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Schweiz
Landesdaten & Fakten
| Offizielle Bezeichnung |
Schweizerische Eidgenossenschaft |
| Internationales Kennzeichen |
CH |
| Fläche |
41.290 qkm |
| Geografische Lage |
6º O - 11º O / 46º N - 48º N |
| Hauptstadt |
Bern |
| Höchste Erhebung |
Dufourspitze 4.634 m |
| Nationalfeiertage |
1. August (Tag des Ewigen Paktes von 1291) |
| Amtssprache(n) |
Deutsch Französisch Italienisch Rätoromanisch |
| Zeitverschiebung |
keine |
| Einwohner |
7.283.274 Einwohner |
| Bevölkerungsdichte |
182 pro qkm |
| Bevölkerungswachstum |
0,7% |
| Lebenserwartung |
Männer 77 Jahre Frauen 83 Jahre |
| Analphabeten |
1% |
| Größte Stadt |
Zürich 400.000 Einwohner |
| Landeswährung |
1 Schweizer Franken (sfr) = 100 Rappen |
| Wichtigste Import/Exportgüter |
Importgüter: Maschinen, Fahrzeuge, Chemikalien, Edelmetalle Exportgüter: Schmuck, Maschinen, chemische Erzeugnisse |
| Wichtigste Städte |
Zürich 343.869 Einwohner Basel 174.007 Einwohner Genf 173.559 Einwohner Bern 127.469 Einwohner Lausanne 115.878 Einwohner |
| Provinzen |
Aargau, Ausser-Rhoden, Basel-Landschaft, Basel-Stadt, Bern, Fribourg, Geneve, Glarus, Graubunden, Inner-Rhoden, Jura, Luzern, Neuchatel, Nidwalden, Obwalden, Sankt Gallen, Schaffhausen, Schwyz, Solothurn, Thurgau, Ticino, Uri, Valais, Vaud, Zug, Zürich |
| Dialekte |
In den deutschsprachigen Gebieten dient Deutsch (mit Schweizer Besonderheiten) nur als Hochsprache, im Alltag, teilweise einschl. der Medien, kommen ausschließlich die überlieferten (bis auf die Basler Region hoch-)alemannischen Dialekte zum Einsatz, einige davon (Wallis, Höchstalemannisch) ähneln sogar in gewisser Weise noch dem Althochdeutschen. Die Bezeichnung Schweizerdeutsch ist möglicherweise irreführend. Es ist keine eigene Sprache im Gegensatz zum (Reichs-)Deutschen, sondern die Dialekte des Alemannischen, die innerhalb der Schweizer Grenzen gesprochen werden. Das Alemannische allerdings kann sinnvoll als eigene Sprache betrachtet werden; es wird in der Schweiz, Baden-Württemberg, Westbayern, dem Elsaß, Liechtenstein und Vorarlberg (Österreich) gesprochen.
Die französisch- und italienischsprachigen Gebiete sind heute Domänen des jeweiligen Standards (früher: frankoprovenzalisch in der welschen (=französischsprachigen) Schweiz, französische Dialekte im Jura, lombardisch im Tessin). Eine Sonderstellung nimmt Graubünden ein. Hier sind die ererbten Dialekte gar nicht von der Standardsprache, sondern nur vom Schweizerdeutschen bedroht. Man benutzt in der deutschen Schweiz gerne den Ausdruck welsch für die französischsprachige Schweiz, seltener auch als Ausdruck für die italienischsprachige. Der Kanton Graubünden ist dreisprachig deutsch, italienisch und rätoromanisch; Rätoromanisch ist stärker dialektal gegliedert als das Deutsch der Schweiz, hinzu kommt, daß es keine einheitliche Schriftsprache gibt. Einwanderer aus zahlreichen Ländern, vor allem Italien, leben im Land; sie erhalten nur schwer die Staatsbürgerschaft und haben oft nur befristete Aufenthaltsgenehmigungen. Einwanderer in die Deutschschweiz, auch aus der romanischen Schweiz, sprechen in der Regel auch nach Jahren die Hochsprache, lediglich die «unteren» Schichten sprechen Schweizerdeutsch oder persönliche Ausgleichsdialekte zwischen Hoch- und Schweizerdeutsch. Von den zahllosen Sprachen von Einwanderern nennt der Ethnologue die folgenden: Assyrian Neo-Aramaic, Catalan-Valencian-Balear, English, Iu Mien, Kirmanjki, Kurmanji 13,000, Portuguese 86,000, Serbo-Croatian 142,000, Spanish 117,000, Tai Nüa, Tibetan 200, Turkish 53,000, Yeniche, Western Yiddish. Die Liste ist wohl als willkürlich zu betrachten, da aus fast allen Ländern Einwanderer im Land sind - wie überall in Westeuropa. Die wichtigsten Einwanderergruppen sind wohl Deutsche, Italiener und Tamilen.
Basel-Stadt Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Basel ist die einzige niederalemannische Region der deutschen Schweiz, wobei beim Baseldytsch wohl von einem Mischdialekt auszugehen ist. Er zeigt bei sonst hochalemannischer Gestalt einige zentrale Züge des Niederalemannischen, so k statt ch und einen Abbau des Konjunktivs. Basel-Landschaft Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
In Baselbiet werden schon hochalemannische Dialekte gesprochen. Solothurn Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Die Solothurner Dialekte stehen den baselbieterischen nahe, im Buchegg den berndeutschen. Bern Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch, Französisch
Der Kanton Bern teilt sich in das Oberaargau, das Emmental, das Seeland, das Berner Mittelland und das Berner Oberland sowie das Südjura. Letzteres ist französischsprachig. Die Stadt Biel, die an das französischsprachige Gebiet grenzt, ist dank Einwanderung heute zweisprachig. Im übrigen Südjura gibt es beträchtliche deutschschweizerische Einwanderung, dank des Territorialprinzips sind diese aber angehalten, sich sprachlich anzupassen. Berndeutsch ist dort wohl vor allem Haussprache. Die Dialekte der übrigen Gebiete des Kantons lassen sich als Berndeutsch zusammenfassen, nur die Dialekte des Berner Oberlandes gehören wohl schon zum Innerschweizerischen. Der Dialekt der Stadt Bern ist etwas konservativer als der übrige Kanton, daher nimmt dieser in gewisser Weise eine Sonderstellung ein.
Aargau Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Der Aargau teilt sich sprachlich in eine westliche berndeutsche Hälfte und eine östliche zürichdeutsche, ebenso wie der Westen reformiert und der Osten katholisch ist. Im Nordwesten (Fricktal, bis 1815 nicht Teil der Schweiz) wird Baselbieterdeutsch gesprochen. Der äußerste Süden weist zu den Innerschweizer Dialekten. Zug Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Das Zuger Deutsch steht dem Zürichdeutschen nahe. Luzern Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Das Luzernerdeutsch bildet den Übergang zu den innerschweizerischen Dialekten. Zürich Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
In Zürich wird Zürichdeutsch gesprochen, das man fast auch allgemein als Schweizerdeutsch bezeichnen kann, da es z.B. die Medien beherrscht. Das Zürichdeutsche hat allerdings in den letzten Jahrzehnten einen Ausgleichsprozeß durchlaufen, vor allem das Stadtzürcherische war vor einigen Jahrzehnten noch sehr anders (z.B. my Frau statt heute myni Frau). Schaffhausen Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Das Schaffhauserdeutsch stand ursprünglich den umgebenden Dialekten nahe, die heute zu Deutschland gehören; durch die Nationalisierung der letzten zweihundert Jahre hat es sich den übrigen Schweizer Dialekten angenähert, während sich die umgebenden Dialekte dem Schwäbischen und Hochdeutschen annäherten. Thurgau Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Im Thurgau wird ostschweizerisch gesprochen. St. Gallen Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht verschiedene Ostschweizer Dialekte, so das Toggenburgerdeutsch, das St. Galler-Deutsch, das Rheintaldeutsch. Der Süden des Landes war bis ins hohe Mittelalter rätoromanischsprachig. Appenzell - Innerrhoden Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Appenzellerdeutsch. Appenzell - Außerrhoden Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Appenzellerdeutsch. Im Norden weist der Dialekt zum St.-Gallischen. Glarus Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Innerschweizer Dialekte. Graubünden Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch, Rätoromanisch, Lombardisch, (Bairisch)
Nach den frühesten Zeugnissen wurde im Altertum nur im Unterengadin Rätisch - eine wohl nicht-indogermanische Sprache, mehr weiß man nicht darüber -, im übrigen Land Keltisch gesprochen. Infolge der Romanisierung entstanden die peripheren galloromanischen Dialekte, die heute rätoromanisch genannt werden. Diese wurden nach Abzug der Römer in ganz Graubünden gesprochen. Die Germanisierung durch einwandernde Alemannen fand hier erst im späten Mittelalter statt, verstärkt auch durch die Einwanderung von Walsern. In Chur wurde noch bis ins 15. Jh. rätoromanisch gesprochen. Heute ist der größere Teil des deutschsprachigen Raums in Graubünden walserdeutsch. In den anderen deutschsprachigen Regionen wird rätoromanisch beeinflußtes Hochalemannisch gesprochen. Im äußersten Nordosten (Samnaun) wird wird seit dem 19. Jh. Tirolerisch gesprochen (vorher rätoromanisch), von Schweizer Seite wird diese Region nur vom rätoromanischen Sprachgebiet umringt. Das Rätoromanische ist eine galloromanische Dialektgruppe. Es wird unterteilt in das Surselvische im Vorderrhein, das Sutselvische im Hinterrhein (beide nehmen den (nord-)westlichen Teil des Landes ein), das Surmeirische östlich davon und das Ladinische im Osten. Das Surmeirische teilt sich noch in das Sursés (Oberhalbstein) und das Sutsés (Albula-Tal). Das Ladinische unterteilt sich in das Oberengadinische und das Unterengadinische sowie das Jauer im Münstertal; die letzten beiden nehmen den äußeren Osten des Landes ein.
Das Rätoromanische ist weiterhin auf dem Rückzug. Stark ist es noch im Engadin, wo Oberengadinisch (Puter) und Unterengadinisch (Vallader) gesprochen wird. Auch das Surselvische in den westlichen, besonders hochgelegenen Gebieten ist noch recht stark. Schlechter sieht die Situation für die übrigen rätoromanischen Sprachen, Sutselvisch und Surmiranisch aus. Schriftsprache in den rätoromanischen Gebieten ist zu einem Großteil neben Rätoromanisch Deutsch.
Drei Täler betrachten sich als italienischsprachig: Misox, Bergell und Puschlav. Sie stellen den Übergang vom Rätoromanischen zum Lombardischen her, die dort gesprochenen Dialekte, die durchaus noch benutzt werden, werden bereits als lombardisch betrachtet. Das Bergellische gilt als lombardisierter rätoromanischer Dialekt. Schriftsprache ist dort überall Italienisch. Aufgrund des Tourismus wird allerdings von vielen auch Schweizerdeutsch, wohl eine Mischung aus Zürichdeutsch und Churdeutsch, beherrscht.
Tessin Einheimische Umgangssprachen: Italienisch, [Lombardisch], (Alemannisch)
Man sprach ursprünglich lombardisch. Die Dialekte sterben aber aus und werden durch Italienisch ersetzt. Die meisten Tessiner beherrschen Deutsch und Schweizerdeutsch, meist wohl Zürichdeutsch. Schwyz Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Innerschweizer Dialekte. Uri Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Innerschweizer Dialekte (Urnerdeutsch). Unterwalden - Obwalden Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Innerschweizer Dialekte. Unterwalden - Nidwalden Einheimische Umgangssprachen: Alemannisch
Man spricht Innerschweizer Dialekte. Wallis Einheimische Umgangssprachen: Frankoprovenzalisch, Alemannisch
Das Oberwallis ist germanischsprachig; hier wird Höchstalemannisch gesprochen. Das Höchstalemannische unterscheidet sich stark von allen anderen alemannischen Dialekten, es ist am altertümlichsten. Das Walliserdeutsch wird oft mit dem Althochdeutschen in Verbindung gebracht, da einige Dialekte keine «Murmelvokale» (Schwa, «unbetontes e») in Reduktionssilben (unbetonten Silben) haben, sondern «Vollvokale» (allerdings wohl nicht immer dieselben wie im Althochdeutschen). So heißt lachen, schweizerdt. sonst lache in einigen Walliser Dialekten lachu (in anderen übrigens auch lachn). Das Unterwallis ist romanisch, hier wird tlw. noch Frankoprovenzalisch gesprochen.
Waadt Einheimische Umgangssprachen: Französisch, [Frankoprovenzalisch]
Ursprünglich frankoprovenzalisches Gebiet, wird heute nur noch Französisch gesprochen. Genf Einheimische Umgangssprachen: Französisch, [Frankoprovenzalisch]
Ursprünglich frankoprovenzalisches Gebiet, wird heute nur noch Französisch gesprochen. Neuenburg Einheimische Umgangssprachen: Französisch, [Frankoprovenzalisch]
Ursprünglich frankoprovenzalisches Gebiet, wird heute nur noch Französisch gesprochen. Freiburg Einheimische Umgangssprachen: Französisch, [Frankoprovenzalisch], Alemannisch
Der Kanton Freiburg teilt sich ebenso wie die Stadt in zwei Teile; der größere ist romanischsprachig. Für ihn gilt wie für alle welschen Gebiete: Ursprünglich frankoprovenzalisches Gebiet, wird heute nur noch Französisch gesprochen. Im deutschsprachigen Teil gibt es drei Dialekte: Murtendeutsch im Seebezirk -- kann unter Berndeutsch subsumiert werden -- Seiserdeutsch und Jaundeutsch; diese beiden stehen dem Berner Oberländischen nahe. Jura Einheimische Umgangssprachen: Französisch
Jura ist die einzige Schweizer Region, die ursprünglich französische Dialekte sprach (und nicht frankoprovenzalische), heute aber auch nur noch Hochfranzösisch. Eine einzige Gemeinde (Eberswiler) mit unter 150 Einwohnern ist alemannischsprachig. |
| Höchster Berg |
Dufourspitze 4.634 m |
| Längster Fluß |
Rhein 375 km |
| Klima |
Entsprechend der Höhenlagen weist die Schweiz sehr verschiedene Klimaregionen auf. Die Nord- und Nordostschweiz hat ein fast gemäßigtes Klima mit relativ milden Sommern und Wintern, die Schweizer Alpen haben sehr kalte Winter mit wenig warmen Sommern, während das Tessin nahezu ein mediterranes Klima mit warem Sommer und mildem Winter genießt. |
| Religion |
46% Katholiken, 40% Protestanten |
| Stromversorgung |
230V 50 Hz Stecker J, in der franz. Schweiz sind meist Flachstecker notwendig - Adapter notwendig. |
| Kleidung |
Man kann sich den Jahreszeiten entsprechend wie in Deutschland kleiden. Im Gebirge kann es allerdings auch im Sommer kalt sein, so daß hier froh sein wird, wer auch etwas warmes eingepackt hat. Regenbekleidung sollte man grundsätzlich dabei haben. |
| Haustiere |
Internationaler Impfpass, Tollwutimpfung mindestens 30 Tage vor Grenzübertritt bzw. nicht älter als 12 Monate. |
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