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Iran
Geschichte
Das Land Iran liegt in dem Gebiet, das man in der deutschen Sprache lange Zeit als Persien bezeichnete. Die geografische Lage zwischen dem Kaukasus im Norden, der Arabischen Halbinsel im Süden, sowie den Ländern Indien und China im Osten und Mesopotamien und Syrien im Westen, ließ das Land zu einem Schauplatz einer wechselhaften Geschichte werden.
Seit dem Mittelalter folgten auf das islamische Kalifat, welches das Sassanidenreich beerbte, verschiedene einheimisch- persische, mongolische und türkische Dynastien bis zu den Safawiden, Kadscharen und dem heutigen Land Iran.
Iran trat als Monarchie mit einem Schah als Oberhaupt und bald auch mit einer eigenen, freien Regierung in die Neuzeit ein.
Mit Reza Schah Pahlavi begann im Jahr 1921 unter dem Einfluss der Briten eine politische Neuorientierung Persiens in Richtung Westen. Dabei nahm der Kontakt zwischen Herrscher und Volk mehr und mehr ab. Die Unzufriedenheit im Land stieg. Die Wut konzentrierte sich zunächst auf Großbritannien.
Ein Zweckbündnis mit der Bundesrepublik Deutschland und das erstarkte Selbstverständnis des neugeordneten Staates veranlassten den Schah, die internationale Staatengemeinschaft aufzufordern, das seitens der Briten hartnäckig als Persia bezeichnete Land mit Iran zu benennen, dem Landesnamen, unter welchem es den Persern seit Jahrhunderten bekannt war. Durch den mit dem Öl verknüpften Reichtum entwickelte sich Iran zu einer Regionalmacht.
Nach dem Zweiten Weltkrieg kam es im Jahr 1951, unter der Regierung Mohammed Mossadeghs, zu einer Verstaatlichung der Ölindustrie. Auslöser war die britische BP, die das Ölgeschäft im Iran beherrschte und die sich in Verhandlungen strikt weigerte, ihre Erlöse aus dem Ölgeschäft zur Hälfte mit dem iranischen Staat zu teilen. In der Folge kam es zum internationalen Boykott des iranischen Öls, allen voran durch die Vereinigten Staaten von Amerika und Großbritannien, was im weiteren Verlauf zu einer Wirtschaftskrise und zum Staatsdefizit führte. Trotz dieser Ergebnisse wählte das Parlament später in demokratischer Wahl Mossadegh zum Präsidenten des Landes.
Ministerpräsident Mossadegh wurde durch die Operation Ajax gestürzt, eine Aktion der US- Regierung unter Eisenhower mit Hilfe des Amerikanischen Geheimdienstes.
Der im Jahr 1941, ursprünglich gegen den Willen der USA, als Nachfolger seines Vaters ins Amt gekommene Schah Mohammad Reza Pahlavi, stellte sich mit Unterstützung der USA gegen Mossadegh und sprach sich für ein Handelsabkommen mit den Vereinigten Staaten von Amerika aus. In diesem sollten Ölförderrechte an US- amerikanische Unternehmen übertragen und Iran 50 % des Gewinns aus dem Ölgeschäft zugesprochen werden. Mossadegh weigerte sich, da er den mit dem Öl verbundenen Reichtum Irans im Land behalten wollte. Es kam zu Spannungen zwischen dem Schah und Mossadegh. Letzterer hatte jedoch großen Rückhalt im Volk, was den Schah veranlasste, auf dem Höhepunkt der Krise im August des Jahres 1953 das Land zu verlassen. Schon vorher hatten die USA den Schah unterstützt, die Republik Mahabad zu zerschlagen sowie die Stadt Mahabad von den Kurden zurückzuerobern.
Dennoch organisierten monarchistische Kräfte unter Führung des Generals Fazlollah Zahedi einen Staatsstreich und holten den Schah zurück an die Macht. Die damalige Regierung, mit Zahedi als Ministerpräsident, schloss neue Verträge mit den USA ab. Diese hielten bis zur ersten Ölkrise, hervorgerufen durch deutliche Preiserhöhungen Irans, an. Schah Mohammad Reza Pahlavi leitete zwar die Weiße Revolution ein, verlor aber in der Folgezeit seiner Herrschaft zunehmend die Verbindung zum Volk. Anfang des Jahres 1979 musste er den Iran auf Grund einer islamischen Revolution endgültig verlassen.
Der Schiitenführer Ruhollah Chomeini kehrte aus dem französischen Exil zurück, etablierte sich als oberste Autorität des Staates und transformierte das Kaiserreich Iran bzw. Persien in eine Islamische Republik. Seine Politik war geprägt durch eine fundamentalistische, stark antiwestliche Linie.
Von 1980 bis 1988 befand sich das Land im Golfkrieg, nachdem der Irak das Land angegriffen hatte. Die anhaltende internationale Isolation des Iran lockerte sich erst Ende der 1990er.
Seit dem Jahr 2005 ist das Land Iran gemeinsam mit den Staaten Indien, Pakistan sowie der Mongolei Beobachter bei der Shanghai Cooperation Organization. |
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