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Bolivien
Gesundheit & Notfälle

 
Besondere Warnung In den Departamentos Santa Cruz und Cochabamba, insbesondere der Chiquitanía und dem Chapare, treten regelmäßig Denguefieber-Epidemien auf, die immer wieder Todesopfer fordern.
Empfehlungen für die Höhe Die Höhenluft ist sauerstoffarm und von geringem atmosphärischem Druck. Folgen davon sind extreme Intensität der Sonneneinstrahlung - besonders der ultravioletten Strahlung - und außergewöhnliche hohe Wärmeabstrahlung während der Nacht.

Für die extreme Höhe von La Paz (Flughafen 4.070 m, Innenstadt 3.600 m) gelten einige Grundregeln: 

- Rauchen und Alkoholkonsum einschränken; genügend Wasser/Tee trinken 
- am ersten Tag viel ruhen 
- bei starken Kopfschmerzen medikamentöse Therapie (z.B. Paracetamol) 
Krankenhäuser Zumutbare Krankenhäuser sind immer Privatkliniken, die teils hohe Krankenhaus- und Arztkosten berechnen, die oft über dem deutschen Erstattungssatz liegen. Der Abschluss einer ausreichenden Krankenversicherung ist daher unbedingt zu empfehlen.
Impfungen Empfehlenswert ist die Überprüfung des allgemeinen Impfschutzes - Diphtherie, Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung). 
Besondere Impfhinweise: Cholera - Impfnachweis kann abweichend von offiziellen Bestimmungen verlangt werden, insbesondere bei Einreise außerhalb des internationalen Flughafens der Hauptstadt.

Gelbfieberpflichtimpfung nur bei Einreise aus einem der gelisteten Länder: Angola, Äquatorial-Guinea, Äthiopien, Benin, Brasilien, Burkina Faso, Burundi, Ecuador, Elfenbeinküste, Französisch Guayana, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Kamerun, Kenia, Kolumbien, Demokratische Republik Kongo (Zaire), Republik Kongo, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Panama, Peru, Ruanda, Sao Tomé und Principe, Senegal, Sierra Leone, Somalia, Sudan, Surinam, Tansania, Togo, Trinidad und Tobago, Tschad, Uganda, Venezuela, Zambia, Zentralafrikanische Republik

Unter anderem können in der Region folgende, durch Impfung vermeidbare Krankheiten auftreten: Gelbfieber, Hepatitis A, Hepatitis B, Tollwut, Typhus. Spezielle Impfungen müssen wegen des individuell sehr unterschiedlichen Risikos mit einem erfahrenen Reisemediziner abgestimmt werden. 
Malaria Risiko im ganzen Land unterhalb von 2500 m Höhe. Die lebensgefährliche Malaria tropica kommt nur in den nördlichen Provinzen Pando und Beni, speziell in Guayaramerin, Riberalta und Puerto Rico vor. Etwa 80% der Fälle betreffen die Malaria tertiana, ungefähr 20% die lebensgefährliche Malaria tropica. Um eine Infektion zu vermeiden, sollte man sich grundsätzlich vor den dämmerungsaktiven Mücken schützen. Die Anwendung vorbeugender Medikamente (Prophylaxe) muss immer mit einem Arzt persönlich abgestimmt werden. 
Weitere Erkrankungen In jüngster Zeit sind in Bolivien (insb. Regionen Chuquisaca und Beni sowie in den ärmeren Stadtvierteln von La Paz) vermehrt Fälle von Cholera aufgetreten. Besondere Vorsicht (kein Verzehr ungekochter Speisen) wird empfohlen.

Unter anderem tritt Dengue-Fieber auf, welches nicht durch Impfungen vermeidbar ist. 

Bitte bedenken Sie, dass viele Erkrankungen durch Nahrungsmittel und Getränke übertragen werden. Weitere Krankheitsüberträger sind Insekten.



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