| Das Land Aserbaidschan wurde bereits zu früher Zeit besiedelt, was dazu führte, das bedeutende Kulturen hervorgebracht wurden. Es zählte zu verschiedenen Weltreichen und war unter dem Namen Mana, Medien, Atropatena und Albania bekannt.
Im 8. Jahrhundert v. Chr. besiedelten die Skythen das Schwarzmeergebiet des heutigen Aserbaidschan.
Albania, das Reich der nomadischen Albani in Nordaserbaidschan, wurde im 4. Jahrhundert v. Chr. gegründet, aber bereits im 3. Jahrhundert v. Chr. von den Parthern unterworfen. Erst im 4. Jahrhundert n. Chr. gelang es dem Land Armenien das Christentum einzuführen.
Eine andere Namenserklärung leitet den Namen wiederum vom persischen Satz Land des Feuers ab, der sowohl auf die seit dem Altertum bekannten Petroleum-Vorkommen als auch auf den Zoroastrismus verweisen soll. Denn der Geburtsort Zoroasters liegt in dem Gebiet und vor der arabischen Invasion hieß es Azarpadegan.
Ab dem 2. Jahrhundert ließen sich die ersten türkischen Volksgruppen in Aserbaidschan nachweisen, als dort der frühhunnische Volksstamm der Az auftauchte. Dieser Volksstamm ist möglicherweise auch der Namensgeber des Landes, so dass Aserbaidschan Herrschaft der Az bedeutet.
Araber fielen im Jahr 643 in dieses Gebiet ein und führten es dem Islam zu - damit gehört Aserbaidschan auch zu den ältesten muslimischen Ländern der Welt. Die Kirche der "Albaner" stand bis dahin der armenischen nahe, wurde aber nach der arabischen Eroberung und Islamisierung vernichtet. Jedoch kämpften auch Aserbaidschaner gegen arabische Herrschaft.
Im 9. und 10. Jahrhundert kamen die Volksstämme der Oghusen ins Land und die Aserbaidschaner erhielten ihre heutige Prägung und wurden zum dem was sie heute sind: Süd- Türken. Das Land zählte nun zum Seldschukenreich. In dieser Zeit bilden sich mehrere Staaten im Land, unter denen der Staat der Schirwanschahs Schirwan eine große Rolle spielte.
Durch den Tatarenherrscher Timur wurde das Ilchanat im 15. Jahrhundert zerschlagen und Aserbaidschan fiel mit dem übrigen Persien an diesen.
Nach dem Tod von Timur wurden zwei mächtige Stammesförderationen gegründet: die "Weißen Hammel" und die "Schwarzen Hammel", die aber leider sehr miteinander verfeindet waren.
Im Jahr 1501 wurde der Staat der Safawiden mit der Hauptstadt Täbris gegründet, der zum ersten Mal in der aserbaidschanischen Geschichte alle Gebiete Aserbaidschans in einem Staat vereint hat, dessen Teile sowohl Nord- als auch Süd- Aserbaidschan sowie die Regionen von Amudarja bis Efrat und von Därbänd bis zum Persischen Golf waren.
Auf Grund der guten geografischen Lage und Handelsrouten, war das Land Aserbaidschan lange Zeit heiß begehrt von den Staaten Russland, Persien und den Ottomanen.
Nach der Ermordung von Schah Nadir im Jahr 1747 entstanden im heutigen Aserbaidschan 15 selbständige Khanate, wie z.B. Karabach, Schäki, Kuba, Naxçivan, Därbänd und Talysch.
Ab dem Jahr 1784 beherrschten die russischen Zaren den Norden Aserbaidschans und im 6. Russisch- Türkischen Krieg fielen die Khanate Gandscha, Schirwan , Karabach, Scheki, Kuba und Baku sowie das Khanat Talysch an Russland.
Die ersten Erdölbohrungen finden im Jahr 1848 auf der Apscheron- Halbinsel statt.
Nach der sowjetischen Invasion im Norden von Aserbaidschan rief Scheich Khiabani im iranischen Aserbaidschan im Jahr 1920 den aserbaidschanischen Staat Azadistan aus, welcher jedoch nur sechs Monate später wieder unter ging.
Anfang des 20. Jahrhundert liefert Baku fast die Hälfte des in der gesamten Welt benötigten Erdöls.
Im Jahr 1920 wurde Aserbaidschan von den Alliierten als unabhängiges Land anerkannt. Diese Unabhängigkeit wurde jedoch durch die Rote Armee im April 1920 beendet. In Aserbaidschan entsteht eine Sowjetrepublik, die 1922 mit den Staaten Georgien und Armenien zur Transkaukasischen Föderativen Sowjetrepublik zwangsvereinigt und in die UdSSR integriert wird.
Zwischen Armenien und dem Berg- Karabach- Gebiet beginnt im Jahr 1992 der offene Krieg.
Das autonome Gebiet Berg- Karabach bildet sich im Jahr 1923 heraus.
Den Status einer Unionsrepublik erhält das Land Aserbaidschan im Jahre 1936.
Die Ausbeutung der Erdölfelder begann ab den 70er Jahren.
Im Jahr 1988 fanden einige Demonstrationen in der Region Berg- Karabach statt, welche ethnische Unruhen hervorriefen.
Am 23.09.1989 wird dem Land Aserbaidschan die Souveränität erklärt.
Mehr als Hundert Menschen fielen der sowjetischen Militärintervention am 20.01.1990 zum Opfer.
Das Land Aserbaidschan ist ab dem 18.10.1991 unabhängig.
Im November des Jahres 1991 eskaliert die militärische Situation in Berg- Karabach.
Am 10.12.1991 findet die Unabhängigkeitserklärung von Berg- Karabach statt.
Heidar Aliijew wird am 03.10.1993 zum Präsidenten des Landes Aserbaidschan gewählt, gründete die Staatspartei "Neues Aserbaidschan und bemühte sich um gute Beziehungen zu Russland, der Türkei und den Vereinigten Staaten von Amerika, aber auch um gute Zusammenarbeit mit dem Nachbarstaat Iran.
Die alleinige Landeswährung neben dem Rubel wird am 01.01.1994 eingeführt.
Der Waffenstillstand im Berg- Karabach- Konflikt setz am 12.05.1994 ein.
Eine Verfassung wird im Jahr 1995 angenommen. Diese konstituiert ein präsidentielles Regierungssystem. Mit mehreren Führungswechseln erweist sich die politische Lage im Land seit dem Jahr 1991 als instabil. Dies ist speziell auf die Verwicklung des Landes in den Bergkarabach- Konflikt zurückzuführen.
Das Kooperationsabkommen sowie das Partnerschaftsabkommen mit der Europäischen Union findet am 22.04.1996 in Brüssel statt.
Am 18.11.1999 werden die Verträge für den Bau der Erdölpipeline Baku- Ceyhan und der Transkaspischen Gaspipeline unterzeichnet.
Es gelingt dem Land Aserbaidschan im Jahr 2001 vom Europarat aufgenommen zu werden.
Ilham Äliyev wird im Jahr 2002 zum Nachfolger seines Vaters - dem einstigen Präsidenten - bestimmt und bei Wahlen im Jahre 2003 zum größten Teil vom Volk bestätigt, worauf dieser am 15. 10. 2003 zum neuen Präsidenten gewählt wird. |