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Südkorea
Geschichte
Die Besiedlung Koreas begann wahrscheinlich vor etwa fünfhunderttausend Jahren. Das erste Königreich, Go- Joseon, wurde 2333 v. Chr. gegründet. Im ersten vorchristlichen Jahrhundert waren drei Reiche entstanden: Goguryeo (Koguryo), Baekje und Silla. Diese Reiche breiteten sich über die gesamte Halbinsel und einen großen Teil der Mandschurei aus und gaben der Zeit der Drei Reiche ihren Namen.
Vereinigtes Königreich von Silla und Balhae
Silla besiegte zwischen 660 und 668 seine beiden Rivalen und vereinte die Halbinsel erstmals im Jahr 676. In der Vereinten Silla- Zeit erlebte die Halbinsel eine kulturelle Blüte, insbesondere im Bereich der buddhistischen Kunst.
Balhae
Das Königreich Balhae entstand, als die Goguryeo (Koguryo)- Dynastie gerade dem Untergang begriffen war. Der Goguryeo (Koguryo)- General Dae Joyeong gründete Balhae mit einer Armee von Heimatlosen. Zeitweilig war Balhae so mächtig, dass es sogar Gebiete im Norden und Osten Chinas einnehmen und dadurch die Früchte der kulturellen Entwicklung im Nachbarland mitgenießen konnte. Im China der Tang-Dynastie sprach man von Balhae als dem mächtigen Land am Meer im Osten. Seine Stärke verdankte Balhae zum großen Teil Goguryeo (Koguryo).
Goryeo- Dynastie
Während der nachfolgenden Goryeo- Dynastie bildete sich in Korea eine aristokratische Regierungsform heraus. Der Buddhismus war Staatsreligion und übte einen starken Einfluss auf Politik und Verwaltung aus. Interessant ist noch zu erwähnen, dass sich der Name Korea von Goryeo ableitet.
Joseon- Dynastie
Während Koreas letzter Dynastie, der Joseon- Dynastie, wurde der Konfuzianismus zur Staatsideologie und es kam zu politischen und wirtschaftlichen Reformen. Zu den wichtigsten kulturellen Leistungen gehörte ein Aufblühen literarischer Aktivitäten, u. a. die Entwicklung des koreanischen Alphabets Hangeul im Jahr 1443. Die Hauptstadt Hanyang, das heutige Seoul, wurde 1394 gegründet und noch heute finden sich hier Paläste und Stadttore aus dieser Epoche.
Japanische Kolonialherrschaft (1910-1945)
Die Joseon- Dynastie wurde durch die japanische Invasion im Jahre 1910 beendet. Korea stand somit für die nächsten 35 Jahre bis zur japanischen Kapitulation im zweiten Weltkrieg, am 15. August 1945 unter japanischer Kolonialherrschaft.
Gründung der koreanischen Regierung (1945-1948)
Zwar wurde Korea am 15. August 1945 von der japanischen Unterdrückung befreit, jedoch wurden die koreanischen Menschen aber sogleich mit der tragischen Teilung Koreas in Norden und Süden, entlang des 38. Breitengrad konfrontiert. Beide Regionen wurden dadurch für einige Zeit zur amerikanischen bzw. zur russischen Besatzungszone. Am 10. Mai 1948 fanden mit Hilfe der Vereinten Nationen Wahlen in Südkorea statt, durch die Dr. Rhee Syngman zum Präsidenten gewählt wurde. Im selben Jahr am 15. August wurde mit einer offiziellen Deklaration die erste der südkoreanischen Regierung proklamiert. Auf der anderen Seite formierte sich in Nordkorea im Februar 1946 das provisorische Volkskomitee Nordkoreas mit Kim Il- Song an seiner Spitze und schließlich wurde am 9. September 1948 die Demokratische Volksrepublik Korea gegründet.
Koreakrieg (1950-1953)
In den frühen Stunden des 25. Juni 1950 begann der Versuch Nordkoreas die Wiedervereinigung des Nordens und des Südens gewaltsam zu erzwingen. Mit der Überschreitung des 38. Breitengrades brach schließlich der Koreakrieg aus. Angesichts der drohenden kommunistischen Gefahr formierten sich über 16 Nationen unter der Führung des VN-Generals Douglas MacArthur zur Unterstützung Südkoreas. China und die Sowjetunion liehen hingegen ihre militärische Macht Nordkorea. Der Krieg dauerte die nächsten drei Jahre, bis zum 27. Juli 1953 an. In Panmunjeom, das an der demilitarisierten Zone liegt, wurde ein Waffenstillstandsabkommen abgeschlossen. Der Krieg führte nicht nur zu der Zerstörung der Halbinsel, sondern verstärkte auch die feindlichen Gefühle zwischen Nord und Süd, was die Wiedervereinigung zu einer sehr schweren Aufgabe macht. Die Amtszeit des derzeitigen Präsidenten Roh Moo- Hyuns begann 2003. Seine Regierung versucht das ökonomische Wachstum des Landes durch einen möglichst demokratischen und unautoritären Stil zu fördern.
Auf der anderen Seite wird Nordkorea seit dem Tod von Kim Il- Sung 1994 von dessen Sohn Kim Jeong- Il regiert. Angesichts der kritischen ökonomischen Situation, führte Nordkorea partielle Freihandelszonen ein um die allgemeine Lage zu verbessern.
Am 4. Juli 1972 unterschrieben Nord- und Südkorea einen Vertrag hinsichtlich der Wiedervereinigung der beiden Koreas und 2000 unternahmen Kim Dae- Jung und Kim Jong-Il diesbezüglich die ersten Versuche durch Verbesserung der Ökonomie und das Lösen des Problems getrennter Familien. Das Familienwiedervereinigungsprogramm begann 1985 und dauert bis heute an. Seit 1998 können südkoreanische Zivilisten in Nordkorea einreisen und eine Tour durch das Geumgang- Diamantengebirge machen. |
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