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Indonesien
Regionen-Östliche Inseln-Bali-Lambok

 

Östliche Inseln

Molukken-Archipel

Das Archipel besteht aus 1000 größtenteils unbewohnten Inseln. Die bewohnten sind seit dem Ende des Gewürzhandels so voneinander und vom Rest der Welt abgeschnitten, dass jede ihre eigene Kultur und einige auch ihre eigene Sprache erhalten konnten. Halmahera ist die größte der Molukken. An der Küste leben die Nachfahren der Großmächte, die sich im Laufe der Jahrhunderte um die Vorherrschaft im Gewürzhandel stritten – Araber, Gujaratis, Malaien, Portugiesen und Niederländer.

Morotai, im Norden gelegen, war während des 2. Weltkrieges ein japanischer Luftwaffenstützpunkt. Heute werden hier Kopra und Kakao angebaut. Ternate und Tidore sind kleine vulkanische Inseln westlich von Halmahera, die einst als weltgrößte Lieferanten von Gewürznelken Reichtum und Macht erlangten. Weiter südlich liegt Ambon, ein weiterer wichtiger Umschlagplatz des Gewürznelkenhandels, mit seinen 40 niederländischen Festungen aus dem 17. Jahrhundert. 
Banda in der Banda-See wird oft als die ursprüngliche »Gewürzinsel« bezeichnet und ist für ihre Muskatnuß-Anbaugebiete bekannt.

Nusa-Tengarra-Archipel

Nusa Penida war einstmals eine Gefängniskolonie und ist heute mit seinen Stränden und seiner dramatischen Küstenlandschaft ein beliebtes Touristenziel. Komodo ist die Heimat der größten und seltensten Warane der Welt, der Komodo-Warane. Der Mount Keli Mutu erhebt sich in atemberaubender Landschaft. Das faszinierende Farbenspiel der drei Kraterseen ändert sich je nach Sonneneinstrahlung. Die Inseln nördlich von Timor, darunter Solor, Lembata, Adonara, Alor, Wetar und Pantar, werden seltener besucht.

Auf den Inseln gibt es zahlreiche historische Festungen, von denen Walfänger zu ihren Expeditionen aufbrachen. Die Lebensweise der Bevölkerung auf Roti, Ndau und Sawu hat sich seit der Bronzezeit kaum verändert, die Inselbewohner sind als ausgezeichnete Musiker und Palmenweber bekannt. Die Terawanen-Inseln sind eine kleine Inselgruppe mit wunderschönen Stränden und Korallengärten. Lucipara hat ausgezeichnete Tauchgründe. Kangean, Tenggaya, Bone Rate und Tukang Besi sind abgelegene Atolle in der Flores- und Banda-See, die der Vorstellung eines tropischen Inselparadieses gerecht werden.

West Papua (Irian Jaya) bildet die westliche Hälfte der Insel Neuguinea. Ein Großteil des Landes ist mit undurchdringlichem Regenwald bedeckt. Eine zentrale Gebirgskette zieht sich von Ost nach West mit dem höchsten Berg im Westen, Puncak Jaya (5050 m). West Papua ist eines der letzten unerforschten Gebiete der Welt.

Bali


Die einmalige Landschaft Balis, »Insel der Götter« genannt, besteht aus vulkanischen Bergen, Seen und Flüssen, Reisterrassen, riesigen Obst- und Palmenplantagen und an der Küste aus stillen Buchten mit feinsandigen Stränden. Obwohl die Insel nur 5633 qkm groß ist, hat sie ca. 3 Mio. Einwohner.

Im Gegensatz zum übrigen Indonesien sind die Einwohner hier Anhänger des Agama-Hinduismus, einer Variante des Hinduismus. Eine vulkanische Bergkette zieht sich von Ost nach West quer über die Insel. Der kegelförmige Gipfel des mächtigen Gunung Agung (»Heiliger Berg«) erhebt sich 3170 m über dem Meeresspiegel. Nördlich der Bergkette werden Kokosnüsse, Kaffee, Kakao, Nelken und Gemüse angebaut, wo immer der Boden es zulässt.

Die bekanntesten Urlaubsgebiete und der internationale Flughafen liegen im Süden, in der Gegend um Kuta, Sanur und Benoa sowie Nusa Dua jenseits der schmalen Landenge auf der Halbinsel Bukit Badung. Der Nordwesten Balis ist Naturschutzgebiet, das man auf geführten Tagesausflügen erkunden kann.

Denpasar ist die Inselhauptstadt. Zu den Sehenswürdigkeiten zählen das Bali-Museum, das Zentrum Moderner Kunst und das international bekannte Kerawitan-Konservatorium, eines der Hauptzentren balinesischen Tanzes. Absolut unvergleichlich, besonders bei Sonnenuntergang, ist der Meerestempel von Tanah Lot an der Westküste, unweit von Kediri. In Mengwi liegt der malerische Königstempel Pura Taman Ayun aus dem 17. Jahrhundert.

Der heilige Affenwald bei Sangeh, 20 km nördlich von Denpasar, ist ein Waldschutzgebiet, in dessen Mitte sich ein Tempel befindet. Von den Hindus als heilige Tiere verehrt und an Touristen gewöhnt, sind die Affen recht dreist und manchmal aggressiv. Beim Besuch einer der Affenwälder Balis empfiehlt es sich, Brillen, Schmuck und Kameras vor dem Zugriff der neugierigen Primaten in Sicherheit zu bringen. 

Padangbai, ein wunderschönes, tropisches Städtchen an der Ostküste Balis mit üppiger Vegetation hinter dem weißen Sandstrand, ist der Anlaufhafen für Kreuzschiffe auf Bali. Goa Lawah (»Fledermaushöhle«) mit ihren in den Fels gehauenen Altären macht ihrem Namen alle Ehre als heilige Zuflucht für unzählige Fledermäuse. Kusambe ist ein Fischerdorf mit schwarzem Sandstrand.

Die Insel Serangan liegt südlich von Sanur und ist wegen der hier gehaltenen Schildkröten auch als »Schildkröteninsel« bekannt. Alle sechs Monate findet hier ein großes Erntedankfest statt, zu dem sich Zehntausende einfinden. Im noch wenig touristisch erschlossenen Norden Balis locken graue Lavasandstrände bei Lovina, das Städtchen Singaraja mit Gebäuden aus der Kolonialzeit, der Pura Beji-Tempel in Sangsit mit schönen Skulpturen, Balis einziger Buddhatempel und der beeindruckende Wasserfall bei Gitgit.

Lombok

15 Flugminuten (oder eine Überfahrt mit der Fähre) von Bali entfernt liegt Lombok, eine wunderschöne Insel, deren Name »Chilipfeffer« bedeutet. Hier befindet sich einer der größten Vulkane der indonesischen Inselgruppe, der Mount Rindjani, dessen meist wolkenverhangener Gipfel 3745 m hoch ist.

Der Norden ist gebirgig mit dichten Wäldern und dramatischen Ausblicken, der Westen besteht aus fruchtbaren Ebenen mit Kokos- und Reisplantagen und Reisterrassen, während der Osten öde und trocken und die Südküste felsig ist. Die Bevölkerung – nur etwa 750.000 Menschen – setzt sich aus islamischen Sasaks, hinduistischen Balinesen und Malaien zusammen.

Mataram, die Hauptstadt der Insel, und die geschäftige Hafenstadt Ampenan sind die beiden einzigen größeren Städte der Insel und bieten sich für einen Ausflug an. Auf Lombok findet man auch einige wundervolle Strände, manche mit weißem, andere mit schwarzem Sandstrand, letzteren z. B. bei Ampenan. In Narmada, das über eine gut befahrbare Straße erreicht werden kann, gibt es eine riesige Palastanlage zu bewundern, mit einem »Jungbrunnen«, der für einen balinesischen König errichtet wurde. In Pamenang kann man Boote mieten und mit der Taucherbrille die kristallklare Wasserwelt der herrlich bunten Korallen und neugierigen tropischen Fische erforschen.



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