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durch die beiden Gebirgsrücken des Surami- und Adscharo- Imeretischen Gebirges voneinander getrennt. Der Rikothi- Pass bildet die natürliche Grenze zwischen Ost- und Westgeorgien und ist gleichzeitig die Wasserscheide zwischen den Einzugsgebieten des Flusses Rioni im Westen und der Mtkwari im Osten, zwischen dem Schwarzen und Kaspischen Meer.
Imereti
Diese Provinz ist eine der fünf Westgeorgiens. Hier führt die S1, die von Tbilissi bis zum Schwarzen Meer führt, durch einen Tunnel und verbindet beide Teile. Sie senkt sich in zahlreichen Kurven, über Dutzende Brücken, entlang der Rikotula- und Dsirulatales hinab zur Kolchischen Ebene.
Die Kolchische Tiefebene erstreckt sich halbbogenförmig bis zur Küste des Schwarzen Meeres. Sie wird flankiert von den Höhenzügen des Surami/Meßchetischen Gebirges. Das Klima in dieser Region ist subtropisch, mit warmen, mitunter auch heißen Sommern, milden Wintern und häufig fallenden Niederschlägen.
In der Vergangenheit waren die Flussniederungen der Kolchischen Tiefebene von Urwald und Sümpfen bedeckt. Daraus wurde in den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts eine Agrarlandschaft, als der Rioni und seine Nebenflüsse eingedeicht und die Sümpfe trockengelegt wurden. Hier gedeihen Zitrusfrüchte, Feigen, Walnüsse, Granatäpfel, Aprikosen, Wildpflaumen, Mais, Wein und Tee. Wichtig ist ebenfalls der Weinanbau, der hier ebenerdig in großen Plantagen erfolgen kann und der einen wichtigen Wirtschaftsfaktor darstellt.
Guria
Die Provinz Guria befindet sich an der Küste des Schwarzen Meeres und den größten Teil dieses Gebietes nimmt das Kolcheti- Tal ein. In die Kreise Osurgeti, Tschochatauri und Lantschchuti gliedert sich Guria auf, in denen insgesamt etwa 170.000 Einwohner leben.
Auf Grund der vorteilhaften geografischen Lage dieser Region sowie des subtropischen Klimas, ist eine enorme landwirtschaftliche Nutzung dieses Gebietes möglich. Hauptsächlich werden Produkte wie Tee, Mais und Zitrusfrüchte aber auch Wein angebaut.
Ungefähr 45 % der gesamten Fläche von Guria ist von Wäldern, von denen manche sogar unter Naturschutz stehen, bedeckt.
Unter Denkmalschutz stehen 200 der Baudenkmäler aus vergangener Zeit, wie in weiteren Teilen des Landes mit seinen rund 4000 historischen Bauten.
Aus dieser Provinz stammen zahlreiche bekannte intellektuelle und künstlerische Persönlichkeiten wie z. B. Alexander Tsutsunava und Victor Dolidze. Weitere berühmte Tänzer, Sänger, Schauspieler und Künstler sind z.B. Nodar Dumbadze, Anna Kalandadse und Nino Ramischwili.
Neben den ruhige, idyllischen Badeorten Schekwetili, Ureki und Grigoleti besteht auch die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe des Schwarzen Meeres Wintersport auszuüben. In den fischreichen Flüssen von Guria wie z.B. im Zkali und Gubaseuli haben Sie die Möglichkeit, Angeln zu gehen. Schnee fällt in den Bergen ab dem Monat November, welcher erstklassige Bedingungen zum Skifahren liefert und so können Sie die Pisten hinab sausen.
Samegrelo
Neben Batumi ist heute das an der Mündung des Rioni gelegene Poti die bedeutendste Hafenstadt des Landes Georgiens. Fluss und Stadt sind aus der antiken Überlieferungen als Phasis bekannt. Phasis war eine wichtige Handelsstadt an der Seidenstraße. m 3. Jahrhundert v. Chr. wurde an dieser Stelle die bekannte Kolchische Akademie gegründet. Es wurde in griechischer sowie georgischer Sprache gelehrt wie z.B. Grammatik, Philosophie, Arithmetik und Rhetorik. Das alte Poti verschwand mit dem Lauf der Zeit im Sumpf des Rioni- Deltas. Die sumpfige Ebene im Tiefland verwandelte sich Mitte des 20. Jahrhunderts in eine herrlich bunt blühende Landschaft. Am Paliastomi- See, der sich in der Nähe von Poti befindet, existiert heute ein Naturschutzgebiet.
Sehenswert ist eine Kathedrale die aus dem 13. Jahrhundert stammt, eine Schatzkammer sowie die Ruinen eines Palastes welcher im 18. Jahrhundert erbaut worden ist, und welche sich sich am Chobi- Kloster zwischen den Städten Kutaissi und Sugdidi befindet. Des Weiteren existiert auf diesem Gelände außerdem noch die Familienkirche des georgischen Nationalhelden Fürst Zotne Dadiani.
Die Stadt Sugdidi war seit dem 17. Jahrhundert Residenz der megrelischen Fürsten. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts ließen die Dadianis in der nahen Umgebung ihres Palastes einen Garten anlegen, den die Fürstin ausbauen ließ. Die Türken nahmen diese Region ein und fanden leider keinen großen Gefallen an diesem Garten und zerstörten die wunderschöne Anlage. Der Garten wurde nach der Befreiung von der Herrschaft der Türken neu gestaltet, erlangte jedoch niemals mehr seine einstige Pracht.
Adscharien
Im Westen Georgiens bildet das Schwarze Meer die natürliche Grenze des Landes. Hier suchten Jahr für Jahr Millionen von Menschen Erholung und Entspannung in den bekannten Bädern, schon zur Zeit der Zaren und danach in der Sowjetzeit. Sotschi- eine Küstenregion zählt heute nicht mehr zum Land Georgien und daher sind die Kurorte Sochumi, Gagra und Pizunda für Besucher durch Konflikte nicht mehr erreichbar. Den Georgiern und ihren Gästen bleiben daher nur die Strände von Atschara, nördlich und südlich von Batumi. Atschara erstreckt sich mehr als 3000 Quadratkilometer entlang der Schwarzmeerküste bis hin in das Innere des Landes, welches nur wenige Kilometer hinter der Küste des Kleinen Kaukasus beginnt. Dort ist subtropisches Klima vorherrschend und der Boden eignet sich hervorragend zum Anbau von Zitrusfrüchten..
Ratscha- Letschchumi
Im Nordosten Imeretiens befindet sich die Provinz Ratscha, in deren Zipfel der Fluss Rioni entspringt. Nach Ratscha gelangen Sie nur auf zwei Wegen, die beide in Kutaissi beginnen und sich in Ambrolauri treffen.
Die berühmteste Sehenswürdigkeit in Ratscha ist die Bischofskirche Nikorzminda, welche sich auf einem Hügel über dem gleichnamigen Dorf befindet. Von diesem Ort aus können Besucher einen herrlichen Ausblick auf das Rioni- Tal bis hin zu den in den Wolken hängenden Bergketten des Kaukasus genießen. Die Kirche wurde zur Herrschaft von Bagrat III. errichtet, zur gleichen Zeit wie die Bagrati- Kathedrale in der Stadt Kutaissi. |