| Die 388km² große Insel Cat Island ist nicht wegen ihrer Katzen bekannt. Der Name kommt vom berüchtigten Piraten Arthur Catt, der zu Beginn des 18. Jh. die karibischen Gewässer unsicher machte. Ein Teil seiner Beute wird noch immer in den Kalksteinhöhlen des Inseluntergrundes vermutet. Nur etwa 1500 Bewohner, die Gemüse, Zwiebeln, Tomaten und Kartoffeln anbauen und damit die Märkte von Nassau versorgen, verteilen sich in einigen Dörfern über die 75 km lange, schmale Insel.

Im Hauptort New Bight sind einige der Häuser noch mit Stroh gedeckt. Mit unbekanntem Inhalt gefüllte Flaschen, farbige Kugeln, Bänder und Spindeln, die in Bäumen hängen und im Wind pendeln, zeigen die Lebensfähigkeit afrikanischen Naturglaubens. Von einigen der 40 Baumwollplantagen sind nur noch Ruinen erhalten. Die verwitterten Hütten an den Straßen beherbergten damals Sklaven, die auf den Feldern arbeiten mussten.

Auf der Insel befindet sich die mit 63 m höchste Erhebung der Bahamas: Mount Alvernia. Auf dem Gipfel kann das in den 40er Jahren des 20. Jh. erbaute Minikloster "The Hermitage" in einem mutigen Stilmix aus byzantinischem Gewölbe, gotischen Fenstern und keltischem Rundturm besichtigt werden. Die Mühe des Aufstiegs wird belohnt mit einer herrlichen Aussicht auf das grüne Land bis zum dunkelblauen Atlantik auf der einen Seite und dem türkisfarbenen Meer des Golfs auf der anderen Seite.

In Port Howe im Süden steht den Besuchern ein gut erhaltenes Herrenhaus aus dem 18. Jahrhundert offen. Am Columbus Point, dem südlichsten Punkt der Inseln, sind ins Erdreich gehauene Hühlen der Arawak-Indianer Zeugen der Vergangenheit. In diesen Dorfteichen wurde Oberflächenwasser (Regenwasser) und die Schüttung kleiner, nur periodisch fließender Quellen gesammelt.
Der Gast erlebt Cat Island als eine abgeschiedene Insel mit herrlich einsamen Stränden, die teilweise rosafarben schimmern und vor der Küste befinden sich prächtige Tauchgründe.

Bilder © Bahamas Tourist Office |