ein Jahr alt sind und sich innerhalb der vorangegangenen sechs Tage in einem Infektionsgebiet aufgehalten haben. Kinder unter einem Jahr können bei Verdacht unter Beobachtung gestellt werden.

Eine Impfbescheinigung gegen Cholera ist keine Einreisebedingung, jedoch besteht das Risiko einer Infektion. Cholera kommt in der National Capital Region, Iloilo, Kalookan, Malabon, Manila, Muntinlupa und Paranaque vor. Um sich zu schützen sollte man eine sorgfältige Trinkwasser- und Lebensmittelhygiene anwenden. Da die Wirksamkeit der Schutzimpfung umstritten ist, empfiehlt es sich, rechtzeitig vor Antritt der Reise ärztlichen Rat einzuholen.

Malaria kommt ganzjährig in Gebieten unter 600 m Höhe vor, mit Ausnahme der Provinzen Bohol, Catanduanes, Cebú und der Hauptstadt Manila, die malariafrei sind. Geringes Malariarisiko besteht in den Regionen Aklan, Biliran, Camiguin, Capiz, Guimaras, Iloilo, Leyte del Sur, Nord-Samar und Sequijor. Die vorherrschende gefährlichere Malariaart Plasmodium falciparum (75 %) soll hochgradig chloroquin- und sulfadoxin-pyrimethaminresistent sein. Die weniger gefährliche Form Plasmodium vivax (25 %) tritt seltener auf. Ausreichenden Malariaschutz bietet langärmelige Kleidung und Mückenschutzmittel. In Gebieten mit erhöhtem Risiko bieten sich zusätzlich Notfallmedikationen an.

Hepatitis A und Hepatitis B kommen ebenfalls vor. Eine Hepatitis A-Schutzimpfung wird generell empfohlen. Die Impfung gegen Hepatitis B sollte bei längerem Aufenthalt und engem Kontakt zur einheimischen Bevölkerung sowie allgemein bei Kindern und Jugendlichen erfolgen.

Erhöhtes Ansteckungsrisiko für Japanische Enzephalitis besteht ganzjährig vor allem in ländlichen Gebieten. Eine Impfung und Mückenschutz reduzieren das Ansteckungsrisiko.

Gesundheitsvorsorge

Wegen der Gefahr möglicher Darminfektionen ist auf eine sorgfältige Trinkwasser- und Nahrungsmittelhygiene zu achten. Wasser sollte generell vor der Benutzung zum Trinken, Zähneputzen und zur Eiswürfelbereitung entweder abgekocht oder anderweitig sterilisiert werden.

Milch ist außerhalb der Stadtgebiete nicht pasteurisiert und sollte daher ebenfalls abgekocht werden. Vermeiden Sie einheimische Milchprodukte außerhalb der Städte. Fleisch- und Fischgerichte sollten sie nur gut durchgekocht und heiß essen. Auch Gemüse sollte gekocht und Obst geschält werden. 

Bilharziose-Erreger kommen in manchen Teichen und Flüssen v.a. in Luzon, Mindoro, Mindanao, Samar, Bohol und Leyte vor. Das Schwimmen und Waten in Binnengewässern sollte daher vermieden werden. Gut gepflegte Schwimmbecken mit gechlortem Wasser sind unbedenklich.

Das durch Stechmücken übertragene Dengue-Fieber kommt landesweit vor. Während der Regenzeit ist mit einem erhöhten Risiko für die durch tag- und nachtaktive Stechmücken übertragene, grippeähnliche Viruskrankheit zu rechnen. Es empfiehlt sich ein wirksamer Insektenschutz.

V.a. in den ländlichen Gebieten in Minadanao, Palawan, Sorsogon und Samar tritt die durch Insekten verursachte Filariose auf. Ein wirksamer Insektenschutz reduziert die Übertragungsgefahr.

Fleckfieber tritt v.a. auf den nördlichen Inseln auf. Das Fieber wird durch Kleiderläuse ausgelöst. Um sich zu schützen sollte man regelmäßige Körper- und Kleiderhygiene betreiben. 
Auch Fälle von Tollwut sind bekannt. Hauptüberträger sind Hunde, Katzen, Waldtiere und Fledermäuse.

Für Rucksackreisende, Kinder, berufliche Risikogruppen und bei längeren Aufenthalten wird eine Impfung empfohlen. Bei Bisswunden so schnell wie möglich ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen.
Philippinische Ärzte, vielfach im den USA ausgebildet, genießen durchweg einen ausgesprochen guten Ruf (ebenso wie die philippinischen Krankenschwestern). Praktisch alle sprechen sehr gut Englisch. Ärzte gibt es in allen größeren Orten. Arztrechnungen sind vergleichsweise niedrig, müssen jedoch in der Regel sofort bar bezahlt werden. Lassen Sie sich eine detaillierte Rechnung ausstellen (Name, Datum und exakte Bezeichnung der Krankheit), um nach Rückkehr die Krankenkosten erstattet zu bekommen.

In Manila praktiziert ein deutscher Arzt: Dr. med. Heinz-Rudolf Varwig, Makati, 6780 Ayala Ave., Cibeles Bldg., Hongkong & Shanghai Bank, 7.St.
Apotheken tragen die Bezeichnung "Drugstore", "Pharmacy" oder "Butica". Erhältlich sind auch viele der in Europa gebräuchlichen Medikamente, meist rezeptfrei und durchweg erheblich billiger als bei uns.

Notfälle .Für Notfälle gibt es Krankenhäuser in Cebu City, die in bezug auf Ausstattung und Pflege internationalen Standard erreichen.


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