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China
Autonome Regionen
| Guangxi
Guanxi ist eine autonome Region im Süden der Volksrepublik China. Die Provinz ist überwiegend von der Volksgruppe der Zhuang bewohnt und hat daher und aufgrund des hohen Anteils an nationalen Minderheiten den Status einer autonomen Region. Die Hauptstadt der Provinz heißt Nanning. Weitere wichtige Orte in Guangxi sind: Beihai, Guilin und Liuzhou. Guangxi ist traditionell von Landwirtschaft (Zuckerrohr) geprägt und daher eine der ärmeren Provinzen der Volksrepublik. Guangxi steht in China landesweit an erster Stelle bei der Zuckerproduktion.
Erst in jüngerer Zeit hat die Industrialisierung eingesetzt. Der wichtigste Zweig ist die Energiewirtschaft (Wasserkraft), da Guangxi von vielen Flüssen durchzogen ist. Aufgrund des Reichtums an Bodenschätzen ist die Verhüttung von Leichtmetallen (Aluminium) und Buntmetallen (Kupfer) an zweiter Stelle. Seit kurzem wird sehr viel in Tourismus investiert. Beliebtestes Reiseziel ist die Region Guilin mit dem Li Jiang (Li Fluss) und der beeindruckenden Karstlandschaft. Wettertechnisch herrscht überwiegend ein subtropisch feuchtes Monsunklima, es ist warm mit viel Niederschlag.
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| Die Innere Mongolei
Die Hauptstadt der Inneren Mongolei heißt Hohhot, andere wichtige Städte sind Baotou und Hailiar. Die Region grenzt im Norden an Russland und die Mongolei. Im Süden grenzt sie von Westen nach Osten - an Gansu, Ningxia, Shaanxi, Shanxi, Hebei, Liaoning, Jilin und Heilongjiang. Die Han-Chinesen stellen in der Inneren Mongolei die Bevölkerungsmehrheit. Wichtige nationale Minderheiten sind die Mongolen und die Hui.
Die Innere Mongolei ist eine autonome Region in der Volksrepublik China. Im Gegensatz zur Inneren Mongolei ist die Äußere Mongolei mit der unabhängigen Republik Mongolei gleichzusetzen. Diese Benennung spiegelt die sinozentrische Sicht wieder; sie ist von der mandschurischen Bezeichnung dorgi/tulergi abgeleitet. Die Mongolen nennen die beiden Regionen Nord/Süd-Mongolei (aru/öbür). Diesem Sprachgebrauch folgen gelegentlich auch die englischen Bezeichnungen. Der Unterschied zwischen der Inneren und der äußeren Mongolei ist historisch gewachsen. In der Qing-Dynastie wurde die Innere Mongolei in gewöhnliche chinesische Provinzen unterteilt, wohingegen die äußere Mongolei weitestgehend in den Vor-Qing-Strukturen belassen wurde. Bis 1949 war das Gebiet der heutigen Inneren Mongolei in die Provinzen Rehe und Suiyuan unterteilt. Bis zum Eisenbahnbau waren die mongolischen Stämme durch Bergketten vom Rest der Welt isoliert. Diese Berge hielten den Rest der Welt aber auch aus der Mongolei heraus. Nach der Errichtung der Volksrepublik China wurde die Autonome Region "Innere Mongolei" nach dem sowjetischen Vorbild der Minderheitenpolitik eingerichtet. Das Klima der Inneren Mongolei ist kontinental gemäßigt mit langen kalten Wintern und kurzen warmen Sommern. Durch dieses Klima lässt sich der fruchtbare Boden landschaftlich nutzen. Die führenden Wirtschaftsbereiche sind Viehzucht und Bergbau (besonders Eisenerz und Kohle).
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| Ningxia
Ningxia ist eine Autonome Region im Nordwesten der Volksrepublik China. Die Autonome Region der Hui grenzt im Osten an die Provinz Shaanxi, im Norden und Westen an die Innere Mongolei und im Süden an die Provinz Gansu. Mit einer Fläche von nur 66.000 km² und einer Bevölkerungszahl von 5,6 Millionen zählt Ningxia zu den kleinsten und bevölkerungsärmsten Provinzen Chinas. Die vom Gelben Fluss durchzogenen Schwemmebenen und Becken bilden die wichtigsten agrarwirtschaftlich genutzten Gebiete, die jedoch durch intensive und falsche Nutzung zunehmend an Fruchtbarkeit verlieren. Mit 80,8 Stück Vieh pro km² weist Ningxia die höchste Viehdichte aller Provinzen und Autonomen Regionen Chinas auf; die Folge ist Überweidung. Desertifikation. Das Klima Ningxias ist kontinental-gemäßigt bei von Süden nach Norden stark abnehmenden Niederschlägen. Während im Süden noch 670 mm Niederschlag im Jahr fallen, sind es in Yinchuan nur noch 200 mm. Dieser nördliche Teil Ningxias gehört zum zentralasiatischen Steppen- und Wüstenbereich. Ningxia war ehemals das Zentrum des Tanguten-Reichs Xixia und wurde erst 1928 Provinz. 1954 wurde Ningxia wieder aufgelöst und in die Provinz Gansu eingegliedert. Aber schon 1958 wurde Ningxia als autonomes Gebiet für die muslimische Hui-Minorität neu gegründet. In Ningxia befinden sich große Kohlevorkommen von guter Qualität. Dennoch gehört Ningxia zu den ärmsten Provinzen Chinas, wobei der südliche Teil zu den ausgeprägtesten Armutsregionen der Volksrepublik China zählt und deshalb besondere Finanzzuweisungen der Zentralregierung erhält. Hierbei handelt es sich um das vor allem von den muslimischen Hui bewohnte Gebiet. 1990 galten noch 60% der Hui als Analphabeten (davon 78% Frauen), während es bei der Han-Bevölkerung nur 36% Analphabeten waren (davon 49% Frauen).
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| Xinjiang
Xinjiang ist eine autonome Region im äußersten Westen der Volksrepublik China. Die Provinz wird überwiegend von der Volksgruppe der Uiguren bewohnt und hat daher den Status einer autonomen Region. Es kommt jedoch immer wieder zu regionalen Unruhen mit der Forderung nach mehr Unabhängigkeit, da die Bevölkerung einem starken Sinisierungsdruck ausgesetzt ist. Der Norden wird durch die Dsungarei gebildet, während der Großteil der Region durch das Tarim-Becken mit der darin liegenden Taklamakan-Wüste beherrscht wird. Gebirge sind der Kulun Shan im Süden, Tian Shan im Norden. Die Grenze zu Indien und Pakistan liegt an der umstritteneren Region Kaschmir. Die Grenzlinie der Provinz von 5.600 km entspricht einem Viertel der gesamten chinesischen Grenzlinie. Das starke Bevölkerungswachstum, von etwa 12% pro Jahr, ist ausschließlich auf Umsiedlungen von Han-Chinesen zurückzuführen. Allein von 1949 bis 1973 nahm der Anteil der Han-Chinesen von 3,7% auf 38% zu. In der Hauptstadt sind heute bereits 50% der dort lebenden Bevölkerung Han-Chinesen. In den letzten Jahren sind große Erdöl- und Gasvorkommen besonders inmitten der Taklamakan-Wüste und in ihren Randbereichen gefunden worden, die nunmehr erschlossen und ausgebeutet werden. Um die wirtschaftliche Entwicklung von Xinjiang zu beschleunigen baut die chinesische Regierung derzeit einen Hafen im pakistanischen Gwadar. |
| Tibet
Tibet ist ein ausgedehntes Hochland in Zentralasien. Die Bezeichnung Tibet wird heute sowohl für das historische und unabhängige Tibet, als auch für das Verwaltungsgebiet der Volksrepublik China, offiziell "Autonome Region Tibet (ART)" verwendet. Im offiziellen chinesischen Sprachgebrauch steht der Begriff Tibet immer für die Autonome Region Tibet. Die Zugehörigkeit Tibets zur Volksrepublik China ist jedoch umstritten. Das Tibetische Hochland, das in seinem äußersten Süden einen großen Teil des Himalaya-Gebirges umfasst und sich auf einer durchschnittlichen Höhe von 4500 Metern erstreckt, wird häufig als Dach der Welt bezeichnet und gilt als die höchstgelegende Region der Welt. Umschlossen wird Tibet von den Gebirgen des Himalaya im Süden, dem Karakorum im Westen und dem Kunlun Shan im Nordeng. Tibet grenzt an die indischen Bundesstaaten Dschammu und Kaschmir, Himachal Pradesh, Uttaranchal, Sikkim und Assam (von Westen nach Osten), sowie an die Länder Nepal, Bhutan und Myanmar (Birma) an. Das traditionelle Tibet erstreckt sich über eine Fläche von 2,5 Millionen km², und ist unterteilt in die drei Provinzen: Amdo (Nordosten), Kham (Südosten), U-Tsang (West- und Zentraltibet). Die Autonome Region Tibet bezeichnet ein Gebiet von 1,22 Millionen km². Sie umfasst nur die Provinz U-Tsang und den westlichen Teil der Provinz Kham.
Der Großteil von Kham und die Provinz Amdo wurden den chinesischen Provinzen Sichuan, Yunnan, Qinghai und Gansu zugeteilt und zählen somit nicht zum Begriff der ART. Nach Schätzungen der tibetischen Exilregierung leben im ursprünglichen Tibet heute 6 Millionen Tibeter und ca. 7,5 Millionen Chinesen. Durch die verstärkte Ansiedlungspolitik der Volksrepublik China nimmt die Zahl der nicht-tibetischen Einwanderer besonders in urbanen Gebieten stark zu. Chinesisch hat die Tibetische Sprache als Amtssprache ersetzt. Die tibetische Schrift gehört zu den nordindischen Silbenschriften. Im Standpunkt der Volksrepublik China ist Tibet ein untrennbarer Teil Chinas. Der Anspruch auf Tibet beruht auf historischen Zusammenhängen, nach denen Tibet seit mehr als 700 Jahren fester Bestandteil des chinesischen Territoriums ist. Die tibetische Exilregierung jedoch vertritt die Auffassung, dass Tibet zum Zeitpunkt der Invasion durch die Volksbefreiungsarmee ein unabhängiger Staat war und die militärische Invasion sowie die andauernde Besetzung ein Verstoß gegen internationales Recht und das Recht auf Selbstbestimmung darstellt.
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