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Indien
Umgangsformen, Trinkgelder

 
Umgangsformen

Namaste ist der häufigste Gruß in Indien. Dabei legt man die Handflächen aneinander, sodass die Fingerspitzen unter dem Kinn nach oben zeigen. Im Süden sagt man Namaskaram. Gegenüber Vorgesetzten oder als Respektsbekundung wird eine leichte Verbeugung hinzugefügt. Auch ein “Hello” oder “Hi” ist gebräuchlich. Höflichkeitsformen sind Titel wie Shri für einen Mann, Shreemati für eine verheiratete Frau, Kumari für eine unverheiratete Frau oder die Endung -ji hinter dem Nachnamen.

Muslime führen die typische Geste in Verbindung mit dem Salaam aus. Dabei heben sie die rechte Hand und legen den Zeigefinger auf die Stirn, sodass die übrigen Finger nach oben zeigen. Bei gesellschaftlichen Anlässen hängt der Gastgeber den Gästen oft einen Blumenkranz um, welchen diese dann zum Zeichen der Demut abnehmen und in der Hand halten. Gäste, die zum Essen kommen, überreichen ihren Gastgebern meist Süßigkeiten, Blumen oder Früchte.

Gastgeber bieten ihren Gästen Tee oder Kaffee sowie Obst oder Süßigkeiten an. Tempelbesucher bekommen Safranpulver, heiliges Wasser aus dem Ganges und manchmal Speisen als Prasad oder Segen der Götter angeboten. Es gilt als unhöflich, diese Gaben abzulehnen. Frauen bedecken ihren Kopf, wenn sie einen heiligen Ort betreten.

Feilschen

Überall in Indien gehört das Feilschen zum Alltag. Es gibt nur wenige Ausnahmen, bei denen Handeln um den Preis eine Ware nicht möglich ist, z. B. in den staatlichen Läden (government emporia). Besonders in Touristenzentren setzen Händler hohe Preise an. Am besten stellt man Vergleiche an, um den wahren Wert der Ware zu ermitteln. Viele Geschäfte zahlen eine »Commission« an Veranstalter, Führer, Taxi- und Rischkafahrer oder Schlepper, die ihnen Kunden zuführen. Diese Summen schlagen sich natürlich in den Preisen nieder. Auch bei Taxifahrten sollte man den Preis immer vorher aushandeln. 

Trinkgelder Für Trinkgelder gibt es in Indien keine festgeschriebenen Regeln. In Touristischen Plätzen, wie Hotels und Restaurants wird inzwischen ein Bakschisch erwartet, während an billigen Essensplätzen, die von der Normalbevölkerung frequentiert werden, keines erwartet wird. 

In Restaurants geben Sie je nach Qualität, bis ca. 10 %, jedoch maximal 10 Rupees, was schon sehr hoch ist, wenn man bedenkt, dass in Indien ein Niedrig-Tageslohn oft noch unter 70 Rupees am Tag liegt. 

Wenn Sie einen Tempel betreten, müssen Sie die Schuhe am Eingang lassen, dort zahlen die Einheimischen gewöhnlich einen halben Rupee für das Aufbewahren der Schuhe, von einem Touristen wird normalerweise mehr erwartet. Ein Rupee ist ja noch o. k., aber bitte nicht mehr.


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