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Brasilien
Norden
| Der Nordens wird fast ganz vom Amazonastiefland beansprucht, welches sich aus abgelagerten Sedimentschichten herausgebildet hat. Der Bundesstaat Amazonas umfasst mit einer Fläche von 1,5 Mill. km² den größten Teil des westlichen Amazonasbeckens. Der Amazonas ist der größte Regenwald der Welt, der in neun Ländern eine Fläche von 4 Mio. km² bedeckt. Das Flusssystem ist das größte Süßwasserreservoir der Erde. Beeindruckend ist hier die Natur, die vielen Naturschutzgebiete und Grünflächen. Die Hauptstadt des Staates Amazonas und zugleich die größte brasilianische Stadt ist Manaus. Sie entstand in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts wurden Luxusbauten im europäischen Stil errichtet. Im Amazonas-Theater, wohl das Symbol des damaligen Fortschrittes, traten europäische Orchester und Theatergruppen abwechselnd auf.

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Im zweitgrößten Bundesstaat Brasiliens Pará leben knapp fünf Millionen Menschen, meist Mestizen aus der Verbindung von Europäern und Ureinwohnern. Die Hauptstadt Parás ist Belém, welche am Südufer des Amazonas liegt. Hier leben ca. 1.144.000 Einwohnern. Gegründet wurde sie 1616 von den Portugiesen und war bis zur Mitte des 19.Jh. nur auf dem See- und Flussweg erreichbar. Doch 1900 lebten bereits 100.000 Menschen in der Stadt, die von der strategischen Lage profitierten, denn Belém ist der letzte Flusshafen des Amazonas vor seiner Mündung in den Atlantik. Auch heute noch stellt die Stadt einen bedeutenden Hafen und wichtigen Umschlagort am unteren Amazonas dar, der für Hochseeschiffe zugänglich ist und der einen Flottenstützpunkt der Marine besitzt. In der Stadt gibt es Sägewerke, Schiffswerften und Fabriken, die Steine, Kacheln und Seife produzieren. Darüber hinaus ist Belém jedoch eine der schönsten Städte Südamerikas und gilt als Kulturzentrum des nördlichen Brasiliens. Die Altstadt ist von unzähligen Plätzen geprägt. Zudem ist Belém Standort der staatlichen Universität "Federal University of Pará" und des Goeldi Museums, welches weltberühmte ethnologische und zoologische Sammlungen aus dem Amazonasgebiet beherbergt. Auch als die "Perle des Tapajós-Flusses" bekannt, ist Santarem die wichtigste Stadt im Osten des Staates Pará, und die zweitwichtigste des Staates. Sie liegt am Ufer des gleichnamigen Flusses und war der Hauptsitz des großen Tapajós-Indianerstammes. Hier gibt es unzählige Urwälder, viele Seen und Flussarme, alles wenige Minuten vom Zentrum entfernt. |
Maranhão ist mit einer Fläche von 329.555km fast so groß wie Deutschland. Hier ist es heiß und es regnet viel. Früher war Maranhão ein riesiges Waldgebiet, von dem heute große Teile abgeholzt, abgebrannt und in Viehweiden verwandelt wurden. Trotzdem zählt dieser Bundesstaat zu den schönsten Gegenden der brasilianischen Küste. Hier gibt es unglaubliche Landschaften, die aus unzähligen Seen mit blauem und grünem Wasser besteht, welche einen starken Kontrast zu den Sanddünen, die bis zu 40 Meter hoch werden, bilden. Die ganze Gegend ist Teil des Lençóis Maranhenses-Nationalpark, der 1981 zum Schutz dieses Ökosystems gegründet wurde. Bei starker Hitze kann sich der Besucher mit einem erfrischenden Bad in den kristallklaren Seen belohnen. Der Lagoa Azul-See ist der bekannteste. Im Parkinneren gibt es auch zwei Oasen: Queimada dos Britos und Baixa Grande. Am Strand können Krabben und Meeresschildkröten bestaunt werden, die Seen entgegen werden hauptsächlich von Wandervögel heimgesucht.
Hauptstadt ist São Luis, welche sich auf einer Insel befindet. Sie weißt allerhand französisch-portugiesisches Kulturerbe auf und gilt neben Fortaleza als eine der interessantesten Städte des oberen Nordostens und ist angenehmerweise touristisch noch nicht so überlaufen. In der zweiten Junihälfte finden in Maranhão und São Luís die São-João-Feiern statt, welche ursprünglich als Protest an die portugiesische und klerikale Obrigkeit gerichtet waren. Eine ausgelassene Menschenmenge trommelt, singt und tanzt durch die Altstadt und vergnügt sich mit dem beliebten Volksspiel Bumba-meu-boi. Die meisten Einwohner von São Luís sind Nachfahren afrikanischer Sklaven, weshalb viele Einwohner eine dunkle Hautfarbe besitzen. Hier leben auf einer Fläche von 145.693 km² etwa 6.500.000 Menschen, die hauptsächlich von Viehzucht und Baumwollanbau leben. |
Der Bundesstaat Ceará übernahm die Vorreiterstellung bei der Abschaffung der Sklaverei in Brasilien. Herrliche Strände voller Palmen, Sanddünen und Süßwasserlagunen säumen die knapp 560km lange Küste Cearás. Die Hauptstadt ist Fortalezas, die einen Ausflug wert ist. In den Dörfern an der Küste betreiben Spitzenklöpplerinnen und Stickerinnen noch immer ihr traditionelles Handwerk.
Camocim ist eine Jahrhundert alte Stadt mit regem kulturellem Leben an der westlichen Küste Cearás. Die Hauptattraktion ist hier Tatajuba, ein Strand der seine natürlichen Wunder und das primitive Leben der Fischerdörfer unverändert darbietet. Während des Karnevals kommen Tausende Besucher. Die gesamte Architektur der Stadt stammt aus dem 19. Jahrhundert.
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