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Brasilien
Westen

 

Die Bundesstaaten Mato Grosso, Mato Grosso do Sul und Rondônia verkörpern noch immer den flüchtigen Mythos des "Letzten Grenzgebietes", wo unberührtes Land frei verfügbar ist. Doch die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. 100.000 Neuankömmlinge pro Jahr finden den besten Grund und Boden bereits besiedelt vor. 
Der Bundesstaat Mato Grosso ist eineinhalbmal so groß wie Frankreich und kaum besiedelt. Im Süden liegt das Pantanal, im Norden ist das Land mit Busch und Wald bedeckt und geht in den Amazonaswald über. Mato Grosso war früher von zahlreichen Indianerstämmen bewohnt.

Die Hauptstadt des Bundesstaates ist Cuiabá. Sie war einst eine Goldgräbersiedlung und ist heute eine lebhafte Stadt. Innerhalb des Xingu-Nationalparks im nördlichen Teil des Mato Grosso, der für Außenstehende nicht zugänglich ist, können verschiedene brasilianischer Indianerstämme noch entsprechend ihrer Tradition leben.

Im Norden von Mato Grosso liegt Alta Floresta. Hier beginnt der Amazonas. Die dadurch gebildete Landschaft ist unglaublich schön. Zudem herrscht hier ein moderner Handel und eine gute Hotel-Infrastruktur, so dass es sogar ein Urwald-Hotel gibt. In dieser Gegend kann sehr gut gefischt werden. Der unangetastete Urwald mit seinen uralten Bäumen, die den Unterschlupf für eine Vielzahl von Tieren, wie Affen, Tapire, Rehe und mehr als 400 Vogelarten bilden, hält immer noch den Holzfällern stand.

Der Pantanal ist ein Naturparadies im Herzen Brasiliens. Der Pantanal-Nationalpark wurde 1981 gegründet, aber erst 1993 als Naturschutzgebiet deklariert. Er gilt als die drittwichtigste Naturreserve der Welt und ist als solche auch von der UNESCO anerkannt. Ihre ökologische Wichtigkeit ist unberechenbar, da der Pantanal mit seinem periodisch überschwemmten Urwald eines der reichsten und vielfältigsten Ökosysteme der Welt ist. Hier leben verschiedenste vom aussterben bedrohte Tierarten und es gibt eine unglaubliche Vielfalt an heimischen Pflanzen.
Rondônia wurde erst 1981 zum Bundesstaat erhoben. Seit den 70er Jahren wird diese Region von der brasilianischen Regierung vorrangig als Kolonisationsprojekt gefördert. Aufgrund einer neu gebauten Strasse wurde dieser Bundesstaat stark bevölkert und die vorher dort lebenden Guaporé-Indianer nahezu vertrieben. 
Der Bundesstaat Mato Grosso do Sul ist ungefähr so groß wie Deutschland. Er entstand erst 1979 durch die Teilung von Mato Grosso. Die Hauptstadt von Mato Grosso do Sul ist Campo Grande. Wegen der roten Erde in ihrer Umgebung ist die Stadt auch als "Cidade Morana" bekannt. Die Stadt Bonito liegt im Südosten des Staates und kann das ganze Jahr hindurch bereist werden. Empfehlenswert sind jedoch besonders die Monate Dezember bis März, denn in der Regenzeit kommt das Grün der Pflanzen zum Vorschein und die Tiere lassen sich sehen. Der Name der Stadt ("Hübsch") sagt bereits alles aus. Die beeindruckende Stadt im Inneren des Mato Grosso do Sul, bringt jeden zum Staunen. In den Flüssen fließt kristallklares Wasser und eine Vielzahl von Fischen tummeln sich darin. Die Grotten und die Wasserfälle ziehen Tausende Touristen aus aller Welt zu jeder Jahreszeit an. Unzählige Grotten ziehen mit ihren tiefen Untergrundseen erfahrene Taucher an.

    

        Bilder © Brasilianisches Fremdenverkehrsamt



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