| Etwa 80 % der gesamten Fläche der Mongolei sind landwirtschaftlich nutzbar. Daher lebt der Großteil der Bevölkerung von der Viehzucht. Ackerbau kann auf Grund der klimatischen Verhältnisse kaum betrieben werden und so müssen z.B. fast alle Obstsorten importiert werden. Im landwirtschaftlichen Sektor der Wirtschaft sind etwa 33 % der gesamten Bevölkerung beschäftigt.
Die Erlöse aus dem Fischfang sind sehr niedrig, da die Mongolei Binnenstaat ist und nur wenige Gewässer sein eigen nennt.
Die industrielle Produktion konzentriert sich auf den Raum Ulaanbaatar sowie der unmittelbaren Umgebung. 28 % der Einwohner des Landes sind in der Industrie tätig. Der wichtigste Part ist die Nahrungsmittelproduktion, sowie die Herstellung von Wolle, Häuten und Fellen. Textilindustrie und Leichtmaschinenbau sind von geringerer Bedeutung.
Wichtigste Kohleabbaugebiete sind Darhan und Choybalsan. Auch Bodenschätze wie Molybdän, Kupfer, Wolfram, Zinn, Gold und Blei werden gehoben.
Im Zuge der jüngsten Umwälzungen hat auch in der Mongolischen Republik in Wirtschaft und Politik eine Liberalisierung eingesetzt. Anfang März des Jahres 1992 gab die Regierung die Preise für Lebensmittel frei, die über 30 Jahre unter staatlicher Aufsicht standen. Der Entfernung von Europa wegen, ergeben sich für europäische Firmen nur beschränkte Möglichkeiten, bessere Entwicklungs- und Investitionsmöglichkeiten für Japan und andere ostasiatische Länder aufzutun.
Die bedeutendsten Handelspartner der Mongolei sind die Russische Föderation, China, Japan und Kasachstan.
Die Mongolei ist leider weiterhin von der finanziellen Unterstützung der ausländischen Staaten abhängig, da die bislang unzureichende Infrastruktur sowie der kaum vorhandene Binnenmarkt die Wirtschaft behindert als die sie diese ankurbelt. |