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China
Regierungsunmittelbare Städte
| Peking
Peking ist die Hauptstadt Chinas und hat eine über 3000-jährige Geschichte. Peking ist heute eine regierungsummittelbare Stadt, d.h. sie ist direkt der Zentralregierung unterstellt und besitzt den Status einer Provinz. Die 11.653.700 Einwohner leben auf einem Gebiet von 16.808 km², was ungefähr der Fläche von Thüringen oder der Steiermark entspricht. Peking und das umgebende Territorium sind im westlichen Sinne eher als Provinz zu bezeichnen. Die eigentliche Stadt ohne Vorortgürtel hat 7.490.618 Einwohner, als Agglomeration 11.244.673 (Stand jeweils 1. Januar 2005) (Mandarin), dessen Aussprache auf dem Peking-Dialekt beruht, heißt die Stadt Beijing. Das ist auch die offizielle deutsche Bezeichnung. Obwohl Peking nur etwa 150 km von der Küste entfernt liegt, hat es aufgrund der Lage im Westwindgürtel ein warm-gemäßigtes, kontinentales Klima, d.h. warme, feuchte Sommer und kalte, trockene Winter. Der Jahresniederschlag beträgt 619 mm, davon fallen etwa 70% in den Monaten Juli und August.
Von 1115 bis 1911 war Peking mit kurzen Unterbrechungen die Hauptstadt der Jin-, Yuan-, Ming- und Qing-Dynastien. Unter der Yuan-Dynastie hieß die Stadt Daidu bzw. Khanbalyk. Die Umbenennung in Beijing und der Beginn des erneuten Ausbaus zur Reichshauptstadt erfolgten unter dem Ming-Kaiser Yong Le, nachdem der Hof von Nanking nach Peking zurückgekehrt war (1421). Die Verbotene Stadt und der Himmelstempel waren wichtige Elemente der Stadtentwicklung, deren Bau unter Yong Le begonnen wurde.
Nach dem Sturz des letzten Kaisers wurde 1912 Nanjing Hauptstadt der Republik China. Peking war unter der Kontrolle von rivalisierenden Warlords und wurde daher von der Kuomintang 1928 in Beiping (nördlicher Friede) umbenannt, um deutlich zu machen, dass es sich nicht um eine Hauptstadt handelt. Von 1937 bis 1945 war Peking von den Japanern besetzt. 1949 wurde Peking die Hauptstadt der Volksrepublik China und erhielt seinen Namen zurück.
Infrastruktur
Als Verkehrsknotenpunkt verfügt Peking über Flughäfen und Bahnverbindungen in alle Teile des Landes, wie auch eine interkontinentale Strecke über Ulan-Bator und die Transsibirische Eisenbahn nach Europa. Der Hauptflughafen (Flughafen Peking) liegt im Gebiet Shunyi, zirka 20 km nordöstlich vom Stadtzentrum entfernt. Innerstädtische öffentliche Verkehrsmittel gibt es im Form von fast eintausend Bus- u. Trolleybuslinien. Zwar gibt es keine Tramlinien, dafür aber vier Untergrundbahnlinien (zwei unterirdisch und zwei auf Bodenebene). Etwa fünf weitere U-Bahnlinien sind für die Olympischen Spiele 2008 geplant. Trotzdem kommt es immer zu langen Staus und stockendem Kolonnenverkehr.
Kultur und Sehenswürdigkeiten
Der Tiananmen-PlatzPeking ist das politische und kulturelle Zentrum Chinas. Sehenswert sind der Tiananmen-Platz (chin. "Platz des Tors des himmlichen Friedens"), die verbotene Stadt (der ehemalige Kaiserpalast) und verschiedene Tempel. Nach Peking ist die berühmte Peking-Oper benannt, die eine besondere Vermischung verschiedener Kunstformen darstellt.
Bauwerke
Aufgrund der langen Geschichte beherbergt Peking ein weltweit einmaliges Kulturerbe, wie z.B. das Tiananmen und den Tiananmen-Platz, den ehemaligen Kaiserpalast ("Verbotene Stadt"), den Sommerpalast und nicht zu vergessen die nicht weit entfernt liegende Chinesische Mauer. Weitere bedeutende Sehenswürdigkeiten: Nordmeer-Park (Beihai Gongyuan), Himmelstempel (Tiantan), Lamatempel (Yonghegong), Gräber der Ming-Kaiser (Shisan ling; außerhalb der Stadt), Central Chinese Television Headquarters, Fertigstellung 2008 |
| Chongqing
Chongqing ist eine Stadt in China auf einer wie ein Komma geformten Halbinsel am Fluss von Jangtsekiang und Jialing. Die Stadt ist Industriezentrum, Verkehrsknoten und kultureller Mittelpunkt der Region mit Universitäten, Hochschulen, Theater, Museen und Galerien. Sie ist seit einer Kommunalreform (1954), bei der der östliche Teil der Provinz Sichuan zu einer Großgemeinde zusammengefasst wurde, die größte "Stadt" der Welt mit 32.344.010 Einwohnern. Diese leben auf einer Fläche von 82.403 km², was ungefähr der Größe von Österreich entspricht. Chongqing ist also im westlichen Sinne eher eine Provinz. Chongqing ist seit dem 14. März 1997 eine regierungsummittelbare Stadt. Bei dieser Reform wurden auch die Städte Fuling und Wanxian an Chongqing angegliedert. Die Stadt Chongqing wurde an der Einmündung des Jialing in den Jangtsekiang erbaut; nach der Fertigstellung des "Drei-Schluchten-Staudamms" wird der dadurch entstehende Stausee bis Chongqing reichen, so dass auch größere Schiffe die Stadt erreichen können. Die Lage am östlichen Rand des Roten Beckens, der "Reisschale" Chinas, hat das Wachstum der Stadt begünstigt; die große Entfernung zur Küste und vor allem die schwere Erreichbarkeit hat die Entwicklung behindert. Da Chongqing auf sehr hügeligem Gelände entstanden ist, sind die Straßen teilweise sehr steil, was sich auch in dem Namen "Stadt der Berge" (Shancheng) ausdrückt. Das Klima Chongqings ist durch kurze und relativ milde Winter und feucht-heiße Sommer gekennzeichnet. Von Oktober bis April herrscht eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit mit häufigem dichten Nebel; deshalb gibt es auch die Bezeichnung "Nebelhauptstadt" (Wudu).
Sehenswürdigkeiten
Sehenswert ist der "Luohan Si", ein Jahrhunderte alter Tempel, der hinter einem Durchgang verborgen liegt, seine Existenz aber bereits durch den Geruch von Räucherstäbchen und Papiergeldverkäufer vor seinen Toren verrät.
Die Arhat-Halle ist der interessanteste Teil des Tempels, wo man gegen den Uhrzeigersinn entlang einer Seilsperre durch einen Irrgarten aus 500 bunt bemalten, lenbensgroßen Statuen buddhistischer Heiliger läuft. Nördlich des Tempels befinden sich zwei Seilbahnstationen, mit denen man in die nördlichen und südlichen Vororte von Chongqing gelangt.Der höchste Punkt der Stadt ist ein grasbewachsener Gipfel mit Pavillon im "Pipa-Shan-Park".
An vielen windstillen Tagen sieht man von dort lediglich den dicken Smogschleier, der über Chongqing liegt und durch den die Verkehrsgeräusche und das leise Dröhnen der Baumaschinen nach oben dringt. Südlich des Parks liegt das "Chongqing-Museum" mit einer höchst umfangreichen Sammlung von Gemälden, Porzellan, Kriegerbüsten, einem hängenden Sarg, ähnlich denen, die man noch heute in den Klippen bei Yibin findet, sowie einige interessante Ba-Shu-Stücke, darunter Bronzearbeiten und Schwertklingen, in die Tiersymbole und Hieroglyphen eingearbeitet sind. Ein kleiner Seitenflügel zur Naturgeschichte zeigt Abgüsse von Dinosaurierfossilien.
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