| Die Stadt
Gyeongju ist eine Touristenstadt, befindet sich im Südosten des Landes und war einst die Hauptstadt der Silla- Dynastie. Sie liegt der Provinz Gyeongsangbuk- Do in Küstennähe des Ostmeeres in einem Tal, in dem zahlreiche historische Bauten, Tempel und Kunstschätze konzentriert sind.
Nachdem Silla die koreanische Halbinsel im Jahr 676 vereint hatte, entwickelte sich die Stadt zu einem der bedeutendsten kulturellen Zentren der Welt. Die ganze Gegend wird wegen ihres Reichtums an historischen Bauten und Schätzen oft auch als Freilichtmuseum bezeichnet.
Die Stadt profitiert von der nur geringen Entfernung zu den Ballungszentren wie der Stadt Ulsan und ist daher an das nationale Eisen- und Autobahnnetz angeschlossen. Gyeongju hat sich trotzdem ihre Identität bewahren können.
Sehenswertes
Der Tumuli Park liegt im Zentrum der Stadt und besteht hauptsächlich aus einer Ansammlung von Königsgräbern aus der Zeit Sillas, als die Halbinsel noch nicht vereint war. 23 der über 200 Grabhügel in Gyeongju befinden sich in diesem Park. Cheonmachong (das Himmelspferdgrab) wurde 1974 ausgegraben. Über 10000 Kunstgegenstände wurden in diesem Grab gefunden, darunter auch eine Goldkrone und ein Gürtel, die nun mit den anderen Funden zusammen im Museum ausgestellt sind. Das Grab ist der Öffentlichkeit zugänglich gemacht worden, damit die Besucher sich von der Konstruktion solch riesiger Gräber, aber auch von der Anordnung bzw. Platzierung der verschiedenen Gegenstände ein Bild machen können. Der friedliche Park lädt zu einem geruhsamen Spaziergang ein.
Das Gyeonju Nationalmuseum ist wegen seiner Ausstellung zahlreicher Kunstschätze, wie z.B. den Goldkronen, Töpferwaren, buddhistischen Kunstwerken und Statuen aus der Silla- Zeit, fast ein Muss für jeden Interessierten, der sich mit der Geschichte Koreas auseinandersetzen möchte. Die Glocke König Seongdeoks des Großen, besser bekannt als die legendäre Emille Glocke, befindet sich in diesem Museum. Es ist eine der größten und klangschönsten Glocken Asiens: an die 19 Tonnen Bronze mit einer Standhöhe von 3,5 m.
Die Ruinen des Bunhwangsa Tempels erreicht man vom Nationalmuseum aus in 20 Minuten zu Fuß. Dort steht heute eine nur noch dreistöckige Backsteinpagode, die ehemals aus neun Stockwerken bestand.
Im Osten von Gyeongju befindet sich das Erholungsgebiet am Bomun- See. Dieser Touristen- Komplex umfasst fünf große Hotels internationaler Ketten, ein Kongresszentrum, ein Kasino, gute Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants, einen Golfplatz, Tennisplätze, Schwimmbäder und ein Kunstmuseum. Zwischen Gyeongju und dem Bomun- Gebiet verkehren Busse und Taxen. |