| Die Hauptsegmente der Wirtschaft im Land Brunei sind Erdöl- und Erdgasvorkommen in den Küstengewässern sowie Investitionen aus dem Ausland. Die Einnahmen garantieren der geringen Bevölkerung einen hohen Lebensstandard. 52 % der nationalen Mineralölproduktion werden nach Japan exportiert, welches zugleich auch der bedeutendste Handelspartner ist. Im Jahr 1995 wurde das Land Brunei Mitglied des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank. Weitere wichtige Handelspartner sind die Staaten Singapur, Thailand sowie Länder der Europäischen Union.
Die Arbeitslosigkeit im Land ist sehr gering und die Inflationsrate betrug 1990- 1998 1,1 %. Es gibt zahlreiche Initiativen, die Wirtschaft zu diversifizieren, unter anderem durch Steuervergünstigungen und -anreize für ausländische Investoren.
Vor allem die Papier-, Holz-, Glas-, Düngemittel- und petrochemische Industrie bieten sich für Entwicklungsprogramme an. In der industriellen Produktion sind 39 % der Bevölkerung tätig. Rund 15 % an Fläche des Landes werden zur Landwirtschaft genutzt, insbesondere durch den Anbau von Reis, Obst und Maniok. Dieser Sektor trägt jedoch nur geringfügig zur Wirtschaft des Landes bei, da nur noch 3 % der Einwohner in der Landwirtschaft arbeiten. Der Großteil der Menschen übt eine Dienstleistung aus.
Brunei gehört zu den wohlhabendsten Ländern Asiens. Etwa 90 % seiner Exporte und über drei Viertel des Bruttoinlandsprodukts werden allein mit Erdölprodukten erzielt. Erdöl und Erdgas werden in entsprechenden Industrieanlagen weiterverarbeitet. Die größte Ölgesellschaft Bruneis gehört zur Hälfte dem Sultanat und zur anderen Hälfte einer ausländischen Firma. Ungefähr 63 Millionen Barrels Erdöl werden pro Jahr gefördert.
Bruneis Reichtum ermöglicht dem Sultanat, zahlreichen ausländischen Arbeitskräften in den Bereichen Erdölwirtschaft, Bauwirtschaft und Müllabfuhr einen Arbeitsplatz zur Verfügung zu stellen. |