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Jemen
Geschichte

 
Seit der Steinzeit gibt es Zeugnisse einer antiken Zivilisation in Jemen, dank der klimatischen Verhältnisse und der vorteilhaften Umweltbedingungen erlebte die jemenitische Bevölkerung seit 1000 v. Chr. eine lange Zeit des Fortschritts und des Wohlstands, auch dank des Austauschs längs der antiken Handelswege.

Griechen und Römer nannten diese antike Kultur "Arabia Felix" was so viel bedeutet wie "Glückliches Arabien". Über Jahrhunderte hinweg entstanden in Jemen verschiedene Zivilisationen und legendäre Königreiche wie Saba, Awsan und Himjar, deren reichhaltige architektonische Hinterlassenschaften noch heute von den Besuchern bewundert werden können.

Im Laufe der Jahrhunderte erlitt Jemen zahlreiche Versuche der Invasion und Besatzung: das Römische Reich versuchte 24 v. Chr. in das Land einzudringen, ein Unternehmen, das mit einer Niederlage vor der Stadt Marib endete.

Mehr als fünf Jahrhunderte später hielten die Äthiopier, mit Unterstützung des Byzantinischen Reichs, das glückliche Land Arabien für mehr als fünfzig Jahre besetzt. Am Ende jedoch herrschte das Persische Reich bis zur Entstehung des Islam im 7. Jahrhundert.

Nach der Konvertierung zum Islam folgte für Jemen eine Zeit des Wohlstands und der Entwicklung von wichtigen Städten und Befestigungen.

Mit dem Nachlassen der Macht des Abbassiden- Kalifats von Bagdad stand Jemen nur teilweise unter dem Einfluss Bagdads und wurde Zeuge der Entstehung kleiner unabhängiger Staaten wie z.B. die Dynastie Ziadi bei Zabid, der Staat Yaafuri in der Region von Shibam- Kawkaban, Zeidi in Sada, der Staat Sulaii bei Sanaa und nicht zuletzt Jibla und der Staat Rasulid bei Taizz.

Die erste osmanische Besetzung erfolgte im Jahr 1539 und dauerte ungefähr 100 Jahre an, sie endete mit dem Aufstand der stolzen jemenitischen Bevölkerung. Im Jahr 1872 gab es die zweite Besetzung, während der Süden Jemens unter der Besatzung des Britannischen Weltreichs stand, das von 1839 an seine Herrschaft über die Stadt Aden ausübte.

Die Osmanen verließen das Land im Jahr 1918, die Engländer im Jahr 1967. Trotz der Besetzungen von außen gelang es keinem der Invasoren im Laufe der Jahrhunderte, die Kultur dieses außergewöhnlichen Landes zu entwurzeln.

Seit mehr als vierzehn Jahren strebt Jemen mit allen Kräften nach vorn und hat dank eines intensiven Demokratisierungsprozesses eine beispiellose Entwicklung durchlaufen und sich auf eine neue Blütezeit hinbewegt, die es dem Land- nicht ohne Schwierigkeiten, aber mit Erfolg- ermöglicht hat, sich den Titel "Arabia Felix" verdienterweise zurückzuerobern.


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