| Die Stadt
Dieses Gebiet liegt 27 Kilometer von der Hauptstadt entfernt auf der rechten Seite der Sanaa- Maribstraße am Fuß des Dhi Marmarberges. Eine steil ansteigende Straße über den 2250 Meter hohen "Nilpass" und ein eintöniges Hochplateau hinter sich lassend, taucht man aus dem immergrünen Wadi Dowan ein in die atemberaubende Canyonlandschaft des Hadramouts. Wie eine Fatamorgana aus einer fremden Welt zeigt sich schon von Weitem die Silhouette von Shibam, dem "Manhattan der Wüste". Wie ein Wüstenschiff steht die Stadt, von einer enganliegenden Mauer umgegeben im Trockenlauf des Flussbettes und lässt angesichts ihrer unkonventionellen Bauweise jeden Besucher erstaunen. Auch Schibam mit seinen Wolkenkratzern aus Lehm ist Weltkulturerbe. Ein fantastischer Ausblick auf Stadt und Umgebung bietet sich von einer gegenüberliegenden Bergkuppe.
Sehenswertes
Islamische und vorislamische Funde, wie die bis ins 2. Jahrhundert v. Chr. zurückdatierenden Felsengräber, können hier besichtigt werden. Sie ähneln den Gräberfunden im Wadi Dhar, Kaukaban, Bait Alman und Dhafar. Einige Archäologen vergleichen sie sogar mit Gräberfunden im Nordwesten der arabischen Halbinsel, wie Petra, Al- Ula und Madaen Saleh. Die Felsengräber bestehen aus 1,5 Meter hohen, 2 Meter breiten und 1,5 Meter tiefen Kammern, die etwa vier Fuß über dem Erdboden in den Fels gehauen wurden. Die im Jahr 1983 entdeckten Mumienfunde beweisen den Fortschritt der altjemenitischen Mumifizierungskunst. Einige dieser Mumien können heute im archäologischen Museum der Universität Sanaa besichtigt werden. |