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Haftungsausschluss 

Bitte beachten Sie in jedem Fall den Haftungsausschluss. 
Blutspende 

Für Langzeitaufenthalte in den Tropen und in armen Ländern
Hinsichtlich Bluttransfusionen (AIDS, Hepatitis B-Übertragung!) in den Tropen und in armen Ländern ist die derzeitige Situation weiterhin unerfreulich: Auch wenn fast alle Krankenhäuser bzw. Hospitäler behaupten, Blutkonserven vor der Infusion auf AIDS-Antikörper und Hepatitis B-Antikörper zu testen, sieht die Wirklichkeit nach Hintergrundinformationen häufig doch schlimm aus:
- nur wenige Stellen testen tatsächlich
- bei der Blutspende wird in der Regel nicht getestet
- nur wenige Tests sind zuverlässig.
Der Preis für eine Blutkonserve liegt oft niedriger als der Preis für den Test und zusätzlich ist das professionelle Blutspendewesen z.T. weit verbreitet. Dabei sollen bis zu 10 % der professionellen Blutspender, die ja von ihrer Blutspende leben und häufig mehrfach im Monat Blutspenden, Antikörper gegen HIV-Viren (AIDS) im Blut haben. 
Und jede HIV-positive Blutkonserve infiziert den Empfänger ("tötet ihn").
Um so wichtiger ist die Kenntnis
- der eigenen Blutgruppe und
- der möglichen Blutspender mit Name und Adresse, denen man aus guten Gründen vertraut.

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Borreliose  (Lyme'sche Erkrankung / Lyme'disease / "Wanderröte")

Die Lyme'disease (Borreliose) wird hervorgerufen durch ein Bakterium ("borrelia burgdorferi"). Das Bakterium gehört zur Familie der Schraubenbakterien, ist ähnlich aufgebaut wie auch der Erreger der Syphilis, wird aber anders übertragen und löst auch eine andere Erkrankung aus. Die Lyme'sche Erkrankung ist gekennzeichnet durch einheitliche Herkunft der Erreger bzw. einheitliche Übertragungswege (Zecken), mehrere Stadien und einem in vielen Fällen chronischen Verlauf bis hin zur Nerven- und Gehirnbeteiligung, wenn nicht behandelt wurde.

Die Infektion:
Die Infektion erfolgt durch den Biss der Überträgerzecken. Nachdem die Erkrankung erst in den frühen 80er Jahren in Nordamerika entdeckt wurde, wurden in relativ kurzer Zeit die wesentlichen Fakten geklärt: mit dem Biss der Zecke werden die Borrelien (Bakterien) auf den Menschen übertragen. Die Zecken sind in Deutschland z.T. bis zu 30 % infiziert, in einzelnen Gegenden noch darüber. Je länger die Zecke festverbissen bleibt, desto höher ist das Risiko einer Infektion. Jede Zecke soll deshalb sofort entfernt werden, z.B. Pinzette! Nicht mit Öl, weil die Zecke in Luftnot noch Erreger überträgt.

Das Krankheitsbild:
Wird die Hautveränderung (s.u. "Diagnose") nicht behandelt, so kann die Erkrankung nach Monaten bis Jahren zu Gelenkentzündungen an verschiedenen Gelenken des Körpers führen und schließlich weiter fortschreiten. Die Bakterien befallen dann auch Nervengewebe und es kommt möglicherweise zu Nerven- und Gehirnstörungen bis hin zu psychiatrischen Erkrankungen, Intelligenzverlust, Lähmungen etc. Auch wenn ein größerer Anteil der Patienten diesen fortschreitenden Verlauf nicht aufweist, ist es doch absolut notwendig, frühzeitig und richtig zu therapieren, um schlimme Folgeschäden jedenfalls zu vermeiden.

Die Diagnose:
Sie ergibt sich in hoher Sicherheit schon aus der Krankengeschichte (Zeckenbiss) und der typischen Hautveränderung: an der Bissstelle entwickelt sich beim Menschen zunächst - wie bei jedem Zeckenbiss - eine kleine rote entzündete Stelle, die in der Folge dann innerhalb weniger Wochen einen vorschreitenden rötlichen Randsaum in der Haut ausbildet, der i.d.R. ohne Juckreiz, aber auch für den Laien gut sichtbar ist. Die Diagnose ist gelegentlich aus dem zumeist positiven Antikörperbefund im Blut möglich.

Die Therapie:
Eine Therapie mit Antibiotika durch den Arzt ist in dieser Phase notwendig und wichtig, um ein Fortschreiten der Erkrankung in schlimmere Stadien bzw. andere Organe verhindern. Eine Antikörperuntersuchung kann häufig helfen die Diagnose zu sichern. Eine zu spät eingeleitete Diagnose (d.h. im Stadium der Gelenk- oder sogar Nervenbeteiligung) kann in vielen Fällen keine Heilung bringen. Deshalb ist Früherkennung und Frühtherapie so wichtig. 
Die Borreliose (Lyme'disease) wird häufig von Laien verwechselt mit einer anderen, durch Zecken übertragenen Erkrankung - der Frühsommer-Meningo-Encephalitis (FSME):
Während man gegen die Borreliose (Lyme'disease) keine Impfung kennt, ist eine Impfung gegen FSME möglich. Diese Impfung sollte aber beschränkt werden auf diejenigen Personen, die tatsächlich ein Risiko für Zeckenbisse haben, weil die Impfung auch Nebenwirkungen aufweisen kann. Dies sind in erster Linie all diejenigen Personen, die in freier Natur oder im Garten in Berührung mit längeren Grasbüschen oder halbhohem Gestrüpp kommen, wie z.B. Jogger, Reiter, Jäger, Gärtner etc. Weiterhin muss für eine derartige Impfung gegen FSME klar sein, ob diese überhaupt in dem fraglichen Gebiet vorkommt. Ein Schwerpunkt des Vorkommens von FSME sind Süddeutschland und Österreich, aber auch einzelne Herde in Polen, Tschechien, der Slowakei und angrenzenden Ländern, Ländern in Asien, sowie sporadische Vorkommen in den neuen Bundesländern (grenznahe Bereiche) sind beschrieben.
Da gerade bei Kindern oder am Rücken die ersten Hautveränderungen bzw. die Zecke ganz oder einige Tage übersehen werden kann, ist es von großer Bedeutung, dann möglichst frühzeitig und richtig mit den Antibiotika zu behandeln, gegen die die Borrelien sensibel sind.

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Cholera

Die Cholera ist eine durch Bakterien (Vibrionen) verursachte Infektionskrankheit. Es handelt sich um eine Darmerkrankung, daher werden die Erreger nur mit dem Stuhl oder Erbrochenen ausgeschieden.
Sie ist weitverbreitet in Ländern mit mangelnder Hygiene (Fernost, Afrika, Süd- und Mittelamerika). Nur ganz vereinzelt wird die Cholera nach Deutschland importiert. Das Erkrankungsrisiko ist für Normaltouristen und Entsandte äußerst gering. Strikte Einhaltung der Lebensmittel-, Trinkwasser- und Körperhygiene sind die wichtigsten Vorbeugemaßnahmen.

Die Infektion:
Sie erfolgt über Essen und Trinken und anderes Verhalten, bei dem die Bakterien in den Mund und den Verdauungskanal gelangen können. Die Erreger stammen 
- von einem chronischen (aber subjektiv gesunden) Dauerausscheider, oder
- aus entsprechend verschmutztem Wasser bzw. Lebensmitteln, oder
- infiziertem Stuhl von Kranken (u. a. von Fliegen übertragen).

Das Krankheitsbild:
Es ist gekennzeichnet durch: Brechdurchfall und Bauchschmerzen. Die volumenreichen, häufigen, unkontrollierbar abgehenden Stühle sind durch Schleimbeimengungen "reis-wasserfarben" und geruchlos. Vereinzelt tritt auch ein heftiger Brechreiz auf.
Der Patient ist durch den rasanten Flüssigkeits- und Salzverlust gefährdet.

Die Diagnose:
Sie wird durch ärztliche Untersuchung gestellt und durch die Stuhluntersuchung bewiesen. Der typische Stuhl des Erkrankten ist "reiswasserartig".

Die Therapie:
Die Behandlung besteht in erster Linie im Ersatz von Flüssigkeit und Elektrolyten (Salzen), ggf. werden zusätzlich vom Arzt Antibiotika gegeben. Diese sind aber nicht das Wichtigste, da der Patient durch die Symptome (Salz- und Wasserverlust s. o.) und nicht direkt durch die Bakterien bedroht ist. Antibiotikaresistenzen nehmen in den letzten Jahren deutlich zu.

Schutz gegen Cholera:
Die Impfung, auch die neuere Schluckimpfung, die in Deutschland auch noch nicht zugelassen ist, haben sich als im wesentlichen zu unzuverlässig herausgestellt und werden auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) nicht allgemein empfohlen. An neueren Impfstoffen wird noch gearbeitet, sie sind noch nicht verfügbar. Der einzig wirksame aber auch sehr effektive Schutz besteht im Vermeiden von Erregerkontakt. Dies erreicht man durch  strikte Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene (Wichtigste Vorbeugemaßnahme: "Cook it, peel it or leave it"!).  Nie (!) Wasser unabgekocht trinken. Öffentliche Schwimmbäder und das Baden in Lagunen sollte vermieden werden, da das Wasser relativ oft Cholera-Bakterien enthält und unbewußt vom Schwimmer aufgenommen wird.

Die Impfung:
Ergänzend zu den Prophylaxeregeln (s. Kasten) wird eine Impfprophylaxe nur dann durchgeführt, wenn eine Nachweispflicht bei Einreise oder Transit besteht oder dann, wenn individuell ein extremes Expositionsrisiko kaum zu vermeiden ist (wie z.B. bei der Flüchtlingshilfe).
Cholera-Schluckimpfstoff ist gegenüber dem herkömmlichen Choleraimpfstoff (Totimpfstoff) besser verträglich und schützt etwas besser.
Nach einer Einmaldosis tritt die Schutzwirkung nach 8 Tagen ein und hält ca. 1/2 Jahr an.
Nebenwirkung: vorübergehend Durchfall, in Einzelfällen Übelkeit und Bauchschmerzen.

Gegenanzeige: akute Erkrankungen; Allergie gegen Bestandteile des Impfstoffs; angeborene und erworbene Immunschwäche; gleichzeitige Einnahme bestimmter Medikament, z. B. Immunsuppressiva (Cortison), Antibiotika, Antimalariamittel; Schwangerschaft; Kinder unter 2 Jahren
Hinweis:  Kühlkette beachten (2° bis 8°C)
- Impfstoff nicht in Milch, Fruchtsaft oder kohlensäurehaltigen Getränken auflösen
- Malariaprophylaxe erst 7 Tage nach Einnahme des Schluckimpfstoffs beginnen
- Impfabstand zu anderen Lebendimpfungen beachten:
nach abgeschlossener Typhus-Schluckimpfung kann frühestens 3 Tage später mit Cholera-Schluckimpfstoff
begonnen werden.

Der Choleraimpfstoff, auch mit dem neuen Schluckimpfstoff, ersetzt keinesfalls die hygienischen Vorbeugemaßnahmen. Eine prophylaktische Einnahme von Antibiotika soll unterbleiben. 

Wer in den Tropen diese Regeln beachtet, kann auch dort kaum an Cholera erkranken. 

C h o l e r a r e g e l n 
1. Nur abgekochtes Wasser oder sicher saubere Getränke 
(frisch gekochten Tee oder Kaffee) 
2. Eiswürfel nur, wenn sie auch sicher mit sauberem Wasser hergestellt wurden 
3. alle ungekochten Nahrungsmittel wie z. B. rohe Milch und Molkereiprodukte (Eiscreme, Joghurt etc.) vermeiden 
4. Fisch und Fleisch nur gut durchgekocht genießen 
5. auf keinen Fall Meeresfrüchte (Muscheln, Krabben etc.), da sie sehr
oft Cholerabakterien (sowie Hepatitis A-Viren) enthalten. 
6. Obst und Gemüse nur geschält und/oder gekocht 
7. Von Straßenverkäufern nur frisch Frittiertes. Obst aus Straßenverkäufen enthält oft nachträglich eingespritztes Schmutzwasser, damit es optisch gut wirkt (pralle Früchte) 
8. Küchenhygiene und persönliche Hygiene (Hände!!!) beachten 
9. Bekämpfung von Fliegen. Fliegendraht bzw. Fliegengitter an den Fenstern, besonders der Küche

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