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China
Westliche Provinzen

 
Gansu
 
Die Provinz Gansu, mit der Provinzhauptstadt Lanzhou, liegt im Nordwesten der VR China und ie grenzt im Osten an die Provinz Shaanxi, im Nordosten an das Autonome Gebiet Ningxia der Hui-Nationalität, im Westen an Qinghai und Xinjiang und im Norden an das Autonome Gebiet Innere Mongolei und sowie die Mongolische Republik. Es befindet sich zwischen dem Qinghai-Tibet-Plateau, dem Mongolei-Plateau und den Lößplateaus. Ein Hauptteil der Provinz liegt ca. 1000m über dem Meeresspiegel. Auch ein Teil der Wüste Gobi befindet sich in Gansu. In Gansu herrscht gemäßigtes Monsunklima, das durch einen langen, kalten Winter und einen kurzen, warmen Sommer gekennzeichnet ist. 

Die Infrastruktur ist relativ gut ausgebaut: In der Provinzhauptstadt Lanzhou kreuzen sich vier wichtige Eisenbahnlinien: Lanzhou-Xinjiang, Baotou-Lanzhou, Lanzhou-Lianyungang und Lanzhou-Xining, die jeweils Gansu mit dem Westen, Norden und Osten China"s verbinden. Die eurasische Kontinentalbrücke, die sich von der Hafenstadt Lianyungang bis nach Rotterdam erstreckt, hat die Provinz Gansu zu einem internationalen Durchgang gemacht. Gansu hat 72 Landstraßen sowie Provinzstraßen, deren befahrbare Länge 35 000 km beträgt. Die Autobahnen Tianshui-Beidao und Lanzhou-Zhongchuan-Flughafen sind dem Verkehr freigegeben worden. Mit Lanzhou als Zentrum hat die Provinz Gansu über zwanzig Fluglinien die Beijing, Shanghai, Guangzhou und Urümqi und Hongkong sowie Ziele innerhalb der Provinz anfliegen. 

Sehenswürdigkeiten

Dunhuang

Dunhuang liegt am westlichen Ende des Hexi-Korridors und ist die bekannteste kulturhistorische Stadt auf der Seidenstraße. In Dunhuang stößt man auf zahlreiche Sehenswürdigkeiten, von denen die Mogao-Grotten die bekanntesten sind. 

Mogao-Grotten 
Die Mogao-Grotten liegen 25 km südöstlich von der Stadt Dunhung. Unzählbare Höhlen befinden sich an der östlichen Klippe des Mingsha-Berges und verteilen sich auf eine Strecke von mehr als 1,6 km. Die Bauarbeiten an den Mogao-Grotten begannen im Jahr 698. Heute sind noch 492 Grotten erhalten. Mehr als 45 000 qm Wandmalereien und 2415 farbigen Statuen, die das Leben, die Kunst und die Geschichte der verschiedenen Dynastien und die Welt des Buddhismus darstellen, ziehen jeden Besucher in ihren Bann. 1987 wurden die Grotten als Weltkulturerbe unter den Schutz der UNESO gestellt. 

Ruinen von Jadetor- und Yuangguan-Paß
Der in der Wüste Gobi gelegene Jadetorpaß wurde in der Regierungszeit des Han-Kaisers Wudi errichtet und war die einzige begehbare Stelle der nördlichen Seidenstraßenroute. Nördlich von diesem Paß diente ein Weg als Handelspfad vom damaligen Reich der Mitte zu den Ländern im Westen. Die heutigen Ruinen sind etwa 10m hoch und 633 qm groß.

Qinhai

Qinghai, häufig mit dem tibetischen Amdo gleichgesetzt, ist eine chinesische Provinz im Nordosten des tibetischen Hochlandes. Das gesamte Gebiet gehörte - nach gängiger exiltibetischer und westlicher Lesart - als Amdo vor dem Einmarsch der Volksbefreiungsarmee 1949 zu Tibet und wurde danach abgespaltet und durch gezielte Umsiedlungen von Han-Chinesen zu einer eigenen Provinz umbenannt. 
Die Hauptstadt von Qinghai ist Xining, sie ist auch die einzige größere Stadt in der Provinz. Der Qinghai-See ist der größte Salzsee Chinas und liefert neben Salz auch Phosphate; daneben gibt es Bodenschätze in Form von Erdöl, Kohle und Eisenerz. Im Osten von Qinghai fließt der Huang He (Gelber Fluss), hier wohnt der überwiegende Teil der Bevölkerung. Auch der Yang Tse entspringt in Qinghai. Über die Hälfte des Terrains liegt auf 4.000 - 5.000 Meter Höhe. Landwirtschaft ist bis zu 3.200 Meter Höhe möglich. Das Klima ist kontinental: trockenkalt mit langen Wintern und kurzen Sommern.
Die Hauptstadt Xining mit ca. 520.000 Einwohnern gilt seit vielen Jahrhunderten als Tor nach Tibet und Zentralasien.

Qinghai gilt als unwirtliche Region. Ein Ruf, den die hier eingrichteten Arbeitslager für Strafgefangene aus allen Teilen Chinas verstärkt haben. Niemand kennt die Zahl der Zwangsarbeiter genau. Doch man vermutet, dass die Dumpingpreise, mit denen China Produkte auf den Weltmarkt wirft, zum Teil durch billige Arbeitskräfte ermöglicht werden, die in solchen Lagern arbeiten.



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