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Italien
Geschichte & Kultur

Geschichte: Etwa 1000 v. Chr. Begann die Eisenzeit. Die Einwanderung der indogermanischen Volksstämme fand zu jener Zeit statt. 
900 v. Chr.
folgten die Etrusker, Griechen besiedelten etwa 100 Jahre danach den Süden. 
Gemäß einer Sage wurde Rom 753 v. Chr. von Romulus und Remus gegründet. Gräberfunde lassen die Mutmaßung zu, dass etwa 1000 v. Chr. Lateiner auf den Hügeln Roms Siedlungen hatten. 
Erst ca. 600 v. Chr. schien ein Stadtstaat durch die Etrusker aus den Siedlungen gegründet worden zu sein. 
270 v. Chr.
unterwarf Rom die italienischen Völker und hatte nunmehr die Macht in Mittel- und Unteritalien. 
Zum Ende des 3. Punischen Krieges 146 v.Chr. erstreckte sich Roms Herrschaft über den ganzen Mittelmeerraum. Julius Cäsar wurde 46 v. Chr. Diktator er eroberte Gallien. Unter Augustus entstand ab 27 v. Chr. das Kaisertum. Das Cäsaren geführte Rom war Mittelpunkt eines expandierenden Weltreiches. Als Konstantin der Große (324 – 337 ( Byzanz zu seiner Residenz machte, hatten Rom und Italien ihre Stellung als Machtzentrum des römischen Reiches entgültig eingebüßt. 
Nachdem die Teilung in Westrom und Ostrom (Byzanz) im Jahre 395 vollzogen war, geriet Italien in eine Randlage. 410 wurde Rom durch die Westgoten eingenommen, 455 von den Vandalen geplündert. 
Die nächsten Jahrhunderte waren von innerer Zerrissenheit und Fremdherrschaft geprägt. Unter Otto II. (Krönung zum Kaiser in Rom 962) übernahm das deutsche Reich die Vorherrschaft über große Teile der Apenninenhalbinsel. 
Süditalien und Sizilien wurden von Byzanz, später von den Arabern und im 11. Jhd. Von den Normannen regiert. Die Regentschaft der deutschen Kaiser über große Teile Italiens wurde im 11. und 12. Jhd. Von der Auseinandersetzung zwischen Kaiser und Papst geprägt.
Durch mehrere Feldzüge nach Italien festigte der Staufenkaiser Friedrich I. seine Herrschaft in Italien (1152 – 1190). 
Während das Papsttum völlig den Einfluss Frankreichs unterworfen wurde (Päpste in Avignon 1309 – 1377); kam im 14. und 15.Jhd. die Herrschaft in vielen Städten in die Händeehrgeiziger Machthaber. Es entstanden mächtige Stadtstaaten mit fürstlicher Spitze (Verona, Mailand, Florenz u.a.). Daneben waren republikanische Stadtstaaten (z.B. Venedig) von Bedeutung. 
Ende des 15 Jh. begannen weitere Jahrhunderte der Fremdherrschaft in Italien. Nach dem Wiener Kongress 1814/15 trat in Italien zunehmend eine Nationalbewegung hervor, die unter dem Namen Risorgimento (Wiederauferstehung) in die Geschichte eingegangen ist.
Revolutionäre Erhebungen wurden mehrmals mit Hilfe Österreichs niedergeworfen (Garibaldi u.a.). 1861 wurde Viktor Emanuel II. zum König von Italien proklamiert. 
Seit 1870 ist Rom die Hauptstadt. 
1882
schloss Italien mit Deutschland und Österreich den Dreibund. Bei Ausbruch des I. Weltkrieges erklärte Italien zunächst seine Neutralität, trat jedoch 1915 in den Krieg gegen Österreich ein. 
Im August 1916 wurde auch Deutschland der Krieg erklärt. Nach den Friedensverträgen von 1919, die Italien die ehemals österreichischen Gebiete im Norden einbrachten, verschärften sich die innenpolitischen Gegensätze. 
Die faschistische Bewegung um Mussolini, die durch den "Marsch auf Rom" 1922 König Viktor Emanuel II. zwang, ihr die Staatsgewalt zu geben, baute in der Folgezeit eine Diktatur der faschistischen Partei auf. Das "Achsen-Bündnis mit Hitler und der Kriegseintritt 1940 wendete im Land die Stimmung gegen die Faschisten. 
1943
wurde Mussolini verhaftet und eine neue Regierung eingesetzt. Der "Duce" wurde 1945 von italienischen Partisanen erschossen. 
Nach dem Krieg gelang unter der Führung des Christdemokraten de Gasperi (1945 - 1953) trotz großer innenpolitischer Spannungen der in kurzer Zeit der materielle und demokratische Neuaufbau, der Anschluss Italiens an den Westen und die Aktivierung der Politik zur europäischen Einigung.
Kultur: Die eigentliche römische Kunst der Kaiserzeit und der Spätantike ist italienisch-etruskische, andererseits durch griechisch-hellenistische Tradition. Eindrucksvolle Beispiel römischer Baukunst sind das 80 v. Chr. vollendete Kolosseum in Rom, die 79 n. Chr. durch den Venusausbruch verschüttete und wieder ausgegrabene Stadt Pompeji sowie die Ruinen der Hadriansvilla in Tivoli. Im Mittelalter stand die Architektur Norditaliens unter deutschem und burgundischen Einfluss, in Süditalien dagegen überwogen byzantinische, in Sizilien normannische und arabische Einflüsse. Eine italienische Ausprägung erfuhr die Gotik in Kirchen und Domen (Assisi, Florenz, Siena, Orvieto, Mailand). Auch viele weltliche Bauten (Dogenpalast in Venedig u.a.) sind gotisch. Italiens bedeutendste Kunstepoche war die Renaissance (14. - 16. Jh.). In der Frührenaissance stand Florenz im Mittelpunkt. Zentrum der Kunst der Hochrenaissance war im 16. Jh. Rom (Michelangelo). Auch die Barockkunst ging maßgeblich von Rom aus.


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