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Peru
Gesundheit & Notfälle

 

Gesundheit

Impfschutz: Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amts empfiehlt Schutz gegen Tetanus, Diphtherie, Polio, Typhus und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über drei Monate auch Hepatitis B. Bei besonderer Exposition (Landaufenthalt, Jagd, Jogging u.a.) kann Impfschutz auch gegen Tollwut sehr sinnvoll sein. Im persönlichen Beratungsgespräch mit dem Tropenarzt bzw. dem Impfarzt mit tropen- und reisemedizinischer Erfahrung sollten diese und andere Fragen entschieden werden. Eine gültige Gelbfieberimpfung wird für die Reise in das Amazonasbecken empfohlen. Sie wird verlangt bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet wie z.B. Bolivien. Malaria-Prophylaxe kann bei Reisen in das Amazonasbecken sinnvoll sein.

Prophylaxe: Durch hygienisches Essen und Trinken (nur Abgekochtes, nichts lau Aufgewärmtes) können die meisten z.T. auch gefährlichen Durchfälle und durch einen konsequenten Mückenschutz (Repellentien, Mückennetz, bedeckende Kleidung, Verhalten) können viele andere Tropen- und Infektionserkrankungen ganz vermieden werden. Dazu zählt auch das Denguefieber. Weitere Tropen- und Infektionserkrankungen kommen vor, allerdings regional unterschiedlich.

Malaria kann in den Urwaldgebieten östlich der Anden unterhalb von 2000 Meter Höhe auftreten, besonders im Amazonasbecken. Für die Malariaprophylaxe sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Malarone, Doxycyclin, Lariam) auf dem Markt erhältlich. Die Auswahl und persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme einer Chemoprophylaxe mit einem Tropen- bzw. Reisemediziner besprochen werden.

Die medizinische Versorgung im Lande ist nur in teuren Privatkliniken mit Europa zu vergleichen und ist vielfach technisch, apparativ und / oder hygienisch problematisch. Vielfach fehlen auch europäisch ausgebildete Englisch / Französisch sprechende Ärzte. Ein ausreichender, weltweit gültiger Krankenversicherungsschutz und eine zuverlässige Reiserückholversicherung werden dringend empfohlen. 

Höhenkrankheit:
In Lagen über 2500 Meter häufigere, gelegentlich auch lebensgefährliche Erkrankung durch zu schnellen Aufstieg in die Höhe, die meist allerdings erst nach 24 Stunden oder längerem Aufenthalt in der Höhe manifest wird. Bei einem Nettoaufstieg von max. 300 Meter täglich tritt sie kaum noch auf. Warnsymptome sind: schlechter Schlaf, Kopfschmerz, Schwindel, Erbrechen und zunehmende Luftknappheit. Verschwinden die Symptome nicht durch eine Pause / Übernachtung, sollte abgestiegen werden. Wirksame Therapie ist Abstieg unter eine Höhe von 2000 Meter. Betroffen sind alle Altersstufen. Medikamente (Diamox) zur "Prophylaxe" sind in Deutschland hierfür nicht zugelassen. Die Verschlimmerung der Erkrankung mit Beteiligung von Gehirn, Lunge (Ödem) oder Nieren kann tödlich enden. Fehler des Patienten in diesem Zusammenhang sind besonders: zu später Arztkontakt, zu später Abstieg unter 2000 Meter und Verharmlosen der Symptome. Bergsteigen in den Anden birgt erhebliche Risiken (es gibt jedes Jahr zahlreiche Todesfälle) und sollte nur in Begleitung erfahrener Bergführer unternommen werden. Das Bergrettungswesen ist, sofern es existiert, nicht mit europäischen Verhältnissen zu vergleichen.

Eine Auslands-Krankenversicherung mit Rückholversicherung ist unbedingt zu empfehlen. 

Aktuelle Informationen erhalten Sie unter www.auswaertiges-amt.de

Notruf-
nummern
Feuerwehr: 116
Polizei: 105
Rettung: 105


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