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China
Provinzen im südlichen Landesinneren

 
Sìchuan 

Sichuan ist eine zentralchinesische Provinz mit Chengdu als Hauptstadt und Tibet, Qinghai, Gansu, Shaanxi, Chongqing und Guizhou als benachbarte Provinzen. Sichuan liegt westlich des tibetanischen Hochplateaus am Oberlauf des Yangtse. Den Kern der Provinz Sichuan bildet das Rote Becken, eine fruchtbare, von Gebirgen umgebene Ebene. Der Westen wird von Hochgebirgsketten wie dem Großen Schneegebirge (Daxueshan) beherrscht, das mit dem Gongga (7590m) die höchste Erhebung der Provinz hat. Nach Norden wird das Becken vom Qinling-Gebirge abgeschlossen.

Der Yangtse ist der größte und wasserreichste Fluß, der Sichuan durchquert. Sein Verlauf bildet den Großteil der West- und Südgrenze der Provinz, wobei er noch den Namen Jinshajiang (Goldsandfluss) trägt. Erst nachdem er den letzten der vier Zuflüsse aufgenommen hat, die der Provinz ihren Namen geben, wird er als Chang Jiang bezeichnet. Diese vier Zuflüsse sind der Minjiang, Tuojiang, Jialingjian und Wujiang. Die Provinz Sichuan befindet sich in der subtropischen Zone. Die geschützte Lage im Tal beschert der Ebene 350 frostfreie Tage im Jahr und damit die Möglichkeit ganzjährig Landwirtschaft zu betreiben.

Die vielfältige Geomorphologie und das unterschiedliche Klima haben für eine reichhaltige Pflanzenwelt günstige Bedingungen geschaffen. Die Provinz verfügt über 7,46 Millionen ha Wald. Ein Fünftel der sog. "lebenden Fossilien" Chinas wie die Metasequoia und die Cathaya argyrophylla sind in Sichuan endemisch. Der Panda, eines der nationalen Symbole Chinas, ist in vier Gebirgen Sichuans heimisch und wird in Schutzzonen besonders gehegt.
Der größte Teil der Bevölkerung lebt in der Ebene und ist von den Han dominiert, während die gebirgigen Gebiete dünn besiedelt sind und stark von den Minderheiten geprägt werden.

Sichuan gilt vorwiegend als Reisanbaugebiet, ist aber auch bedeutender Produzent von Mais, Süßkartoffeln, Weizen, Raps und Soja. Der Anbau von Obst und Zitrusfrüchten ist ebenfalls verbreitet. An tierischen Produkten sind vor allem Schweinefleisch und Seidenkokons bedeutend.

Der Große Buddha von Leshan wurde zwischen 719 und 803 aus einer Felsklippe des Min-Flusses gemeißelt. Mit einer Höhe von 71 Metern ist er die größte sitzende Buddhastatue der Welt. Allein der Kopf miss 15 Meter Höhe und 10 Meter Breite, die Ohren sind 7 Meter lang und der große Zeh bietet einer Fußballmannschaft Platz.

Jiangxi 

Der wichtigste Fluss ist der 751 Kilometer lange Gan-Fluss, der der Provinz ihre Abkürzung gegeben hat. Er durchschneidet Jiangxi von Süden nach Norden, wo er in den Poyang-See mündet. Dieser entwässert seinerseits in den Jangtsekiang, der die Provinz nur an ihrer Nordgrenze berührt. Wichtige Städte neben der Hauptstadt Nanchang sind Jiujiang, Jingdezhen, Ji'an, Ganzhou und Pingxiang.

Das Klima von Jiangxi ist feucht und subtropisch. Die Januartemperaturen liegen im Durchschnitt zwischen 3°C und 9°C, während die durchschnittlichen Julitemperaturen zwischen 27°C und 31°C liegen. Die Provinzhauptstadt Nanchang gehört zu den heißesten Städten in China. 

Die Volkszählung 2000 ergab eine Bevölkerung von 41,4 Millionen Personen, womit Jiangxi die am wenigsten dicht besiedelte Provinz Ostchinas ist (251 Ew./km²). Jiangxi hat einen Männerüberschuss. Nur 0,27% der Bevölkerung zählten sich zu einer der nationalen Minderheiten, wobei die wichtigste Minderheit die She sind. Daneben gibt es Hui, Miao, Yao, Bai und Yi.

Jiangxi gehört innerhalb Chinas zu den ärmeren Provinzen. Im Jahr 2000 lag das Pro-Kopf- BIP bei nur 4 800 Yuan; auch das Wachstum hinkt hinter anderen Provinzen her. Dies führt zu hoher Abwanderung in die viel reicheren Nachbarprovinzen Guangdong, Zhejiang und Fujian, wodurch der Provinz viele gut ausgebildete Arbeitskräfte und Kapital verloren gehen.

Die Landwirtschaft beschäftigt etwa die Hälfte der arbeitenden Bevölkerung Jiangxis und erwirtschaftet etwa ein Viertel des BIP. Etwa die Hälfte des zur Verfügung stehenden Landes wird mit Reis bepflanzt; Jiangxi ist traditionell ein wichtiger Reislieferant für China die Reisernte der Provinz gehört zu den höchsten des Landes.

Der internationale Tourismus hat eine noch relativ geringe Bedeutung, die wichtigsten Anziehungspunkte für den Tourismus sind der Lushan-Nationalpark, der seit 1996 Weltkulturerbe der UNESCO ist. Er ist bekannt für seine atemberaubende Landschaft; in der Nähe befinden sich mit dem Donglin-Tempel und dem Tiefo-Tempel zwei wichtige buddhistische Tempel.

Die Küche von Jiangxi ist außerhalb der Provinz nur wenig bekannt. Sie zeichnet sich durch Geschmacksextreme aus, die sich auf den starken Einsatz von Chili und eingelegten oder fermentierten Nahrungsmitteln zurückführen lassen.
Hunan

Hunan liegt am Mittellauf des Jangtse. Die Hauptstadt der Provinz ist Changsha.

Der Name der Provinz stammt von ihrer Lage südlich des Donting-Sees. Schon seit der Yuan- und Ming-Dynastie, als Hunan und Hubei in der Provinz Huguang zusammengefasst  waren, spielte es eine wichtige Rolle bei der Reisversorgung des Landes.

Nachbarprovinzen: Guangdong, Guangxi (autonome Region), Guizhou, Hubei, Jiangxi und Chongqing.



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